Basketball

Eisbären gewinnen Nordduell

Starkes Debüt: Auch dank der Erfahrung ihres Neuzugangs Will Daniels gewinnen die Eisbären Bremerhaven das Nordduell gegen die Artland Dragons mit 103:99.
05.03.2021, 22:18
Lesedauer: 2 Min
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Eisbären gewinnen Nordduell
Von Frank Büter
Eisbären gewinnen Nordduell

Der Neuzugang in Aktion: Will Daniels fügte sich bei seiner Premiere im Eisbären-Dress gut ins Team ein. Er erzielte 17 Punkte und holte sieben Rebounds.

Sven Peter/Hansepixx

Die Eisbären bleiben im Geschäft: Im Kampf um die Play-off-Ränge in der 2. Bundesliga Pro A gelang den Basketballern aus Bremerhaven im Nordduell gegen die Artland Dragons aus Quakenbrück ein knapper und angesichts des strapaziösen Restprogramms mit noch elf Partien bis zum Hauptrundenabschluss am 10. April ungemein wichtiger 103:99 (49:51)-Erfolg. „Das war ein Mannschaftserfolg heute“, sagte Headcoach Michael Mai. Mit der Defensivleistung könne er nicht zufrieden sein, „aber wir haben den Ball gut laufen gelassen und offensiv gut gespielt“.

Für zwei Spieler war es ein ganz besonderer Abend im umgebauten Trainingscenter am Amerikaring. Zum einen für den früheren Bremerhavener Kapitän Adrian Breitlauch, der jetzt erstmals seit seinem Weggang im vergangenen Sommer zu den Artland Dragons an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrte. „Die haben hier das Trainingscenter wirklich sehr schön umgestaltet“, sagte Breitlauch über die neue Heimspielstätte der Eisbären, bei denen er die Jugend komplett durchlaufen und als Eigengewächs 2016 schließlich auch den Sprung ins Bundesligateam geschafft hatte. Im Herzen sei er immer noch ein Eisbär, sagte der frühere Publikumsliebling, er verfolge mit großem Interesse die Entwicklung seines Heimatklubs. „Bremerhaven hat wieder ein gutes Team zusammen, auch abseits des Courts“, sagte Breitlauch.

Ein gutes Team, dem nun auch Big Man William Daniels angehört. Der erst mit Transferschluss im Februar verpflichtete Neuzugang aus New York hatte nach Ablauf der häuslichen Einreise-Quarantäne in dieser Woche erstmals mit den Eisbären trainieren können und feierte nun gegen Quakenbrück sein Debüt. „Seine Vita verspricht sehr viel Qualität für die Pro A“, sagte Breitlauch über den mit reichlich Erfahrung gespickten 34-Jährigen, der unter anderem schon in der Euro League zum Einsatz kam. Jetzt also spielt Will Daniels für Bremerhaven – und er führte sich ordentlich ein in diesem Nordduell gegen Quakenbrück. 17 Punkte und sieben Rebounds standen für ihn beim Schlusspfiff auf dem Statistikbogen. „Will hat sich großartig eingefügt“, lobte Mai. „Man sieht seine Erfahrung. Er macht gute Sachen und hat gute Entscheidungen getroffen.“

Die Defensive habe am Ende den Ausschlag für einen wichtigen Teamerfolg gegeben, resümierte Will Daniels nach seiner geglückten Premiere. „Wir haben viele Fehler gemacht und hatten vor allem in der ersten Halbzeit einige Probleme – das können wir sicherlich besser.“

„Addi“ Breitlauch, für den am Ende fünf Punkte und drei Rebounds zu Buche standen, hatte sich „ein Duell auf Augenhöhe“ erhofft. Und das bekam er auch. Denn obwohl ersatzgeschwächt ohne Leon Okpara und Scharfschütze Chase Griffin angetreten, hielten die Drachen die Begegnung lange offen. Für die entscheidende Weichenstellung in einer ausgeglichenen und unterhaltsamen Partie mit vielen intensiven Körperaktionen unter beiden Körben sorgte Bremerhavens Spielmacher Trey Davis. Im dritten Drittel traf der Topscorer der Liga vier seiner sechs Dreier, erzielte hier 15 Punkte und hatte so maßgeblichen Anteil an einer 77:67-Führung.

Eisbären Bremerhaven: Braun (9), Pölking (1), Daniels (17), Kindzeka, Ugrai (12), Friederici (9), Heckel (7), Moore (20), Yebo (7), Davis (21), Möller (n.e.), Heiken (n.e.).

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