Eisbären Bremerhaven

Das Ende der Titelträume

Für die Eisbären Bremerhaven ist der Traum vom Titelgewinn beendet: Das Team von Michael Mai verlor gegen die Kirchheim Knights nach Verlängerung mit 94:100 und kann die Finalspiele nicht mehr erreichen.
29.04.2021, 16:34
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Das Ende der Titelträume
Von Frank Büter
Das Ende der Titelträume

Tragische Figur: Will Daniels (rechts) leitete mit einem unsportlichen Foul in der Verlängerung die Bremerhavener Niederlage ein.

Sven Peter/Hansepixx

Bremerhaven. Ausgerechnet in der heißen Play-off-Phase ist die 2. Basketball-Bundesliga Pro A erneut von einem erneuten Coronafall betroffen. Ein Teammitglied der Panthers Schwenningen, am Montag noch Gegner der Eisbären Bremerhaven, wurde am Dienstag dieser Woche positiv getestet. Beide noch ausstehenden Gruppenspiele der Schwarzwälder gegen Heidelberg und in Kirchheim wurden abgesetzt, Mannschaft und Trainerstab müssen sich nach einer Entscheidung des zuständigen Gesundheitsamtes bis zum 9. Mai in Quarantäne begeben.

Ob und wie die beiden Partien nachgeholt werden können, ist derweil unklar. Die Liga habe noch keine Entscheidung getroffen, teilte Svenja Bahlke, Managerin Sport der 2. Bundesliga, auf Anfrage des WESER-KURIER mit. Da die Spielordnung maximal eine Saisonverlängerung um eine Woche bis zum 16. Mai zulässt, könnte es indes auch sein, dass die Partien nicht mehr angesetzt werden und aus der Wertung fallen. Bei Punktgleichheit wäre dann analog zur Hauptrunde die Mannschaft mit geringerer Anzahl an durchgeführten Spielen besser platziert.

Die Nachricht vom Coronafall in Schwenningen hatte die Eisbären am Mittwochnachmittag erreicht. Die Sorge, womöglich selbst noch von einer Quarantäne betroffen zu sein, war dann aber unbegründet, schilderte Eisbären-Geschäftsführer Nils Ruttmann. Die Bremerhavener Partie am Donnerstagabend gegen Kirchheim konnte also wie geplant stattfinden. Ungeachtet der offenen Frage bezüglich der Neuansetzungen der Panthers-Spiele war die Ausgangssituation für die Eisbären derweil unverändert: Sie mussten liefern – aber sie lieferten nicht! Das Team um Coach Michael Mai verlor dieses nunmehr letzte Heimspiel der Saison nach Verlängerung mit 94:100 (84:84/46:44); die noch ausstehende Auswärtspartie am Sonntag in Heidelberg ist aus Bremerhavener Sicht damit nicht mehr von Bedeutung. Kirchheim wiederum benötigt unbedingt die Schützenhilfe der Eisbären Bremerhaven, da der Klub nur so noch Punktgleichheit bei gleicher Anzahl an Partien und damit ein Entscheidungsspiel um den Gruppensieg gegen Hildesheim erreichen kann. „Wir hatten es nicht verdient, dieses Spiel zu verlieren“, haderte Coach Mai mit einer kurz vor Ende der regulären Spielzeit unnötig vergebenen Drei-Punkte-Führung. „Das Spiel hätte niemals in die Verlängerung gehen dürfen – aber so läuft es manchmal. In der Overtime war Kirchheim dann die bessere Mannschaft.“

Eisbären Bremerhaven: Braun (3), Pölking (6), Daniels (15), Kindzeka, Heiken, Hoppe, Ugrai (20), Friederici, Heckel (11), Moore (19), Yebo, Davis (20)

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