McDonald's Junior Cup in Delmenhorst Ballzauber trotz Müdigkeit

Delmenhorst.Vor allem die ausländischen U11-Fußballteams sorgten am Samstag beim McDonald's Junior-Cup für Aufsehen. Wenn es heute so weiter ginge, wäre Organisator Michael Zoll durchaus zufrieden.
19.06.2011, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Ballzauber trotz Müdigkeit
Von Christoph Bähr

Delmenhorst. Diesen Traum hat Michael Zoll schon seit mehreren Jahren. "Der Siegerpokal sollte einmal ins Ausland gehen", hofft der 42-Jährige, der den McDonald's Junior-Cup zusammen mit Manfred Imhoff organisiert. Bei der achten Auflage des großen internationalen U11-Fußballturniers könnte Zolls Traum endlich wahr werden. Denn am Samstag sorgten einige ausländische Teams mit starken Leistungen für Aufsehen auf den Plätzen am Delmenhorster Stadion.

Besonders gespannt waren die Zuschauer auf den FC Coritiba aus Brasilien. Die Mannschaft von Trainer Edvaldo Batista startete jedoch verhalten ins Turnier: Nach einem Auftakterfolg gegen den VfL Stenum unterlag sie Bayer Leverkusen mit 0:2. Offenbar steckte den jungen Fußballern die fast eintägige Anreise aus Südamerika noch in den Knochen. "Am Anfang war ich mit den Leistungen nicht zufrieden, aber wir haben uns immer weiter gesteigert", sagte Batista.

Nachdem Platz drei in der Vorrunde für das Erreichen der Masterrunde gereicht hatte, entdeckten die Ballzauberer ihre Spielfreude. Die Brasilianer schlugen die JSG Ahlerstedt/Ottendorf/Bargstedt und den MSV Duisburg. Zudem gab es ein Remis gegen Arminia Bochum. Damit führt Coritiba die Gruppe K nach dem ersten Turniertag an. Ob das Team es tatsächlich ins Viertelfinale schafft, zeigen heute die restlichen Spiele der Masterrunde. Trainer Batista jedenfalls bleibt bescheiden: "Wir sind nicht der Favorit. Unter die ersten Vier zu kommen wäre schon eine starke Leistung."

Lautstarker Anhang

Anders als Coritiba startete der FC Fulham fulminant in das Turnier, ließ dann aber in der Masterrunde nach. Der englische Premier-League-Nachwuchs gewann seine Vorrundengruppe B souverän. In der Masterrundengruppe L steht Fulham jedoch nun nach den ersten drei Spielen nur auf Rang vier. Bessere Chancen auf das Erreichen des Viertelfinals hat in dieser Gruppe die Bucaspor Futbol Akademi aus der Türkei. Die technisch starke Mannschaft hatte in allen Partien ihre lautstarken Anhänger im Rücken und liegt zurzeit auf Platz zwei hinter Borussia Mönchengladbach.

Auch Lechia Gdansk aus Polen und der FC Basel aus der Schweiz könnten Zolls Traum vom ausländischen Turniersieger noch wahr werden lassen. Beide Mannschaften rangieren jedoch in ihrer Masterrundengruppe auf Rang drei und müssen sich für das Erreichen der Finalspiele noch steigern. VVV Venlo aus den Niederlanden hat nach drei Niederlagen keine Chancen mehr auf den riesigen Siegerpokal. Gleiches gilt für den Nachwuchs des italienischen Rekordmeisters Juventus Turin, der bestenfalls noch Platz 25 erreichen kann. "Juve hätte ich stärker erwartet", sagte Michael Zoll.

Bayer Leverkusen ist Topfavorit

Die Erwartungen voll und ganz erfüllt hat dagegen Vorjahressieger Bayer Leverkusen. Die Mannschaft von Trainer Alexander Nuss gewann bislang alle acht Turnierspiele und gilt als der Topfavorit auf den Titel. Ähnlich stark einzuschätzen ist der 1.FC Köln. Auch der Leverkusener Erzrivale gewann alle acht Spiele in der Vorrunde und der Masterrunde. Borussia Dortmund, der Rekordgewinner des McDonald's Junior-Cups, liegt als Gruppenzweiter hinter den Kölnern ebenfalls noch aussichtsreich im Rennen. "Wir haben kein Spiel verloren. Bis auf die letzte Partie des Tages, in der wir nur 0:0 gegen Lechia Gdansk spielten, bin ich sehr zufrieden mit unseren Leistungen", bilanzierte BVB-Trainer Carsten Petermann. Hinsichtlich des möglichen Turniersiegs hält er sich jedoch zurück: "Bei der relativ kurzen Spieldauer kann man nie genau sagen, wie die Spiele ausgehen. Da gewinnt nicht immer unbedingt die beste Mannschaft und Überraschungen sind möglich."

Die Überraschung aus Dünsen

Solch eine Überraschung gelang in der Vorrunde der SG Dünsen/Harpstedt/Ippener: Die Mannschaft aus dem Landkreis Oldenburg schaffte es in die Masterrunde und ließ immerhin Rapid Wien, den TSV Ganderkesee und den VfB Oldenburg hinter sich. "Wir waren am Morgen einfach fitter und ausgeschlafener als die anderen", verrieten die SG-Trainer Günter Beier und Ralph Meyer ihr Erfolgsgeheimnis. In der Masterrunde stehen die Harpstedter zwar noch ohne Punkt da, doch allein das Erreichen selbiger, sei ein Erfolg, betonten die beiden Trainer. "Am Ende ließ auch die Kraft nach. Am Sonntag werden wir aber wieder topfit sein und versuchen, noch einige Punkte zu holen", versprachen Beier und Meyer mit Blick auf den zweiten Turniertag. Am heutigen Sonntag wird seit zehn Uhr gekickt. Das Endspiel wird um 15.16 Uhr angepfiffen.

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