Heiligenfeldes Fußball-Frauen untermauern mit dem 3:1-Sieg in der Landesliga-Relegation ihre Aufstiegschancen

Beste Aussichten

Heiligenfelde. Die Frauen des SV Heiligenfelde haben im ersten Spiel der Relegationsrunde um den Aufstieg in die Fußball-Landesliga Hannover ein dickes Ausrufezeichen gesetzt und ihre Ansprüche auf den freien Platz unterstrichen. Mit 3:1 (1:1) triumphierte die Elf von Trainer Kim Neubert beim SC Hemmingen-Westerfeld und hat sich damit eine ideale Ausgangsposition vor dem entscheidenden Heimspiel gegen den TSV Havelse II (3.
29.05.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Lars Lucke

Die Frauen des SV Heiligenfelde haben im ersten Spiel der Relegationsrunde um den Aufstieg in die Fußball-Landesliga Hannover ein dickes Ausrufezeichen gesetzt und ihre Ansprüche auf den freien Platz unterstrichen. Mit 3:1 (1:1) triumphierte die Elf von Trainer Kim Neubert beim SC Hemmingen-Westerfeld und hat sich damit eine ideale Ausgangsposition vor dem entscheidenden Heimspiel gegen den TSV Havelse II (3. Juni ab 19.30 Uhr) verschafft.

Davor lag allerdings ein hartes Stück Arbeit gegen einen bärenstarken Gegner, der den Gästen bis zum Schluss alles abverlangte. Heiligenfelde eröffnete die Partie mit der ersten Torchance: Tanita Häfker war nach zwei Minuten steil geschickt worden, konnte SC-Schlussfrau Vanessa Fünfstück jedoch nicht bezwingen. Danach übernahmen die Gastgeberinnen das Zepter und bekamen im Gegenzug nach einem Foul von Jana Helms einen Freistoß zugesprochen. Der segelte von der linken Seite in den Strafraum, Charlotte Gerloff stieg am höchsten und köpfte das Spielgerät in die Maschen (3.). Sehr zur Freude der rund 250 Zuschauer, die am Spielfeldrand für reichlich Alarm sorgten. Anfangs noch erkennbar nervös, fanden die Gäste nach und nach über den Kampf ins Spiel. „Das ging volle Pulle hin und her“, sagte Kim Neubert nach dem Abpfiff sichtlich aufgewühlt, „schon im Mittelfeld haben sich beide Mannschaften beharkt, anspruchsvolles Aufbauspiel war da gar nicht möglich.“ Lange Bälle galten deshalb beim SVH als probates Mittel, nicht zuletzt wegen der beiden Hochgeschwindigkeits-Spitzen Tanita Häfker und Anika Wilms.

Verletzte Torschützin

Wilms war es auch, die bereits in der 9. Minute den schnellen Ausgleich markierte. Zum Schrecken ihres Teams verletzte sich die Torschützin vom Dienst aber ein paar Minuten später am Knie und musste noch in der ersten Halbzeit durch Marielle Kruse ersetzt werden. In der zweiten Hälfte blieb Hemmingen die dominantere Elf, setzte Heiligenfelde massiv unter Druck und versuchte es immer wieder mit Distanzschüssen. Doch Carolin Jordan im Gäste-Tor hatte den berühmten Sahnetag erwischt und brachte die Gegnerinnen mit ihren Paraden zur Verzweiflung. Sandra Gerlach beispielsweise hatte bereits den Torschrei auf den Lippen, doch ihren knallharten 18-Meter-Schuss lenkte Jordan nach spektakulärer Flugeinlage noch mit den Fingerspitzen über den Querbalken.

20 Minuten vor Schluss folgte dann der große Auftritt von Marielle Kruse: Nach einem Konter setzte sich die Stürmerin elegant im Strafraum durch und schob die Kugel eiskalt zum 2:1 in die Maschen (71.). In der Folge warf Hemmingen noch einmal alles nach vorne und lief kurz vor dem Schlusspfiff in einen Konter. Tanita Häfker war nach einem langen Ball nicht aufzuhalten und legte das Leder souverän an der gegnerischen Torfrau Vanessa Fünfstück vorbei zum 3:1 ins Netz (90.+3).

„Da waren elf Mädchen auf dem Platz, die das Spiel – egal wie – unbedingt gewinnen wollten“, fasste Kim Neubert den Auftritt seiner Elf fast schon gerührt zusammen. „Jetzt haben wir einen Sieg in der Tasche und ein Heimspiel – es könnte schlechter aussehen.“ Was als vermeintliche Bonusrunde begonnen hat, könnte also tatsächlich der Durchmarsch des Bezirksliga-Aufsteigers in die Landesliga Hannover werden – die Entscheidung folgt am Mittwoch.

SC Hemmingen-Westerfeld - SV Heiligenfelde 1:3 (1:1)

SV Heiligenfelde: Jordan – Hickmann, Obst, Brunken, Lüdecke (84. Wätje), Schmidt, Köitsch, Helms, Wilms (30. Kruse), Häfker, Rathkamp.

Tore: 1:0 Charlotte Gerloff (3.), 1:1 Anika Wilms (9.), 1:2 Marielle Kruse (71.), 1:3 Tanita Häfker (90. + 3). (lal)

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