Fußball-Bezirksliga: TuS Heidkrug zeigt dem VfL Stenum beim 5:0-Erfolg nach der Pause klar die Grenzen auf Beeindruckend, clever und souverän

Stenum·Delmenhorst. Sie tanzten und hüpften im Mittelkreis, als hätten sie soeben die Meisterschaft gewonnen. Doch so weit ist der TuS Heidkrug in der Fußball-Bezirksliga noch nicht. Aber die Delmenhorster entschieden das Nachbarderby beim VfL Stenum mit 5:0 (0:0) für sich, traten in den zweiten 45 Minuten im Stile eines Meisters auf und durften sich zudem über den Punktverlust von Tabellenführer VfB Oldenburg II freuen, der sich mit einem 2:2 beim TV Jahn begnügen musste (siehe untenstehenden Bericht).
23.04.2010, 01:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Oliver Meibohm

Stenum·Delmenhorst. Sie tanzten und hüpften im Mittelkreis, als hätten sie soeben die Meisterschaft gewonnen. Doch so weit ist der TuS Heidkrug in der Fußball-Bezirksliga noch nicht. Aber die Delmenhorster entschieden das Nachbarderby beim VfL Stenum mit 5:0 (0:0) für sich, traten in den zweiten 45 Minuten im Stile eines Meisters auf und durften sich zudem über den Punktverlust von Tabellenführer VfB Oldenburg II freuen, der sich mit einem 2:2 beim TV Jahn begnügen musste (siehe untenstehenden Bericht).

'Wir haben den Stenumern nach der Pause klar ihre Grenzen aufgezeigt', sagte TuS-Trainer Detlev Garmhausen, der mit seinem Team in der Hinrunde noch ein 1:2 beklagt hatte. Vor allem die Art und Weise, wie die Heidkruger ihren Nachbarrivalen an die Wand spielten, beeindruckte. 'Wir haben clever unsere Lücken genutzt, schöne Spielzüge gezeigt und klasse Tore geschossen', war Garmhausen begeistert.

'Eine gute Reaktion gezeigt'

Dabei bekamen die gut 250 Zuschauer auf dem Stenumer Flutlichtplatz zwei völlig verschiedene Halbzeiten zu sehen. Im ersten Durchgang war die Partie noch total offen, auch wenn große Chancen Mangelware blieben, weil sich beide Mannschaften praktisch neutralisierten. 'Vor der Pause haben meine Spieler eine gute Reaktion auf die schwache Obenstrohe-Partie gezeigt', war auch Stenums Trainer Uwe Hammes noch zufrieden. Doch das, was er im zweiten Abschnitt geboten bekam, verschlug ihm fast die Sprache. 'Nach dem 0:2 sind wir völlig auseinander gebrochen und hatten Wackelpudding in den Beinen. So darf man sich auch gegen einen starken Gegner nicht abschießen lassen.'

In der von Schiedsrichter Michael Ackermann (SV Friedrichsfehn) souverän geleiteten Partie warf das 0:1 durch Darius Azadzoy, der mit einem 20-Meter-Aufsetzer erfolgreich war (53.), die Gastgeber völlig aus der Bahn. Von nun an spielte und zauberte nur noch der TuS Heidkrug, der im Mittelfeld fast jeden Ball eroberte und durch schnelles Umschalten die VfL-Abwehr immer wieder vor große Probleme stellte. Dem zweiten TuS-Treffer durch Patrick Klenke (67.) folgte dann der große Auftritt der beiden Heidkruger Routiniers: Christian Goritz war nur 240 Sekunden nach seiner Einwechselung zur Stelle und hatte keine Mühe, einen Querpass von Ralf Faulhaber einzunetzen (76.). Zwei Minuten später schlug der TuS-Kapitän selber zu, als 'Schoko' Faulhaber einen Abpraller unhaltbar versenkte. Den Schlusspunkt zum 5:0 setzte wiederum Goritz, der VfL-Torhüter Marco Scheffler mit einem Schuss aus der Drehung keine Chance ließ (87.).

Die letzten drei Treffer erzielten die Delmenhorster in Überzahl, weil Stenums Libero Jörn Poppe nach 72 Minuten die Ampelkarte sah und vorzeitig unter die Dusche musste. 'Das haben wir wirklich sehr clever gemacht', sprach Garmhausen seiner kompletten Mannschaft ein großes Lob aus. Bezeichnend für die drückende Überlegenheit der Gäste war auch, dass TuS-Schlussmann David Lohmann nur Routinearbeit verrichten musste und erst kurz vor dem Abpfiff wirklich ernsthaft geprüft wurde. 'Jetzt müssen wir unsere sechs Endspiele alle gewinnen, dann können wir Meister werden', strahlte Garmhausen.

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