Hockey-Bundesliga Frauen

BHC zu wenig abgeklärt

Der Abstieg aus der 1. Bundesliga steht seit Weihnachten bereits fest. Doch die BHC-Damen wollen sich nicht ohne einen Sieg verabschieden. Gegen Großflottbeck hat es allerdings nicht geklappt,
06.01.2019, 18:39
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Von Liane Janz
BHC zu wenig abgeklärt

Juliane Grashoff

Frank Koch

Bremen. So treten keine Absteiger aus der 1. Bundesliga auf. „Wir wollten mit aller Macht diesen ersten Sieg“, sagte Martin Schultze, Trainer der Frauenmannschaft des Bremer Hockey-Clubs. Obwohl schon vor Weihnachten der Abstieg besiegelt war, wollte sich das Team nicht sieglos verabschieden. Das war im Heimspiel gegen den Großflottbeker THGC auch zu erkennen, geklappt hat es aber nicht. Der BHC verlor mit 3:5.

Dabei begegneten sich beide Mannschaften durchaus auf Augenhöhe: Was Ballbesitz, Eckenverhältnis und Torchancen anging, war die Partie ziemlich ausgeglichen. Vorn machte vor allem das Sturmduo Juliane Grashoff und Svea Böker auf sich aufmerksam. Nachdem Grashoff nach einem Querpass von Böker den BHC in der siebten Minute in Führung geschossen hatte, antworteten die Hamburgerinnen nur drei Minuten später mit dem 1:1 durch Ida-Marie Köllinger und dem Führungstreffer durch Charlotte Breucker zwei Minuten vor der Pause.

Kurz nach dem Seitenwechsel baute Großflottbeck die Führung weiter aus. In einer 1:1-Situation ging BHC-Torfrau Mali Wichmann runter, die Hamburger Stürmerin Sophie Fischer lupfte die Kugel über sie hinweg ins Netz. Juliane Grashoff traf für ihren Club zum 2:2-Anschluss, aber Großflottbek baute die Führung wieder aus und Böker brachte den BHC auf 3:4 wieder heran. In der 56. Minute setzte Schultze alles auf eine Karte, nahm seine Torfrau raus, aber in der letzten Minute nutzten die Gäste ihre Chance und platzierten den Ball im leeren Tor.

„Flottbek war abgezockter“, gab Martin Schultze zu. Sein Team müsse mehr Ruhe vor dem Tor bekommen, damit die eine oder andere Chance mit einem Treffer endet. Ansonsten war der Coach zufrieden. Nach der Partie vor Weihnachten ließ er das zwischen den Feiertagen anberaumte Training ausfallen und gönnte seinen Spielerinnen eine Regeneration. Die dankten es ihm mit einem mutigen Auftritt und geben damit weiter Anlass, dass es doch noch mit drei Punkten klappen könnte.

Zwei Spiele hat der BHC dafür noch Zeit. Am Sonnabend ist er beim UHC Hamburg zu Gast. Das Hinspiel ging nur mit 0:1 verloren. Da sei für seine Mannschaft vielleicht was drin, erhofft sich der Trainer. Gegen den Harvestehuder THC am Tag danach könnte es schwerer werden.

Bremer HC: Wichmann, Hartmann, Steikowsky, Lippmann, Bausch, Lüschen, Böker, Liesenhoff, Grashoff, Frerichs, Schoen, Davidsmeyer.

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