Die SAV wandelt den 0:1-Rückstand mit außerordentlicher Energieleistung in einen 3:2-Sieg über Brinkumer SV

Basdas gibt das Signal

SAV-Trainer Jens Heine sprach nach einer kampfbetonten Partie von einem Sieg des Willens, sein Brinkumer Kollege Dennis Ofermann von einer verdienten Niederlage: Mit 3:2 setzte sich die SG Aumund-Vegesack Sonntag im Spitzenspiel der Fußball-Bremen-Liga gegen den Brinkumer SV durch und revanchierte sich damit für das 0:2 im Hinspiel.
09.03.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Klaus Grunewald
Basdas gibt das Signal

Firas Tayari (im grünen SAV-Trikot) zieht mit dem Ball davon, nur Brinkums Jürgen Heijenga (links) hält mit.

Christian Kosak

SAV-Trainer Jens Heine sprach nach einer kampfbetonten Partie von einem Sieg des Willens, sein Brinkumer Kollege Dennis Ofermann von einer verdienten Niederlage: Mit 3:2 setzte sich die SG Aumund-Vegesack Sonntag im Spitzenspiel der Fußball-Bremen-Liga gegen den Brinkumer SV durch und revanchierte sich damit für das 0:2 im Hinspiel.

Dass die Gefühlslage bei beiden Teams vor dem Anpfiff höchst unterschiedlich war, sollte die Anfangsphase auf dem Kunstrasenplatz im Vegesacker Stadion zeigen. Die Gäste traten nach den Siegen gegen Vatan Spor (4:1) und im Viertelfinale des Lottopkals gegen den OSC Bremerhaven (6:2) selbstbewusst auf und diktierten das Geschehen, den Gastgebern merkte man die Verunsicherung nach dem 2:3 im Pflichtspiel beim FC Union 60 und der 1:3-Pokalpleite beim FC Sparta Bremerhaven deutlich an. Und bereits nach sechs Minuten schwante den SAV-Verantwortlichen Böses: Daniel Rosenberg verursachte einen unnötigen Eckball, der bei Brinkums Maximilian Wirth landete. Der nahm Maß und drosch das Leder zur 1:0-Führung unhaltbar für Vegesacks Keeper Jan Templin ins lange Toreck.

Während die Gäste fortan Ball und Gegner laufen ließen, allerdings vor dem SAV-Strafraum meistens mit ihrem Latein zu Ende waren, erholte sich das Heine-Team nur langsam vom Schock des schnellen Rückstands.

Doch die Moral stimmte. Das bewies insbesondere Vegesacks Bester an diesem Frühlingssonntag: In der 34. Minute sprintete Abdullah Basdas einem Rückpass von Jürgen Heijenga hinterher, erreichte das Leder noch, bevor BSV-Keeper Tobias Mellentin es unter Kontrolle bekam, und bugsierte es zum viel umjubelten 1:1 über die Torlinie. Heine sprach später von einer außerordentlichen Energieleistung.

Und diese Leistung legte seine Mannschaft auch in der zweiten Halbzeit an den Tag. Schon fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff lagen die Gäste erneut im Rückstand. Volkan Arslan hatte sich auf der linken Außenbahn durchgetankt und den Ball flach in die Mitte auf Firat Semih Demir gepasst. Der Ex-Blumenthaler, der erstmals in der Anfangsformation des Tabellenvierten stand, verwandelte aus zehn Metern sicher zur 2:1-Führung.

Eine Vorentscheidung sollte aber auch der erneute Führungstreffer der Gastgeber nicht sein. Die Gäste erhöhten Schlagzahl und kämpferischen Einsatz. Und sie kopierten die Spielanlage der Hausherren, indem sie ebenfalls mit langen Bällen in die Sturmspitze versuchten, zum Erfolg zu kommen. Der stellte sich in der 70. Minute allerdings nach einer Standardsituation ein: Goalgetter Saimir Dikollari verwandelte einen Eckball direkt zum 2:2-Ausgleich. Mit unerwarteten Folgen für das Spiel: Denn nicht das Ofermann-, sondern das Heine-Team forcierte in der turbulenten Schlussphase, in der Schiedsrichter Dominique Ofcarek wiederholt zur Gelben Karte griff, noch einmal den Druck.

Der Mut der Nordbremer, nicht das Remis zu verwalten, sondern den Erfolg in der Offensive zu suchen, wurde belohnt. Volkan Arslan nahm ein exaktes Zuspiel des ehemaligen Unionspielers Abdullah Özkul auf und überwand Tobias Melltentin mit einem Schlenzer ins lange Eck.

Die SAV hatte nach den Worten ihres Trainers die richtige Antwort auf die „beiden jüngsten unnötigen Niederlagen“ gegeben. Heine freute sich denn auch über einen „verdienten Sieg“. Denis Ofermann widersprach nicht, sondern bilanzierte ganz im Gegenteil: „Aumund-Vegesack hat mehr Biss und die bessere Ordnung gezeigt.“

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