5. Baris-Cup Barisspor gewinnt das eigene Turnier

Osterholz-Scharmbeck. Die Laktatwerte lagen beim Fußball-Kreisligisten Barisspor Osterholz beim 5. Baris-Cup im grünen Bereich.
09.01.2017, 00:00
Lesedauer: 4 Min
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Von Reiner Tienken

Osterholz-Scharmbeck. Die Laktatwerte lagen beim Fußball-Kreisligisten Barisspor Osterholz beim 5. Baris-Cup im grünen Bereich. Das Team von Trainer Halil Ölge sicherte sich dank einer guten konditionellen Verfassung beim kräftezehrenden Wettbewerb mit 32 Spielen über sechs Stunden in der BBS-Sporthalle den Turniersieg. Barisspor Osterholz schüttelte im Finale den 1. FC Rot-Weiß Achim mit 2:0 Toren ab. Ünal Coskun und Ismail Tasyer steuerten die Endspieltreffer bei.

Der Ausrichter hatte den Coup in der Kreisstadt maßgeblich seinem Torhüter Hatip Avanas zu verdanken. Der Rückhalt von Barisspor brachte die Gegner mit Glanzparaden wiederholt zur Verzweiflung. „Ich bin froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte“, sagte Hatip Avanas nach dem 2:0-Finalsieg gegen den 1. FC Rot-Weiß Achim. Der Keeper war auch im Endspiel noch topfit und bewahrte seine Mannschaft vor einem Rückstand.

Der 1. FC Rot-Weiß Achim erarbeitete sich zunächst die besseren Torchancen. „Ballbesitz“, forderte Halil Ölge seine Fünf zu mehr Spielanteilen auf. Die Akteure beherzigten die Forderung ihres Trainers dann auch in der Folgezeit. Hussain Taha leitete mit einem Flugball den Turniersieg von Barisspor ein. Ünal Coskun brachte das Spielgerät per Kopfball über die Torlinie. Ismail Tasyer raubte dem 1. FC Rot-Weiß Achim mit einer Soloeinlage zum 2:0-Endstand den Nerv.

Der Budenzauber hielt sich beim 5. Baris-Cup ansonsten allerdings etwas in Grenzen. Dies lag mit daran, dass gleich mehrere Teams auf Filigrantechniker verzichteten. Der SV Lilienthal/Falkenberg trat praktisch nur mit der Reserve an. Der SV Blau-Weiß Bornreihe II schickte nur ein Verlegenheitsteam ins Rennen. Das Jugendhaus Pumpelberg, das Flüchtlingen die Möglichkeit bot, sich zu präsentieren, überraschte dafür angenehm. Nelson Mawi wartete gar mit einem Treffer per Hacke auf.

„Sehr gut“, freute sich der Flüchtling aus dem Südsudan tierisch über das seltene Kunststück unter dem Hallendach. „Für uns war der 5. Baris-Cup eine Bereicherung. Die Spieler haben sehr viel gelernt. Es hat uns riesig Spaß gemacht“, bilanzierte Betreuer Abdulhafid Catruat vom Jugendhaus. Die Flüchtlinge traten nach ängstlichem Beginn noch recht selbstbewusst auf, so dass immerhin drei Siege für das Freizeitteam (KSV Med Bremen, Barisspor II und Bornreihe II) heraussprangen.

Der Bezirksligist FC Worpswede entwickelte in der Endrunde ziemliches Schusspech. Die Künstlerdorf-Kicker hatten im Halbfinale und im Spiel um den dritten Turnierrang nach Neunmeterschießen jeweils nur das kürzere Ende für sich. Lukas Rodenburg gelang ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein SV Lilienthal/Falkenberg allerdings ein Kabinettstück. Der Youngster vom FC Worpswede vollendete nach langem Flugball von Lars Rieken in der Rückwärtsbewegung per Kopf.

Mohamed Taha (Barisspor II) sorgte für ein Glanzlicht beim 5. Baris-Cup. Der Stürmer lochte beim 9:2-Kantersieg gegen den SV Lilienthal/Falkenberg gleich fünfmal ein. Wohltuend fair gestaltete sich das Hallenturnier. Die beiden Schiedsrichter Jürgen Behlau (VfR Seebergen/Rautendorf) und Frank Schnakenberg (VfL Ohlenstedt) passten sich mit einer tadellosen Leistung der harmonischen Veranstaltung der Mannschaften nahtlos an.

„Das Wichtigste war, dass wir viel Spaß gehabt haben. Ohne Verletzung. Das Hallenturnier war gut für die Kraft und Kondition“, resümierte Organisator Halil Ölge nach dem 5. Baris-Cup. Der Turniersieg wurde Barisspor Osterholz mit einer Geldprämie von 200 Euro für die Mannschaftskasse versüßt.

Vorrunde Barisspor I – SV Lilienthal/Falkenberg 1:0 SV Blau-Weiß Bornreihe II – Barisspor II 2:4 Jugendhaus Pumpelberg – FC Worpswede 0:4 KSV MED Bremen – 1. FC Rot-Weiß Achim 4:0 Barisspor II – Barisspor I 2:3 SV Lilienthal/Falkenberg – SV Blau-Weiß Bornreihe II 5:0 1. FC Rot-Weiß Achim – Jugendhaus Pumpelberg 5:2 FC Worpswede – KSV MED Bremen 4:1 Jugendhaus Pumpelberg – Barisspor II 2:1 Barisspor I – SV Blau-Weiß Bornreihe II 1:2 SV Lilienthal/Falkenberg – KSV MED Bremen 2:3 FC Worpswede – 1. FC Rot-Weiß Achim 1:3 Barisspor II – SV Lilienthal/Falkenberg 9:2 KSV MED Bremen – Jugendhaus Pumpelberg 3:4 1. FC Rot-Weiß Achim – Barisspor I 0:1 SV Blau-Weiß Bornreihe II – FC Worpswede 1:3 Barisspor II – KSV MED Bremen 2:3 SV Lilienthal/Falkenberg – 1. FC Rot-Weiß Achim 1:2 Barisspor I – FC Worpswede 2:0 Jugendhaus Pumpelberg – SV Blau-Weiß Bornreihe II 2:1 1. FC Rot-Weiß Achim – Barisspor II 5:3 FC Worpswede – SV Lilienthal/Falkenberg 7:1 KSV MED Bremen – SV Blau-Weiß Bornreihe II 2:1 Jugendhaus Pumpelberg – Barisspor I 1:4 Barisspor II – FC Worpswede 3:1 SV Blau-Weiß Bornreihe II – 1. FC Rot-Weiß Achim 1:4 SV Lilienthal/Falkenberg – Jugendhaus Pumpelberg 2:1 Barisspor I – KSV MED Bremen 3:3 Endstand nach der Vorrunde: 1. Barisspor I 15:8 Tore/16 Punkte, 2. 1. FC Rot-Weiß Achim 19:13/15, 3. KSV MED Bremen 19:16/13, 4. FC Worpswede 20:11/12, 5. Barisspor II 24:18/9, 6. Jugendhaus Pumpelberg 12:20/9, 7. SV Lilienthal/Falkenberg 13:23/6, 8. SV Blau-Weiß Bornreihe II 8:21/3 Halbfinale 1. FC Rot-Weiß Achim – KSV MED Bremen 3:1 (0:0) n.N. Barisspor I – FC Worpswede 4:3 (1:1) n.N. Spiel um Platz drei KSV MED Bremen – FC Worpswede 3:2 n.N. Finale Barisspor I – 1. FC Rot-Weiß Achim 2:0 Tore: Ünal Coskun, Ismail Tasyer Spieleraufgebote Barisspor I: Avanas, Yussef Taha, Tasyer, Mustafa Ölge, Hussain Taha, Coskun, Hassan Matar FC Worpswede: Voß, Neumann, Grotheer, Rieken, Ambrosi, Vargas, Zelesov, Benaiges, Rodenburg Barisspor II: Mahmoud, Mohamed Taha, Sherif Berisha, Omar, Bilal Matar, Kaymak, Robert Berisha, Nodurft SV Lilienthal/Falkenberg: Krause, Konstantin Gaber, Ambrosi, Mohamed Jaber, Hassan Jaber, Alexander Kropp, Kielbeck SV Blau-Weiß Bornreihe II: Petersen, Schanz, Ehrichs, Thiel, Schröder, Otte, Struwe, Kalmer RT
„Das Wichtigste war, dass wir viel Spaß gehabt haben. Ohne Verletzung.“ Barisspor-Trainer Halil Ölge
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