5:0-Sieg mit viel Spielfreude

Bayern überragen gegen Pilsen

München. Angetrieben von Spaßfußballer Franck Ribéry stürmt Bayern München unaufhaltsam dem Achtelfinale der Champions League entgegen. Für den Titelverteidiger war Viktoria Pilsen beim 5:0 (2:0) nicht mehr als ein Spielball.
24.10.2013, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von CHRISTIAN KUNZUND KLAUS BERGMANN

Angetrieben von Spaßfußballer Franck Ribéry stürmt Bayern München unaufhaltsam dem Achtelfinale der Champions League entgegen. Für den Titelverteidiger war Viktoria Pilsen beim 5:0 (2:0) nicht mehr als ein Spielball. Überragender Mann beim dritten Sieg im dritten Gruppenspiel war am Mittwochabend wieder einmal Ribéry – nicht nur wegen seiner beiden Treffer in der 25. Minute per Elfmeter und in der 61. Minute nach tollem Sololauf.

Europas Fußaller des Jahres wurde bei seiner Auswechselung in der 67. Minute von den 68000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena nach seiner Weltklasse-Vorstellung mit Sprechchören gefeiert. Die weiteren Treffer gegen einen hoffnungslos überforderten Gegner markierten David Alaba (37.), Bastian Schweinsteiger (64.) und Mario Götze (90.+1) mit seinem ersten Pflichtspieltor für die Bayern.

Schon in zwei Wochen kann der Triple-Gewinner aus München im Rückspiel beim tschechischen Meister den Einzug in die K.o.-Runde perfekt machen. Nach der Hälfte der Gruppenspiele führen die Bayern die Gruppe D mit 9 Punkten vor Manchester City (6) an.

Bereits nach wenigen Minuten stellte sich in München niemand mehr die Frage, wer gewinnen würde, sondern nur noch die Frage, wie hoch. Die Bayern machten mit Viktoria, was sie wollten – nur mit dem Toreschießen ließen sie sich Zeit. Chancen hatten sie beinahe im Minutentakt. Die Bayern spielten sich die Bälle nach Belieben zu. Der wieder genesende Ribéry spielte auf der linken Seite seine bemitleidenswerten Gegenspieler schwindelig.

Die beste der zahlreichen Möglichkeiten in der Anfangsphase hatte Arjen Robben (6.), als er nur knapp das Tor aus kurzer Entfernung verfehlt. Beim Führungstreffer spielte der Niederländer eine Hauptrolle, als er bei einem Dribbling durch ein Foul von Hubnik im Strafraum gestoppt wurde.

Auch nach dem Führungstreffer war kein Aufbäumen der Pilsener zu spüren. Die neuformierte Bayern-Deckung, in der nach der Sperre von Jerome Boateng und Dantes Verletzung Diego Contento und Daniel van Buyten die Innenverteidigung bildeten, wurde so gut wie gar nicht gefordert. Torwart Manuel Neuer verbrachte in seinem 50. Champions-League-Spiel einen ruhigen Abend. Sein Gegenüber Matus Kozacik war hingegen der Einzige, der sich der bayerischen Übermacht entgegenstemmte. Trotz anfänglicher Probleme war der Slowake bester Mann seines Teams.

Bayern München: Neuer - Rafinha, van Buyten, Contento, Alaba - Lahm (63. Götze) - Robben, Kroos, Schweinsteiger, Ribéry (67. Müller) - Mandzukic (71. Pizarro)

Viktoria Pilsen: Kozacik - Reznik, Cisovsky, Hubnik, Limbersky (75. Kovarik) - Prochazka, Horvath (63. Duris) - Rajtoral, Horava, Petrzela (86. Tecl) - Kolar

Schiedsrichter: Kelly (Irland)

Zuschauer: 68000 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Ribéry (25./Foulelfmeter), 2:0 Alaba (37.), 3:0 Ribéry (61.), 4:0 Schweinsteiger (64.), 5:0 Götze (90.+1)

Gelbe Karten: - / Hubnik, Kozacik, Limbersky

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