Basketball-Pro A

Novum im Käfig der Eisbären Bremerhaven

Beim 99:66 des Basketball-Zweitligisten über Ehingen sind erstmals alle elf Spieler an der Punktausbeute beteiligt. Wieder einmal kommt die Mannschaft von Trainer Michael Mai aber nur schwer in Gang.
22.03.2021, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye
Novum im Käfig der Eisbären Bremerhaven

Der Gegner greift ins Leere: Eisbär William Daniels behauptet den Ball und steuert am Ende zwölf Punkte zum ungefährdeten 99:66 der Bremerhavener über Ehingen bei.

Sven Peter/Hansepixx

Man wusste nicht genau, was im Team Ehingen Urspring auf die Eisbären Bremerhaven zukommen würde. Die jüngste Mannschaft der Spielklasse, angereist als 14. der Basketball-Liga Pro A, hatte zuletzt ja ein paar gute Ergebnisse eingefahren. Am Ende entledigte sich der Gastgeber seiner Pflichtaufgabe angesichts des 99:66 (49:35)-Heimsiegs aber souverän. Allerdings hatte Eisbären-Coach Michael Mai durchaus noch die ein oder andere Nachlässigkeit bemerkt. Seine Forderung: „Wir müssen daran arbeiten, das Spiel mit dem richtigen Fokus und der richtigen Einstellung zu beginnen.“

Der Trainer spielte damit an auf eine Anfangsphase, die ganz und gar nicht den Schluss auf ein deutliches Endergebnis zugelassen hatte. Der Gast aus Baden-Württemberg war ausgesprochen engagiert angetreten und hatte den Eisbären das Leben mit hohem Tempo und einer Ganzfeld-Verteidigung schwer gemacht. So sollte es fast zwei Minuten dauern, ehe Bremerhavens Kapitän Maximilian Ugrai per Dreier für die ersten Punkte des Gastgebers sorgte. Doch obwohl dem Team von Michael Mai nur wenig später die erste Führung gelang, blieb es bis zum Schluss des Start-Viertels einigermaßen offen. Es war nach wie vor die Dynamik des Team Ehingen, die für ein weitgehend ausgeglichenes Geschehen sorgte. Immerhin deutete das 27:20 nach dem ersten Viertel aber an, dass die Eisbären am Ende über die größere Qualität verfügen könnten.

Der positive Trend setzte sich fort, weil der Gastgeber im Verlauf des zweiten Viertels seine körperlichen Vorteile mehr und mehr ausspielte und die Aktionen unterm Korb nun dominierte. Ein hartes Stück Arbeit hatten die Eisbären allerdings immer noch zu absolvieren, sorgten viele kleine Fouls auf beiden Seiten doch in dieser Phase für ein sehr zerfahrenes Spiel. Es galt nun, den Überblick zu behalten. Allerdings wurde die Hoffnung auf einen klaren Heimsieg angesichts des Halbzeitstands (49:35) einmal mehr genährt. Indem sie nach der Pause ausgesprochen konzentriert antraten und sich viele einfache Punkte sicherten, setzten sich die Gastgeber im dritten Spielabschnitt (23:12) noch weiter ab.

„Wir haben uns im Laufe des Spiels vor allem dank unserer hervorragenden Defensivarbeit in die Spur zurück gekämpft und Ehingen das Leben schwer gemacht“, kommentierte Michael Mai den wohl entscheidenden Abschnitt des Duells. Mit einer 72:47-Führung war es in das letzte Viertel gegangen. Nun galt es nur noch, den Vorsprung zu halten. Und es war an der Zeit für das ein oder andere „Experiment“. So feierte Youngster Menno Möller nach längerer Pause ein Comeback und trug sich dabei mit einem erfolgreichen Dreier in die Statistik ein. Daneben absolvierte Eisbären-Talent Johannes Heiken sogar seine ersten Minuten in der Pro A, erzielte mit der Schlusssirene gleich seine ersten Punkte. Am Ende hatte sogar jeder der elf Akteure im Eisbären-Kader getroffen, und das war ein gutes Zeichen für Mai: „Ich freue mich besonders darüber, dass heute jeder eingesetzte Spieler gepunktet hat und wir trotz vieler Wechsel unser Intensitäts-Level zu jeder Zeit hochhalten konnten.“

Sein Team kletterte auf den vierten Rang der Liga, steht nun aber sehr wahrscheinlich vor einer deutlich größeren Herausforderung: Am kommenden Donnerstag treten die Eisbären auswärts bei MLP Academics Heidelberg an. Der Tabellenzweite zählt zu den direkten Konkurrenten um einen Play-off-Platz.

Eisbären Bremerhaven: Davis (19), Ugrai (17), Friederici (12), Daniels (12), Hoppe (9), Moore (8), Pölking (7), Kindzeka (5), Heckel (5), Möller (3), Heiken (2).

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