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Eisbären geht die Puste aus

Fehlende Kraft und fehlende Alternativen: In einer lange Zeit ausgeglichenen Partie mussten sich die personell geschwächten Eisbären Bremerhaven in Jena am Ende mit 81:89 geschlagen geben.
14.03.2021, 16:42
Lesedauer: 2 Min
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Eisbären geht die Puste aus
Von Frank Büter
Eisbären geht die Puste aus

Armani Moore erzielte sechs Punkte für die Eisbären.

Sven Peter/Hansepixx

Jena. Im Kampf um die Play-off-Plätze haben die entscheidenden Wochen begonnen für die Eisbären Bremerhaven. Aufgrund von Corona, zweimaligen Quarantänemaßnahmen und diversen Spielabsagen müssen die Basketballer aus der Seestadt im Saisonendspurt innerhalb von 29 Tagen elf Partien bestreiten, mehr Partien als jedes andere Team in der 2. Bundesliga Pro A. Der Countdown bis zum Hauptrundenabschluss am 10. April startete am Sonnabend mit der Begegnung beim Spitzenreiter in Jena – und ausgerechnet jetzt muss das Team von Coach Michael Mai auch noch diverse Ausfälle verkraften. Mit zu kleiner Rotation und einer obendrein zu hohen Foulbelastung gab es für die Eisbären in Thüringen schließlich nichts zu holen. In einer lange Zeit ausgeglichenen Partie musste sich Bremerhaven am Ende mit 81:89 (48:40) geschlagen geben.

Bei der 79:89-Niederlage im Hinspiel vor drei Wochen war Kevin Yebo mit 18 Punkten noch der Topscorer gewesen. Diesmal fehlte der 25-jährige Forward indes ebenso wie der angeschlagene Dreierspezialist Josh Braun und Eigengewächs Menno Möller (Rippenprellung). Zudem stand Leihspieler Leon Hoppe erneut nicht zur Verfügung, da der 21-Jährige aufgrund von Corona-bedingten Ausfällen bei seinem Stammverein Chemnitz in der BBL gebraucht wurde. Die Eisbären mussten also beim Ligaprimus mit nur acht Profis auskommen – und das sollte sich schmerzlich bemerkbar machen.

Bremerhaven fehlte die Tiefe im Aufgebot, um nach einem lange Zeit guten Auftritt nach hinten raus Paroli bieten zu können. Abzulesen war die schwindende Kraft auch an den nackten Zahlen. Zur Pause lagen die Eisbären noch mit 48:40 vorn und führten auch in den Kategorien Rebounds (23:13) und Assists (11:7). Das sollte sich jedoch komplett drehen, weil den Gästen auch aufgrund der Foulbelastungen die Alternativen ausgingen. Für Center Moses Pölking war die Partie nach seinem fünften Foul bereits in Minute 29 beendet, in der 38. Minute hatten auch Will Daniels und Kapitän Max Ugrai die Foulgrenze erreicht. Für die letzte Führung der Gäste hatten Daniels und Leon Friederici gesorgt (36.), nach dem 76:73 aber sank neben der Kraft auch noch die Trefferquote.

Weiter geht es für den Tabellenachten bereits an diesem Montag um 19 Uhr mit einem Heimspiel gegen die Tigers aus Tübingen. Die Partie kann kostenlos im Livestream auf sportdeutschland.tv verfolgt werden.

Eisbären Bremerhaven: Davis (19), Ugrai (18), Daniels (15), Firederici (11), Kindzeka (8), Moore (6), Heckel (2), Pölking (2), Heiken.

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