Basketball-Liga Pro A

Bremerhavens Eisbären verpflichten Noah Allen

Bremerhavens Basketballer haben den Amerikaner Noah Allen verpflichtet und damit ihren Kader für die Saison in der Pro A fast komplett – jetzt fehlt nur noch der Spielmacher.
03.09.2020, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Bremerhavens Eisbären verpflichten Noah Allen
Von Frank Büter

Die Anreise war schwierig, aber jetzt er ist da: Über Paris und Amsterdam und ausgestattet mit Bestätigungsschreiben der deutschen und der amerikanischen Botschaft ist Noah Allen Mitte dieser Woche in Bremerhaven eingetroffen. Die jüngste Neuverpflichtung des Basketball-Teams aus der Pro A musste sich nach seiner Ankunft zunächst einmal in Quarantäne begeben und einem weiteren Coronatest unterziehen, so wollen es die Vorschriften. Erst wenn auch der zweite Test negativ ist, steht für den 25-Jährigen der Medizincheck mit den üblichen sportärztlichen Untersuchungen auf dem Programm.

Zum zweiten Mal in seiner Karriere heuert der 2,01 Meter große Flügelspieler Noah Allen in Deutschland an. Vor Jahresfrist hatte Bundesligist Würzburg den Small Forward aufgrund von Verletzungssorgen in der Vorbereitungsphase nachverpflichtet und mit einem Vertrag für zwei Monate ausgestattet. Bei seinen zwei Einsätzen in der Liga kam Allen als Startspieler auf der Drei auf einen Schnitt von sieben Punkten, musste danach aber gehen und schloss sich wieder den Capital City Go-Go (G-League), dem Farmteam der Washington Wizards an.

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Seine erste Profi-Station in Europa war der spanische Zweitligist ICL Manresa, mit dem Allen 2018 die Meisterschaft gewann und den Aufstieg schaffte. In Bremerhaven freut man sich auf den vielseitig einsetzbaren Neuzugang: „Noah Allen wird unsere Verteidigung erheblich verstärken“, sagt Headcoach Michael Mai und lobt überdies die Offensivqualitäten des wurfstarken Neuzugangs.

Der Kader der Eisbären Bremerhaven ist damit fast komplett. US-Boy Noah Allen ist nach Forward Kevin Yebo, den Shooting Guards Joshua Braun und Leon Friederici, Point Guard Marvin Heckel, Power Forward Max Ugrai und den Centern Marcel Keßen und Moses Pölking der achte Spieler im Aufgebot der Eisbären und neben Rückkehrer Braun der zweite Importspieler. Vor dem Trainingsauftakt an diesem Freitag befindet sich noch ein weiterer Amerikaner im Anflug, nach Informationen des WESER-KURIER handelt es sich dabei um einen Point Guard aus der NBA-G-League.

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Ziel ist es, zumindest mit einem Neuner-­Kader in die Mitte Oktober beginnende Saison zu gehen, möglicherweise könnte aber noch ein zehnter Spieler dazukommen, deutet Geschäftsführer Nils Ruttmann an. Komplettiert wird das Aufgebot durch die Youngster Menno Möller und Johannes Heiken (beide 20).

In der gut sechswöchigen Vorbereitungsphase bis zum Auftaktspiel gegen Rostock am Sonnabend, 17. Oktober (19 Uhr) wird das Eisbärenteam aufgrund der Corona-Pandemie kein externes Trainingslager absolvieren, das Risiko einer Infektion soll so gering wie möglich gehalten werden. Gleichwohl soll sich die neue Mannschaft bestmöglich aufeinander einspielen und abstimmen, deshalb plant Coach Mai derzeit mit bis zu zehn Testspielen. Das Gros davon findet auswärts statt.

Mit Blick auf das erste offizielle Heimspiel gegen die Seawolves aus Rostock haben die Klubverantwortlichen der Eisbären Bremerhaven inzwischen unter Berücksichtigung der aktuellen Hygienebestimmungen ein ausführliches Konzept beim Gesundheitsamt zur Abnahme vorgelegt. Ziel ist es, vor bis zu 1000 Zuschauern in der Stadthalle in die Saison starten zu können. Dafür galt es unter anderem, Konzepte zu entwickeln, um die Besucherströme in der Halle zu trennen und so die Infektionsrisiken zu minimieren. „Die Mitarbeiter der Stadthalle haben uns dabei hervorragend unterstützt“, sagt Nils Ruttmann.

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