Basketball Eisbären wieder im Training

Grünes Licht vom Gesundheitsamt: Die Eisbären Bremerhaven haben ihre häusliche Quarantäne beendet und den Trainings- und Spielbetrieb wieder aufgenommen.
18.02.2021, 13:19
Lesedauer: 3 Min
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Eisbären wieder im Training
Von Frank Büter

Bremerhaven. Acht Tage waren sie eingesperrt. Abgeschottet. Isoliert. Jeder Kontakt, jedes Risiko musste vermieden werden, nachdem in der zurückliegenden Woche zwei PCR-Tests positiv ausgefallen waren. Seit Dienstag aber dürfen sie wieder raus, die Basketballer der Eisbären Bremerhaven. Raus unter Leute und raus zum Training. Die zwischenzeitlich angeordnete häusliche Quarantäne wurde vom Gesundheitsamt für das Gros des Teams aufgehoben, und bereits am Dienstagnachmittag haben die Eisbären erstmals wieder trainiert. Lediglich ein Akteur fehlte dabei. Er hatte – ebenso wie eine weitere Person aus dem Umfeld der Mannschaft – zwischenzeitlich den besagten positiven Corona-Text gehabt; beide Personen müssen daher die komplette Quarantänedauer von 14 Tagen einhalten. „Aber es geht beiden gut, sie sind ohne Symptome“, berichtet Nils Ruttmann.

Der Geschäftsführer der Eisbären ist gleich in doppelter Hinsicht erleichtert. Die zurückliegenden Tage hatten an den Nerven gezerrt, nicht nur bei Ruttmann. Jetzt aber ist ein Stück weit wieder Normalität eingekehrt am Amerikaring, dort, wo Geschäftsstelle und Trainingscenter des Bremerhavener Klubs angesiedelt sind. Nachdem zuletzt die Spiele in Trier und gegen Hagen hatten ausfallen müssen, können die Coaches Michael Mai und Allen Smith die Eisbären nun in fast kompletter Mannschaftsstärke und auch mit Unterstützung der Physiotherapeuten auf die kommenden Aufgaben vorbereiten.

Dabei kommt es den Verantwortlichen nach dem längeren Trainingsausfall durchaus entgegen, dass die Eisbären an diesem Wochenende laut Plan spielfrei haben. Die nächste Partie steht somit erst am Mittwoch kommender Woche mit dem Heimspiel gegen Jena an. Nach den geltenden Regularien der Liga ist es dabei zumutbar, dass die Eisbären Corona-bedingt auf einen Spieler verzichten müssen. Die Mindestanzahl einsatzfähiger Spieler sieht in diesen Fällen acht Akteure vor, der Eisbärenkader umfasst derweil aktuell noch elf gesunde Profis. Da man maximal vorsichtig sein müsse, sagt Nils Ruttmann, lasse man derzeit auch nur eben diese Kaderspieler am Trainingsbetrieb teilnehmen. Überdies werden von geschultem Personal täglich Coronaschnelltests vorgenommen. Und 48 Stunden vor dem Jena-Spiel wird das Team noch einmal komplett einer PCR-Testung unterzogen.

Am nächsten Mittwoch also kehren die Eisbären in den Spielbetrieb zurück. Schneller als zunächst befürchtet. Trotzdem wird es allmählich eng mit Blick auf den Spiel- und Zeitplan, eine Thematik, die auch bei den Ligaverantwortlichen um Geschäftsführer Christian Krings in diesen Tagen an Dynamik gewonnen hat. Am 10. April, so sieht es der Spielplan vor, soll die Hauptrunde abgeschlossen werden. Bis zu diesem 10. April müssen allein die Eisbären Bremerhaven noch 14 ihrer 28 Partien bestreiten, vier davon sind Nachholspiele. 14 Partien also in nur 46 Tagen, beginnend mit dem Spiel gegen Jena, das ist eine wahrlich sportliche Angelegenheit.

Weil das Coronavirus den Basketballbetrieb in der Pro A und auch in der drittklassigen Pro B immer wieder beeinträchtigt hat, haben Krings und Co. mit den Vereinen intensiv über die Auswirkungen der Pandemie diskutiert und nach möglichen Auswegen gesucht. Während für die Pro B bereits eine Verlängerung der Hauptrunde und eine Veränderung des Play-off-Modus beschlossen wurden, gibt es für die Pro A bis dato noch keine Änderungen. "Da die Pro-A-Hauptrunde noch deutlich länger läuft und hier somit noch kein besonderer Handlungsdruck besteht, haben sich die Pro-A-Vereine noch nicht auf konkrete Beschlüsse geeignet“, erklärte Geschäftsführer Krings. Dem Vernehmen nach ist eine Verlängerung der Hauptrunde um vier Wochen ein möglicher Ausweg, ein weiterer die Umrechnung der Tabelle nach einer Quotientenregel mit erzielten Punkten pro ausgetragenen Partien.

Verständigt haben sich die Verantwortlichen derweil darauf, dass es keine Absteiger geben wird. „Leider wurden sowohl in der Pro A als auch in der Pro B einzelne Vereine außergewöhnlich stark durch Corona-Erkrankungen und Quarantänen massiv im Spielbetrieb behindert„, erklärt Christian Krings. “Aufgrund dieser extremen Ungleichheit zwischen den Vereinen wurde der sportliche Abstieg ausgesetzt.“

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