Handball-Landesliga

Besser ein Punkt als keiner

Die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg kommt nicht über ein Remis gegen Schüttorf hinaus. Doch dieser Punkt könnte sich noch als wertvoll erweisen.
28.01.2019, 18:12
Lesedauer: 2 Min
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Von Rolf Behrens

Bookholzberg. Aus dem angestrebten doppelten Punktgewinn, den sich die Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg im ersten Heimspiel des Jahres 2019 so sehnlichst erhofft hatten, ist nichts geworden: Im Duell gegen den Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt der Landesliga Weser-Ems, dem FC Schüttorf 09, reichte es am Ende nur zu einem 24:24 (12:12)-Unentschieden.

Das Rennen um den Klassenerhalt ist unheimlich eng, sodass jeder Punktgewinn zählt. Umso schmerzvoller ist es für die HSG, dass sie in eigener Halle gegen ein ebenfalls gefährdetes Team nicht gewann. Beiden Mannschaften merkte man jedoch die lange spielfreie Handballzeit an. Gerade im Angriffsverhalten gab es noch etliche Ungereimtheiten, die zu technischen Fehlern und Fehlwürfen führten. Es lief – wie man so schön sagt – noch nicht rund. Dazu kam bei den Gastgebern, dass der Innenblock der Abwehr nicht kompakt stand. Hier hatte die HSG in vielen Eins-gegen-eins-Situationen das Nachsehen und kassierte dadurch etliche Gegentreffer.

Marcel Biedermann brachte die Heimsieben zwar mit einem verwandelten Siebenmeter mit 1:0 in Front, doch wenig später führten die Gäste bereits mit 3:1. Auch aus dem anschließenden 3:3 schlugen die Bookholzberger kein Kapital, denn beim 3:6 beziehungsweise 4:7 lag Schüttorf erneut vorn. Doch die Gastgeber erkämpften sich weitere Tore: Norman Lachs glich zum 7:7 aus, Marvin Auffahrt erzielte das 8:8 und nach dem 8:10 traf Norman Lachs zum 10:10. Marcel Biedermann versenkte den Ball zum 12:12-Halbzeitstand.

In der Pause sprach HSG-Coach Andreas Müller die Dinge an, die verbessert werden mussten – effektiveres Handeln im Angriff und hinten eine stabilere Abwehr. Davon wurde in den ersten zehn Minuten der zweiten Spielhälfte allerdings nichts umgesetzt. Im Gegenteil, die Gäste waren beim 18:12 nach 39 Minuten auf dem Weg zum Sieg. Auch beim Stand von 15:21 (44.) sah es recht düster für die Müller-Schützlinge aus. Doch die Gastgeber bewiesen Moral. Und eine Umstellung in der Abwehr fruchtete. Carsten Jüchter wurde nach vorn in die 5:1-Deckung beordert, um den Rhythmus der Gäste zu stören. Damit hatten die Emsländer sichtliche Probleme, sie kamen nur noch selten zu aussichtsreichen Tormöglichkeiten.

Die Gastgeber dagegen agierten jetzt erfolgreicher: Marvin Auffarth und Carsten Jüchter trafen zum 17:21, Nico Hennemann, Norman Lachs und erneut Carsten Jüchter erzielten die Treffer zum 20:21. Schüttorf zog zwar mit 23:20 und 24:21 (55.) noch einmal weg, doch damit war die Partie noch nicht entschieden. Yannic Lau brachte seine HSG mit zwei Toren auf 23:24 heran. Im nächsten Angriff – 75 Sekunden vor dem Schlusspfiff – glich Julian Stolz zum umjubelten 24:24-Unetschieden aus. Danach schaffte es die HSG-Abwehr, keinen weiteren Treffer mehr zu kassieren. „Wir wissen, woran wir gescheitert sind. Das werden wir aufarbeiten. Ein Punkt ist besser als keiner und in der Liga ist jeder Zähler wichtig“, bilanzierte HSG-Trainer Andreas Müller nach der Partie.

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