Jan Fitschen trifft als Ottersberger Coach zum ersten Mal auf seinen Ex-Verein aus Rotenburg Besondere Begegnungen

Ottersberg. Das Wümme-Derby steht an. Der TSV Ottersberg empfängt am Sonnabend (Anpfiff um 15 Uhr) den Rotenburger SV.
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Von Florian Cordes

Ottersberg. Das Wümme-Derby steht an. Der TSV Ottersberg empfängt am Sonnabend (Anpfiff um 15 Uhr) den Rotenburger SV. Die Vergleiche zwischen den beiden Fußball-Landesligisten sind stets interessant. Dieses Mal sogar noch ein bisschen mehr. Denn mit Jan Fitschen sitzt in dieser Saison ein Trainer auf der Ottersberger Bank, der in der vergangenen Saison noch ein paar Kilometer wümmeaufwärts – beim RSV – als Coach tätig war. Und dann gibt es da noch viele Spieler, die bereits das Trikot beider Vereine getragen haben.

Jan Fitschen scheint kein Mann der großen Emotionen zu sein. Zumindest sagt er vor dem Treffen mit seinem Ex-Klub, dass die Partie für ihn keine besondere sei. Viel mehr sei es ein Spiel wie jedes andere auch. Fitschen liegt damit sicherlich richtig: Schließlich geht es für den TSV Ottersberg auch gegen den Nachbarn aus Rotenburg nur um drei Punkte. Aber dennoch: Es gibt nun einmal mehr Verbindungen zwischen den Fußballern aus Ottersberg und Rotenburg als allein die Wümme. „Natürlich habe ich eine lange Zeit in Rotenburg verbracht. Aber so besonders ist das Spiel wirklich nicht“, sagt Fitschen. „Und natürlich freue ich mich auch darauf, die ganzen Leute von damals zu treffen.“

Der jetzige Ottersberger Trainer hat mit dem RSV wahrlich viel erlebt: Nachdem er in der Saison 2013/2014 selbst noch für die Rotenburger – damals noch in der Oberliga Niedersachsen – aufgelaufen war, übernahm er im Sommer 2014 das Traineramt. Sein erstes Jahr als RSV-Coach war kein gutes: Denn die Rotenburger stiegen aus der Beletage des niedersächsischen Fußballs ab, gemeinsam mit dem TSV Ottersberg. In der vergangenen Landesliga-Saison erreichte Fitschen mit dem Rotenburger SV Platz vier. Es folgte der Wechsel nach Ottersberg. Fitschen löste dort Torsten Just ab.

Während Fitschen mit seiner neuen Mannschaft bislang eine ordentliche Saison spielt – mit 16 Punkten steht der TSV auf Rang neun –, will es beim RSV noch nicht rund laufen. Das Team von Fitschens Nachfolger Matthias Rose belegt derzeit den ersten Abstiegsplatz. Zuletzt rettete Routinier Tim Ebersbach mit einem Doppelpack gegen den Tabellenvorletzten SG Stinstedt dem Wümme-Team zumindest noch einen Punkt. Und auch personell griff Rose zuletzt hart durch. So schickte er Jannis Oberbörsch, der in der Vorsaison noch am Etelser Schlosspark kickte, fürs Erste in die zweite Mannschaft. Der Stürmer markierte für die Reserve im Bezirksligaspiel gegen den MTV Riede prompt einen Fünferpack. „Ich interessiere mich schon, was in Rotenburg läuft“, sagt Fitschen. „Ich bin aber der falsche Ansprechpartner, um die sportliche Situation dort zu beurteilen.“ Nur so viel: „Der Tabellenplatz spiegelt nicht das Leistungsvermögen des Teams wider. Der RSV hat viel Qualität. Das wird für uns ein echter Gradmesser.“ Daher sieht er seine Elf am Sonnabend auch nicht in der Favoritenrolle.

Das Spiel ist jedoch nicht nur für Jan Fitschen eine Begegnung mit der Vergangenheit. Einigen Spieler auf beiden Seiten geht es da genauso. Da sind bei den Gastgebern zum Beispiel Christoph Drewes und Lars Hamelmann. Beide trugen vor dieser Spielzeit noch das rote Trikot des RSV. Auf der anderen Seiten stehen die Zwillingsbrüder Patrick und Mirko Peter. Die beiden 27-Jährigen machten einst mit dem TSV Ottersberg alle Höhen und Tiefen in der Oberliga durch. Es wird am Sonnabend somit zu einem großen Wiedersehen kommen. Allerdings ist der Ottersberger Kader aktuell noch mit einigen Fragezeichen versehen. „Uns hat die Grippewelle erwischt“, sagt Jan Fitschen. „Ich hoffe, dass sich bis zum Spiel die angeschlagenen Spieler noch berappeln.“ Hoffnungen macht sich der TSV-Trainer auch auf die drei Punkte. „Ich hätte sicherlich nichts dagegen, wenn die Begegnung so endet wie unser letztes Heimspiel gegen Verden“, meint Fitschen. Vor zwei Wochen besiegte Ottersberg die Reiterstädter mit 4:2. „Allerdings kann der Spielverlauf ruhig anders sein“, sagt Fitschen schmunzelnd. Denn der TSV musste gegen den FCV einen 0:2-Rückstand aufholen.

„Der Spielverlauf kann ruhig anders als gegen Verden sein.“ Ottersbergs Coach Jan Fitschen
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