Basketball

Ein Eisbär durch und durch

Das Eigengewächs Simon Macherski wird neuer Jugendkoordinator bei den Eisbären Bremerhaven. Der 24-Jährige entlastet damit seinen Amtsvorgänger Nils Ruttmann, der inzwischen als Geschäftsführer tätig ist.
01.10.2020, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Ein Eisbär durch und durch
Von Frank Büter

Bremerhaven. Eine Baustelle weniger: Seit mehr als einem Jahr schon ist der studierte Jurist Nils Ruttmann als Geschäftsführer der Eisbären Bremerhaven tätig. Der Posten als hauptamtlicher Nachwuchsleiter des Klubs, den Ruttmann seit 2014 innehatte, war seither aber nicht nachbesetzt worden. Ein Vakuum, das Ruttmann auszufüllen versucht hat – so gut es ihm denn möglich war angesichts der vielen Aufgaben, denen sich der Frontmann der Eisbären seit seinem Amtsantritt zu stellen hatte. Stichwort Konsolidierung nach dem Abstieg in die Pro A, Stichwort Corona.

Langeweile kennt Ruttmann angesichts der damit zahlreich einhergehenden Herausforderungen nicht – und ist deshalb heilfroh, den von ihm in den vergangenen Jahren mit viel Engagement auf- und ausgebauten Nachwuchsbereich jetzt in gute Hände übergeben zu können. Noch dazu an einen Mann aus den eigenen Reihen. An einen Basketballer, der für die Eisbären gespielt, für den Klub gearbeitet und dort auch seine Ausbildung genossen hat: Simon Macherski, ein gebürtiger Bremerhavener, übernimmt in seiner Heimatstadt mit sofortiger Wirkung den Posten des hauptamtlichen Jugendkoordinators.

Simon Macherski, 24 Jahre jung und ehemals Centerspieler mit einer Körpergröße von 2,05 Metern, gehört quasi zum Inventar der Eisbären. Er hat bereits in der U 12 bei den Eisbären als Aktiver angefangen. Er hat das Nachwuchsprogramm über Jugend- und Nachwuchsbundesliga komplett durchlaufen und war Leistungsträger beim zwischenzeitlichen Aufstieg der Herrenmannschaft der BSG Bremerhaven in die 1. Regionalliga. Macherski hat nach seinem Abitur im Sommer 2015 in einem Vollzeitpraktikum einen einjährigen, berufsbegleitenden Intensivkurs zum Minibasketballtrainer erfolgreich abgeschlossen. Und er hat, wie einst auch sein Vorgänger Nils Ruttmann, in Zusammenarbeit mit der Basketball Bundesliga (BBL) und dem Deutschen Basketball-Bund (DBB) bei den Eisbären eine dreijährige Nachwuchstrainerausbildung durchlaufen und als einziger Teilnehmer seines Jahrgangs die Abschlussprüfung zum Jugendkoordinator absolviert.

Eben diese Aufgabe übernimmt Macherski nun im Nachwuchsbereich der Eisbären. Neben der Betreuung von inzwischen 450 Kindern und Jugendlichen in derzeit 32 Mannschaften fallen auch die Entwicklung und der Ausbau von Projekten wie der 2015 gegründeten Eisbären-Grundschulliga, Körbe gegen Gewalt, Basketball für Geflüchtete oder die Gewoba-Basketballcamps in seinen Verantwortungsbereich. Zudem stehen bereits neue Projekte wie Inklusionsbasketball oder die Kita-Olympiade in den Startlöchern.

„Wir freuen uns, dass wir mit Simon einen echten Bremerhavener für unser Programm gewinnen und ihm hier, in seiner Heimat, eine berufliche Perspektive anbieten konnten", sagt Geschäftsführer Nils Ruttmann. "Simon kennt unsere Strukturen und ist als langjähriger Eisbären-Nachwuchstrainer sowohl bei Kids und Eltern als auch bei Vertretern unserer Partnerschulen ausgezeichnet vernetzt."

Gute Voraussetzungen also für einen bunten Strauß an Arbeit. Simon Macherski freut sich darauf. „Nils war immer so eine Art Mentor für mich. Er hat an der Basis bereits exzellente Arbeit geleistet. Darauf möchte ich aufbauen und den Basketball in Bremerhaven noch weiter voranbringen“, sagt der 24-Jährige. „Es ist eine herausfordernde Zeit für die Eisbären-Familie. Gemeinsam wollen wir aber alles daran setzen, daraus eine bärenstarke Saison zu machen.“

Info

Zur Sache

Niederlage in Groningen

Der Kurztripp ins niederländische Groningen war gleich doppelt schmerzhaft für die Basketballer der Eisbären Bremerhaven: Zum einen gab es beim Vizemeister der niederländischen „Eredivisie“ im sechsten Testspiel mit 65:80 (37:32) die zweite Niederlage, zum anderen schied der aus Oldenburg zum Pro-A-Ligisten gewechselte Center Marcel Keßen zwischenzeitlich verletzt aus und konnte nicht weiterspielen. Bester Werfer im Team um Coach Michael Mai, der erstmals auch auf seinen neuen Spielmacher Trey Davis zurückgreifen konnte, war Josh Braun mit 14 Punkten.

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