Persönliche Bestzeit über 400 Meter

Biedermann bejubelt EM-Silber

Netanya. Paul Biedermann grinste breit bei der Siegerehrung. Zu seinem siebten Titel reichte es bei seinen letzten Kurzbahn-Europameisterschaften noch nicht, aber auf dem Weg zu Olympia gab sich der deutsche Weltrekordler auch mit Silber zufrieden.
03.12.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von HANS-PETER SICK
Biedermann bejubelt EM-Silber

Paul Biedermann hat den Start seiner Abschieds-EM erfolgreich gestaltet. Der 29-Jährige gewann Silber über 400 Meter Freistil.

Martin Schutt, dpa

Paul Biedermann grinste breit bei der Siegerehrung. Zu seinem siebten Titel reichte es bei seinen letzten Kurzbahn-Europameisterschaften noch nicht, aber auf dem Weg zu Olympia gab sich der deutsche Weltrekordler auch mit Silber zufrieden. „Ich konnte hinten raus meine Stärke ausspielen und bin sehr zufrieden. Bernek hat höllisch Tempo gemacht und war am Ende zu weit weg“, sagte Biedermann nach seinem zweiten Platz über 400 Meter Freistil hinter dem Ungarn Peter Bernek. 0,50 Sekunden fehlten Biedermann am Mittwoch in Nentanya/Israel auf seiner Nebenstrecke nach seinen guten 3:35,96 Minuten auf den Goldmedaillengewinner.

„Das ist meine beste Zeit im Textilanzug“, sagte Biedermann nach seiner besten Zeit seit Verbot der Hightech-Anzüge vor sechs Jahren. Er hatte sich zuletzt mehr auf die 200 Meter fokussiert. Auf der Langbahn hält er die 2009 geschwommenen Weltrekorde über 200 und 400 Meter Freistil. Auf der Kurzbahn ist er über 200 Meter noch die Nummer eins und greift hier am Donnerstag nach einer weiteren Medaille. Die zweite große Chance am Donnerstag: Langbahn-Weltmeister Marco Koch greift auf der 25-Meter-Bahn über 200 Meter Brust ins Geschehen ein. Koch und Biedermann nehmen die Europameisterschaften in Israel im Vorbeigehen mit. Wie bei der kompletten Schwimm-Elite ist der Fokus ganz auf die Olympischen Spiele im August in Rio gerichtet. Dort wird Biedermann voraussichtlich seine Karriere beenden.

Rückenschwimmer Jan-Philip Glania konnte nicht in den Kampf um die Top-3-Plätze eingreifen. Nach 200 Metern in guten 1:51,31 Minuten belegte der EM-Dritte von Berlin den fünften Rang. Für Bronze fehlte mehr als eine halbe Sekunde. Der Titel ging in 1:48,33 Minuten an den Polen Radoslaw Kawecki. Schmetterling-Medaillenhoffnung Franziska Hentke schlug auf ihrer Nebenstrecke 400 Meter Lagen in 4:34,50 Minuten als Siebte an. „Der Beginn war gut, das stimmt mich zuversichtlich für die 200 Meter Schmetterling“, sagte die WM-Vierte. Der Titel ging an die Ungarin Katinka Hosszu in 4:19,75 Minuten. Im Vorlauf war die 26-Jährige in 4:19,46 Minuten sogar Weltrekord geschwommen.

Vor Ort erwies sich die zuvor diskutierte Sicherheitslage entspannter als gedacht. „Die Sicherheitsmaßnahmen sind gut, sowohl im Hotel als auch am Pool“, sagte Chefbundestrainer Henning Lambertz. Die Wettkämpfe dauern noch bis zum Sonntag.

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