Fußball Bassum bestraft Heiligenfelder Blackout

Eine Hälfte lang hat der SV Heiligenfelde alles im Griff gegen den TSV Bassum, macht aus seinen Chancen aber zu wenig und wird dafür bestraft. Die Partie wird mit deutlicher Verspätung angepfiffen.
18.08.2019, 20:59
Lesedauer: 2 Min
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Von Thorin Mentrup

Der SV Heiligenfelde hat in der Fußball-Bezirksliga erstmals Federn gelassen. Vom TSV Bassum trennte er sich am Sonntagnachmittag mit 1:1 (1:0). Mit dem Punkt zeigten sich am Ende beide Trainer nicht unzufrieden, nachdem das Spiel mit fast einer Stunde Verspätung angepfiffen worden war.

Diesen Anpfiff nahm nicht, wie vorgesehen, Wilken Bargemann vor, sondern Janik Bartz, der wie Arne Toepsch als Linienrichter fungieren sollte. Das Gespann war bei Neubruchhausen jedoch in einen Unfall geraten. Der Fußballkreis-Vorsitzende Andreas Henze zeigte sich hilfsbereit, nach einiger Beratungszeit entschieden beide Teams dann, die beiden Linienrichter abzuholen. So kam Bartz zu seinem ersten Bezirksliga-Einsatz an der Pfeife. „Eigentlich pfeife ich sonst Kreisliga“, verriet er nach der Partie. Er selbst war eigentlich kurzerhand als Linienrichter eingesprungen. Vom Tempo der Begegnung zeigte er sich beeindruckt: „Das ist schon ein bisschen schneller.“

Und was geschah sportlich nach dem langen Warmmachen? Heiligenfelde dominierte die erste Hälfte. „Da konnten wir froh sein, dass wir nur ein Tor kassiert haben“, gab Bassums Trainer Torsten Klein ehrlich zu, während sich sein Heiligenfelder Pendant Torben Budelmann darüber ärgerte, dass sein Team eben nur den Treffer durch Gianluca Nolte erzielt hatte. Der Angreifer traf nach einem schnellen Spielzug und einer Vorarbeit von Roman Obst gegen die Laufrichtung Dominik Overmeyers (29.). „Ein tolles Tor“, wie Budelmann feststellte. Aber auch das einzige – und das war aus Heiligenfelder Sicht definitiv zu wenig. „Wir hätten das Spiel in der ersten Halbzeit entscheiden können“, sagte der Trainer mit Blick auf die vielen Standardsituationen, die seine Elf hatte. Nach Ecken und Freistößen wurde es regelmäßig gefährlich, Tristan Godesberg etwa wuchtete eine Hereingabe Tobias Dickmanns an die Latte (6.) und scheiterte auch nach einem Freistoß nur ganz knapp (20.). Durch Björn Isensee (27.) und Gianluca Nolte (38.) kamen die Gäste aber auch aus dem Spiel heraus zu gefährlichen Abschlusssituationen. Heiligenfelde wirkte leichtfüßiger, auch taktisch cleverer als die Gastgeber, die sich den Stil des SVH aufzwingen ließen. Für Bassum verbuchten Ole Scharf (21.) und Alexander Pestkowski (45.) halbwegs gute Kopfballchancen, ohne so gefährlich zu werden wie die Gäste.

Heiligenfelde wollte nach der Pause den Vorsprung verwalten, „ein bisschen zu sehr“, wie Budelmann fand und wie das Gegentor belegte: Frank Weseloh verlor den Ball im Aufbau an den bissigen Florian Fröhlich, der nur noch querlegen musste, um Oliver Meyer, dem ehemaligen Heiligenfelder, den Ausgleich zu ermöglichen. „Wir haben es taktisch auch nicht mehr so gut gemacht“, erkannte Budelmann, dass bei seiner Elf danach nur noch wenig zusammenlief. Dennoch hätte Janek Piontek kurz vor Schluss treffen können, wenn nicht Patrik Remmert und Jan-Ole Weber noch in seinen Abschluss gegrätscht wären (88.). Es wäre ein echter Lucky Punch gewesen, denn viel hatte sich nach der Pause nicht mehr in den Strafräumen getan. Die Bassumer kämpften nun auf Augenhöhe. „Wir haben uns reingearbeitet“, fand Klein, der mit dem Punkt gut leben konnte. Dasselbe sagte auch Budelmann, auch wenn er der einen oder anderen Gelegenheit nachgetrauert haben dürfte.

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