Norden bleibt Basketball-Hochburg 20 Nord-Derbys in der Bundesliga

Bremerhaven. Norddeutschland bleibt eine Basketball-Hochburg. Erneut spielt ein Quintett aus Niedersachsen und Bremen in der Bundesliga. Aufsteiger Göttingen ersetzt Rasta Vechta, das Team aus Braunschweig tritt unter einem neuen Namen an.
07.08.2014, 13:26
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Hannover. Gut acht Wochen vor dem Saisonstart in der Basketball-Bundesliga am 3. Oktober sind die Planungen bei vielen Klubs fast abgeschlossen. Der Norden ist mit fünf Clubs wieder stark vertreten, es gibt zahlreiche Derbys. Wir geben einen Überblick über den Stand der Vorbereitung:

EISBÄREN BREMERHAVEN: Mit sechs Neuzugängen will der Club endlich wieder im Kampf um die Playoff-Teilnahme ein Wort mitreden. Zuletzt kamen die Eisbären in der Saison 2010/11 unter die ersten Acht. Allen voran Routinier und Ex-Nationalspieler Sven Schultze, der von Vizemeister Alba Berlin nach Bremerhaven wechselte, soll der Mannschaft mit seiner Erfahrung helfen. "Gerade für unsere jüngeren Spieler wird Sven dank seiner hervorragenden Arbeitseinstellung ein echtes Vorbild sein", meinte Geschäftsführer Jan Rathjen. Gesucht wird noch ein neuer Flügelspieler. Schmerzlich sind dagegen die Abgänge von Philip Zwiener (Oldenburg) und Derrick Allen (Braunschweig).

BG GÖTTINGEN: Der frühere Europapokalsieger kehrt nach zwei Jahren zurück ins Oberhaus. Die Konkurrenz freut sich auf den Aufsteiger aus der Basketball-Stadt, wo gute Stimmung fast immer garantiert ist. Der niederländische Trainer Johan Roijakkers stellte zuletzt David Godbold als sechsten Akteur vor. Der 28 Jahre alte Amerikaner war vorige Saison die rechte Hand des Trainers und ein Schlüsselspieler. Als Zugänge stehen Dominik Bahiense de Mello (Oldenburg) und Rückkehrer Robert Kulawick (Braunschweig) fest. Die Fans hoffen, dass doch noch eine Einigung mit Marco Grimaldi erzielt wird. Der langjährige BG-Kapitän hat ein Vertragsangebot abgelehnt, die Tür ist aber noch nicht ganz zugeschlagen.

BASKETBALL LÖWEN BRAUNSCHWEIG: Unter einem neuen Namen starten die Braunschweiger am Montag in die Saisonvorbereitung. Nicht nur der bisherige Haupt- und Namenssponsor New Yorker hat sich zurückgezogen. Auch der langjährige Geschäftsführer Oliver Braun hat den Club verlassen. Trainer Raoul Korner übernahm das Amt des Sportdirektors. Ihm gelang es, Leistungsträger Kyle Visser für ein erneutes Jahr an die Löwen zu binden. Aaron Doornekamp konnte nicht gehalten werden. "Wir können uns nicht auf ein finanzielles Wettbieten mit anderen BBL-Klubs einlassen", erklärte Korner: "Ich bin sehr froh, dass wir bereits alle Deutschen unter Dach und Fach haben."

EWE BASKETS OLDENBURG: Der Playoff-Halbfinalist will mit erneuertem Kader einen Angriff auf den Meistertitel wagen. Fünf Profis, hauptsächlich Spieler aus der zweiten Reihe, verließen den Club. Lediglich der Abgang von Spielmacher Dru Joyce schmerzt. Mit der Verpflichtung von Tywain McKee (Kasan) soll die Lücke aber mehr als nur geschlossen werden. "McKee hat die Erfahrung auf höchstem europäischem Niveau, die wir für unser Team benötigen", sagte Geschäftsführer Hermann Schüller. Maurice Stuckey (Würzburg) und Philip Zwiener (Bremerhaven) sollen die Qualität im Kader erhöhen. Alle weiteren Leistungsträger wurden gehalten.

ARTLAND DRAGONS: Das Überraschungsteam der vergangenen Saison (Playoff-Halbfinale) will auch in der kommenden Spielzeit mit den Top-Teams mithalten. Mit der Verpflichtung von Nationalspieler Andreas Seiferth (Trier) kam neue Qualität hinzu. "In der vergangenen Saison war Andi einer der besten Center dieser Liga", meinte Dragons-Trainer Tyron McCoy. David McCray (Bonn), Dennis Horner (Bakersfield Jam) und Tim Schwarz (Karlsruhe) sollen den Kader in der Breite verstärken. Die Stützen der vergangenen Saison haben aber noch nicht alle ihren Verträge verlängert. Vor allem auf die Zusage von Brandon Thomas, Anthony King und Antonio Graves wartet man sehnsüchtig. (dpa/lni)

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