Nachgefragt: Kapitän Stephan Asche traut Kreisliga-Herbstmeister TSV Ganderkesee den Sprung nach oben zu "Bezirksliga? Das wäre ein Höhepunkt"

Stephan Asche hält den Fußballern des TSV Ganderkesee bereits seit 2005 die Treue. Der Kapitän erlebte vor knapp drei Jahren den Abstieg aus der Bezirksliga mit. Zurzeit läuft es für den 35-Jährigen aber wieder richtig gut: Ganderkesee feierte in der Kreisliga die Herbstmeisterschaft und weist gegenüber Verfolger TuS Heidkrug II bei einem Spiel weniger drei Punkte Vorsprung auf. Von einer Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft will Stephan Asche aber noch nichts wissen, wie er in einem Gespräch mit unserem Redakteur Oliver Meibohm verriet.
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Stephan Asche hält den Fußballern des TSV Ganderkesee bereits seit 2005 die Treue. Der Kapitän erlebte vor knapp drei Jahren den Abstieg aus der Bezirksliga mit. Zurzeit läuft es für den 35-Jährigen aber wieder richtig gut: Ganderkesee feierte in der Kreisliga die Herbstmeisterschaft und weist gegenüber Verfolger TuS Heidkrug II bei einem Spiel weniger drei Punkte Vorsprung auf. Von einer Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft will Stephan Asche aber noch nichts wissen, wie er in einem Gespräch mit unserem Redakteur Oliver Meibohm verriet.

Glückwunsch zur Herbstmeisterschaft. Wurde dieser Titel ordentlich gefeiert?

Stephan Asche: Nein, großartig etwas daraus gemacht haben wir bislang noch nicht. Aber am Sonnabend steigt unsere Weihnachtsfeier. Mal sehen, was sich dann so ergibt. Aber wie ich unsere Jungs kenne, wird das ganz bestimmt eine rauschende Feier.

Hatten Sie vor der Saison damit gerechnet, dass der TSV Ganderkesee im Rennen um die Meisterschaft ein Wörtchen mitreden kann?

Dass wir jetzt ganz oben stehen, hatte ich sicherlich nicht gedacht. In der Saison zuvor hatten wir ein richtiges Seuchenjahr und sind überhaupt nicht richtig aus dem Quark gekommen. Es dauerte eben ein bisschen, bis wir das umsetzen konnten, was unser neuer Trainer Raphael Riekers von uns forderte. Das waren die bekannten Anlaufschwierigkeiten, die es bei einem Trainerwechsel meistens gibt.

In 13 Spielen gab es erst zwei Niederlagen, die auch noch unglücklich zustande kamen. Was ist in dieser Saison der Schlüssel zum Erfolg?

Da ist in erster Linie unser Trainer Raphael Riekers zu nennen. Er bringt als A-Lizenz-Inhaber natürlich große Qualitäten und enormes Fachwissen mit. Er arbeitet sehr penibel, erkennt auch die kleinsten Fehler und spricht sie umgehend an. Zum anderen ist unsere Mannschaft jetzt gefestigt. Alle Spieler haben richtig Bock darauf, das anzunehmen, was der Coach von uns verlangt. Alle hauen sich im Training voll rein, und dieser Konkurrenzkampf stachelt natürlich jeden an. Außerdem verfügen wir über einen relativ großen Kader, so dass wir Ausfälle vielleicht besser kompensieren können als die anderen Teams.

Freuen Sie sich schon auf die Derbys in der Bezirksliga gegen den VfL Stenum, TV Jahn, VfL Wildeshausen und den TuS Heidkrug?

Diese Frage ist echt gemein. Natürlich wäre es für mich ein absoluter Höhepunkt, noch einmal in der Bezirksliga spielen zu dürfen, und im Hinterkopf beschäftige ich mich damit auch. Aber Fakt ist doch, dass die Saison noch lang ist. Deshalb müssen wir den Ball schön flach halten.

Sie haben schon Erfahrungen in höheren Klassen gesammelt. Ist Ganderkesee reif für den Aufstieg?

Ich glaube schon, dass bei uns das Niveau vorhanden ist. Man sieht in diesem Jahr, dass die Neulinge Wildeshausen, Rastede und TSV Oldenburg allesamt vorne mitmischen. Ich denke, da könnten wir auch mithalten.

Sie können die Tabellenführung jetzt für lange Zeit genießen, denn alle Spiele in diesem Jahr sind bereits abgesetzt worden. Wie überbrücken Sie die fuballlose Zeit bis zum Februar?

Einen festen Plan gibt es zwar noch nicht. Aber ich denke, dass wir schon etwas machen und bestimmt einmal in der Woche in der Halle kicken werden.

Apropos Hallenfußball: Zählt der TSV Ganderkesee bei den Landkreismeisterschaften auch zu den Favoriten?

Ich weiß nicht, ob wir zu den großen Favoriten gehören. In der Halle ist ja immer alles möglich. Die Mannschaften aus der Bezirksliga wie Ahlhorn, Wildeshausen und Stenum haben sich bestimmt wieder viel vorgenommen. Es wäre jedoch eine schöne Sache, wenn wir als Gastgeber den Einzug ins Halbfinale schaffen könnten. Im vergangenen Jahr haben wir dieses Ziel leider um einen Treffer verfehlt, das war äußerst ärgerlich.

Gibt es beim TSV Ganderkesee ein spezielles Hallenteam? Brennen Sie auch auf einen Einsatz beim Budenzauber?

Sicherlich habe ich immer sehr gerne in der Halle gespielt. Aber wenn unser Trainer acht jüngere Spieler findet, die auflaufen wollen, rücke ich gerne ins zweite Glied. Das wäre für mich absolut in Ordnung. Eine feste Mannschaft für die Landkreismeisterschaften gibt es nicht. Ich habe mich jedoch schon mal als erster Ersatzmann angeboten, falls jemand ausfallen sollte.

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