Formationstänzer der Regional- und Landesliga sind am kommenden Wochenende wieder in Verden zu Gast Bilderbau im Linienverkehr

Verden. Inzwischen ist eine gewisse Routine eingekehrt. Schließlich sind die Verantwortlichen des 1.
09.03.2016, 00:00
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Bilderbau im Linienverkehr
Von Malte Bürger

Inzwischen ist eine gewisse Routine eingekehrt. Schließlich sind die Verantwortlichen des 1. TSC Verden längst keine Neulinge mehr auf diesem Gebiet. Zum mittlerweile achten Mal genießen sie die Ehre, ein Formationswochenende auszurichten. Am kommenden Sonnabend und Sonntag ist es wieder soweit, die Teams der Regional- und Landesliga kreiseln durch die Aller-Weser-Halle. „Im Vorjahr hatten wir 600 bis 700 Zuschauer. Es wäre toll, wenn wir das wieder schaffen“, sagt Pressesprecher Niklas Kohmüller. Darauf hoffen auch die städtischen Kollegen der TSG Ars Nova. „Hier herrscht immer eine besondere Atmosphäre“, erklärt Maurice Marschall, Mitglied des A-Teams. Einen besonderen Druck verspürt er vor eigenem Publikum jedoch nicht. „Es ist eher ein Ansporn, weil man weiß, dass viele Leute dort sind, die einem wohlgesonnen sind.“

Sechs Wochen ist es her, dass die neue Saison begonnen hat. Seither wurde viel trainiert. „Wir haben genaue Video-Analysen gemacht und geschaut, wo es noch hapert“, sagt Maurice Marschall. „Tänzerisch kann man in dieser Zeit wenig verbessern, aber das war zum Glück auch nicht unsere Schwäche. Wir haben stattdessen intensiv an der Bildentwicklung und Synchronität gearbeitet.“ Und genau an diesem Punkt kommt eine Besonderheit der Aller-Weser-Halle ins Spiel, die bei Verdener Formationswochenenden für einen ganz besonderen Reiz sorgt: der Boden.

Anders als an anderen Veranstaltungsorten wird in der Domstadt nämlich nicht eigens ein Parkett verlegt, stattdessen tanzen die Teams zwischen all den bunten Linien herum, mit denen auch die anderen Sportarten zu tun haben. „Grundsätzlich sind diese Linien auch nicht schlecht zur Orientierung“, sagt Niklas Kohmüller. „Als Tänzer sucht man sich markante Punkte, an die man sich halten kann.“ Kritik am fehlenden Parkett habe es daher in der Vergangenheit auch keine gegeben. „Es ist vielmehr so, dass wir stets viel Lob bekommen, weil das Verdener Publikum so fair ist und alle Teams gleich beklatscht“, sagt Kohmüller. Auch im Ars-Nova-Lager sorgt der zusätzliche Linienverkehr nicht für Verdruss. „Es ist ungewohnt, aber auch kein Problem für uns“, meint Maurice Marschall. „Vielleicht ist es ohne Linien bei uns minimal einfacher, weil wir ohnehin auf das mannschaftliche Bild trainieren und uns nur an den Vorder- und Nebenleuten orientieren – nicht an anderen Dingen.“

Den Auftakt machen am Sonnabend ab 15 Uhr die Regionalliga-Formationen. Vor sechs Wochen in Bremen belegte die TSG Ars Nova Rang zwei, der Stadtrivale wurde Vierter. „Wir waren mit unserer Leistung sehr zufrieden“, sagt Marschall rückblickend. „Als ambitionierter Sportler schaut man ja meistens nach vorne in der Tabelle, also wollen wir jetzt auch versuchen, dem Ersten näher zu kommen.“ Das ist zuletzt das D-Team des Bremer Grün-Gold-Clubs gewesen. Beim TSC geht es dagegen erst einmal um Absicherung. „Das zweite Turnier ist zumeist wegweisend für den Rest der Saison“, ist sich Niklas Kohmüller sicher. „Wenn wir im zweiten Jahr nach unserem Regionalliga-Aufstieg mindestens wieder Vierter werden würden, wäre das bei all den personellen Veränderungen, die wir hatten, eine ungemein tolle Sache.“

Exakt 24 Stunden später übernehmen dann die Lateintänzer aus der Landesliga Nord A. Die beiden Verdener B-Formationen gehören dabei ebenfalls zur Spitzengruppe und dürfen sich daher durchaus Hoffnungen auf den Sprung in die Oberliga machen. „Unser Team wird natürlich alles versuchen, um den Platz unter den Top-3 zu halten, da der am Ende zum Aufstiegsturnier berechtigen würde“, sagt TSC-Pressesprecher Kohmüller. Ähnlich sieht es bei der TSG aus. „Die Wertungen waren zuletzt ja noch bunt gemixt“, sagt Maurice Marschall. „Daher wurde nochmal viel gearbeitet. Besonders für die jungen, neuen Leute im Team waren die sechs Wochen sehr hilfreich. Der Druck des ersten Turniers ist jetzt weg, nun wird mit viel mehr Spaß getanzt.“

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