Kommentar zur Handball-WM Bekenntnis zum Sport

Die Handball-WM hat gezeigt, wie der Sport Menschen zusammenbringen kann, meint Mathias Sonnenberg. Er wünscht sich mehr Mut in der Politik, Sport-Großereignisse nach Deutschland zu holen.
27.01.2019, 22:14
Lesedauer: 1 Min
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Bekenntnis zum Sport
Von Mathias Sonnenberg

Niemand wird bezweifeln, dass die Handball-Weltmeisterschaft ein Erfolg war. Über 850.000 Zuschauer pilgerten in die Arenen in Deutschland und Dänemark, die TV-Sender ARD und ZDF holten mit ihren Live-Übertragungen Top-Quoten. Dass es für das deutsche Team nicht für den WM-Titel reichte, ist zu verschmerzen. Denn erstens waren die Norweger im Halbfinale einfach besser. Und zweitens haben die Handballer trotzdem beste Eigenwerbung für ihren Sport betrieben.

Dieses Turnier hat gezeigt, wozu womöglich nur der Sport fähig ist: Eine Begeisterung im Land zu entfachen, der sich nur wenige entziehen können. Handball war plötzlich Gesprächsthema und diktierte für viele den Tagesablauf. Das war ansatzweise auch bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Berlin im vergangenen Sommer so. Sport als Motor einer bundesweiten Begeisterung, das muss die Frage zulassen: Warum investiert die deutsche Politik eigentlich nicht mehr Geld in den Sport?

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Vor zwei Jahren stimmten die Hamburger in einem Volksentscheid knapp gegen eine Olympia-Bewerbung 2024. Zu groß waren die berechtigten Sorgen über die Finanzierung. Aber zur Wahrheit gehört auch, dass dieses Großprojekt nie die echte Unterstützung der Politik hatte. Olympia war nicht gewollt. Das Ruhrgebiet wagt jetzt einen neuen Versuch und prüft die Bewerbung für 2032. Wer 2006 bei der Fußball-WM erlebt hat, was für ein Sog solch ein Ereignis entwickeln kann, wird die Pläne für Rhein-Ruhr unterstützen. Denn die Planer setzen auf Olympische Spiele abgespeckten Ausmaßes. 60 Jahre nach den letzten deutschen Spielen in München wäre es mal wieder Zeit. Die Handball-WM hat gezeigt, was der Sport alles möglich machen kann.

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