Bezirkspokal: VfL Stenum empfängt amtierenden Vizemeister / Wildeshausen beim TV Dötlingen klarer Favorit Baake sieht den Druck bei Atlas

Ganderkesee-Stenum·Dötlingen. Wenn am Wochenende die erste Runde des Fußball-Bezirkspokals ausgetragen wird, dann wird es für zwei der vier Bezirksligisten aus der Region wieder ernst: Der Aufsteiger VfL Stenum und der amtierende Vizemeister SV Atlas Delmenhorst stehen sich am Sonntag, 15 Uhr, am Stenumer Kirchweg gegenüber und bestreiten ihr erstes Pflichtspiel der Saison 2015/2016. Der SV Tur Abdin und der TSV Ganderkesee sind dank eines Freiloses hingegen direkt für die zweite Runde des Wettbewerbs qualifiziert.
31.07.2015, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Daniel Cottäus

Wenn am Wochenende die erste Runde des Fußball-Bezirkspokals ausgetragen wird, dann wird es für zwei der vier Bezirksligisten aus der Region wieder ernst: Der Aufsteiger VfL Stenum und der amtierende Vizemeister SV Atlas Delmenhorst stehen sich am Sonntag, 15 Uhr, am Stenumer Kirchweg gegenüber und bestreiten ihr erstes Pflichtspiel der Saison 2015/2016. Der SV Tur Abdin und der TSV Ganderkesee sind dank eines Freiloses hingegen direkt für die zweite Runde des Wettbewerbs qualifiziert. Dorthin will auch der Landesliga-Aufsteiger VfL Wildeshausen, der vor seinem Erstrundenspiel beim Kreisligisten TV Dötlingen am Sonntag, 15 Uhr, naturgemäß haushoher Favorit ist.

VfL Stenum - SV Atlas Delmenhorst

Auch wenn es jetzt schon über ein Jahr her ist – Jürgen Hahn denkt noch ziemlich oft an den 21. April 2014 zurück. Damals, es war Ostermontag, gastierte der Trainer des SV Atlas Delmenhorst mit seiner Mannschaft in der Kreisliga beim VfL Stenum und kassierte am 27. Spieltag nicht nur die erste Pleite der Saison, sondern auch seine erste Pleite überhaupt als Atlas-Coach. Unter Fußballern ist es üblich, in solchen Fällen auf ein ganz bestimmtes Wort zurückzugreifen. Es heißt: ausgerechnet. Von Winter 2010 bis Sommer 2012 war Hahn Trainer in Stenum gewesen. „Ausgerechnet da meine erste Niederlage mit Atlas zu kassieren, war schon kurios.“ Die Wege beider Klubs haben sich nach dem 21. April 2014 getrennt, da Atlas in die Bezirksliga aufstieg. Das ist Stenum in der vergangenen Saison auch gelungen – am Sonntag gibt es nun das Wiedersehen im Pokal.

„Wir sind motiviert und wollen in die zweite Runde“, betont Jürgen Hahn, macht aber auf der anderen Seite keinen Hehl daraus, dass die Liga für ihn klar Priorität hat. So möchte der Coach in Stenum „noch einige Dinge ausprobieren“ und wird mit ziemlicher Sicherheit nicht die Startformation aufbieten, die er eine Woche später beim Liga-Auftakt gegen Schwarz-Weiß Oldenburg ins Rennen schickt. Stefan Kulikow (verletzt) fällt sicher aus, ebenso Maximilian Klatte und Simon Matta, die im Urlaub weilen. Ob Steven Müller-Rautenberg und Tom Witte (beide gerade erst aus dem Urlaub zurück) zum Einsatz kommen werden, ließ Hahn noch offen. Kevin Radke, den der Trainer in der Vorbereitung vom Mittelfeldspieler zum Rechtsverteidiger umfunktioniert hat, ist leicht angeschlagen. „Ich hoffe, dass es reicht. Er ist einer der großen Gewinner der Vorbereitung“, lobt Hahn.

Stenums Trainer Thomas Baake macht in diesen Tagen Urlaub auf der Nordseeinsel Wangerooge, ist mit seinen Gedanken aber auch schon beim kommenden Sonntag. „Wir sind der krasse Außenseiter, was für uns mal eine ganz neue Rolle ist. In der vergangenen Saison mussten wir schließlich jedes Spiel gewinnen.“ Genau diesen Druck sieht Baake nun auf Seiten des SV Atlas. „Ich glaube, dass Atlas das Spiel sehr ernst nimmt. Mit diesem Kader müssen sie einfach immer gewinnen, damit keine Unruhe entsteht.“ Sportlich muss Baake die Ausfälle der angeschlagenen Bastian Morche und Fynn Dohrmann sowie von Malte Tönjes (im Urlaub) verkraften, „sonst sind alle dabei“. Generell wolle der VfL Stenum am Sonntag ein guter Gastgeber sein. „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass über 800 Zuschauer kommen, um das Spiel zu sehen“, betont der Trainer.

TV Dötlingen - VfL Wildeshausen

Schon vor dem ersten Pflichtspiel plagt sich der Landesliga-Aufsteiger Wildeshausen mit Verletzungspech herum. Die Innenverteidiger Lennart Flege und Niklas Heinrich (beide Knieprobleme) sowie Jan Gusfeld-Ordemann (Wade) sind angeschlagen und fallen ziemlich sicher aus. Dazu stehen Maximilian Seidel (Grippe), Storven Bockhorn (Bandscheibenvorfall) sowie Janek Jacobs und Ole Lehmkuhl (beide muskuläre Probleme) nicht zur Verfügung. „Das macht aber nichts“, betont Trainer Marcel Bragula, „unser Kader ist groß genug, und wir müssen in Dötlingen gewinnen“.

Dass es am Ende genauso kommt, davon geht übrigens auch Dötlingens Trainer Georg Zimmermann aus. Als Kreispokalfinalist der Vorsaison hat sich der Kreisligist für den Wettbewerb qualifiziert, „jetzt wird es interessant für uns“, sagt Zimmermann. Insgesamt stehe aber der Event-Gedanke vor der Partie im Vordergrund. „Wenn alles normal läuft, wird sich Wildeshausen durchsetzen.“ Gespannt ist der Coach, in dessen Kader sich einige Spieler mit einer Grippe plagen, auf das schnelle Wiedersehen mit Sebastian Bröcker, der in der vergangenen Serie noch für Dötlingen aktiv war. „Bei uns war er eine herausragende Person, einer unserer Besten“, schwärmt Zimmermann, nimmt dem Offensivspieler den Wechsel nach Wildeshausen aber nicht übel. „Wenn einer zwei Ligen höher spielen kann, dann muss man so einen Schritt verstehen.“

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