VSK-Winterneuzugang soll auch heute im Match bei Güldenstern Stade zum Sieg beitragen Bilgin besetzt offene Stelle des Torjägers

Erfolgreicher hätte der Start nach der Rückkehr von Yasin Bilgin zum Fußball-Landesligisten VSK Osterholz-Scharmbeck nicht verlaufen können: Der Goalgetter erlegte den Zweiten SV Teutonia Uelzen beim überraschenden 4:1-Auswärtssieg mit einem Dreierpack fast im Alleingang. Nun möchte der Winterneuzugang vom ATSV Sebaldsbrück im Match beim Neunten TuS Güldenstern Stade natürlich gleich nachlegen.
08.03.2013, 05:00
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Von Karsten Hollmann

Erfolgreicher hätte der Start nach der Rückkehr von Yasin Bilgin zum Fußball-Landesligisten VSK Osterholz-Scharmbeck nicht verlaufen können: Der Goalgetter erlegte den Zweiten SV Teutonia Uelzen beim überraschenden 4:1-Auswärtssieg mit einem Dreierpack fast im Alleingang. Nun möchte der Winterneuzugang vom ATSV Sebaldsbrück im Match beim Neunten TuS Güldenstern Stade natürlich gleich nachlegen.

Osterholz-Scharmbeck. Der Winterneuzugang des VSK Osterholz-Scharmbeck, Yasin Bilgin, stellt vor der heutigen Partie beim Neunten der Fußball-Landesliga, TuS Güldenstern Stade, um 20 Uhr eine ganz einfache Rechnung auf: "Wer beim Zweiten gewinnt, sollte beim Neunten erst recht siegen." Der Rückkehrer scheint in der zweiten Saisonhälfte der Grün-Weißen genau die Lücke zu füllen, die es am dringendsten zu stopfen galt: Mit seinen drei Toren beim 4:1-Sieg beim SV Teutonia Uelzen zum Wiederauftakt nach der Winterpause erzielte er in einem einzigen Spiel annähernd so viele Treffer wie Sven Meinecke als Führender der VSK-Torjägerliste (5) in den vorausgegangenen 17 Begegnungen zusammen.

Bilgin zeigt sich nach seinem unrühmlichen Abgang aus der Kreisstadt vor dreieinhalb Jahren auch geläutert: "Das war damals nicht in Ordnung von mir." Trotz seiner vorherigen Zusage beim Team um Kapitän Julian Stroppel hatte Bilgin den Verein noch nach dem Saisonstart in Richtung FC Oberneuland verlassen. "Ich bin aber nicht nachtragend. Yasin ist ein ein vernünftiger Kerl, der eine Mannschaft mitreißt. Damals war er eben auf das Geld angewiesen", hat VSK-Trainer Günter Hermann ihm verziehen. Zweieinhalb Jahre hatte der Offensivspieler für die Kreisstädter in der Oberliga gekickt, ehe er nach einer wahren Odyssee wieder nach Osterholz-Scharmbeck zurückkehrte. Nachdem sich Bilgin unter Coach Mohammed Amiq in der Hinrunde der Saison 2009/2010 einen Stammplatz beim FC Oberneuland erkämpfte hatte, verlor er diesen unter dem neuen Trainer Mike Barten. Über den FC Oberneuland II wechselte er dann zum TSV Ottersberg, ehe er über die Stationen KSV Vatan Spor und ATSV Sebaldsbrück zur Formation von Günter Hermann zurückfand.

"Weil ich mich mit einem Friseurladen selbstständig gemacht habe, musste ich mich darauf konzentrieren. Dabei kam der Fußball eine ganze Zeit lang zu kurz. Jetzt habe ich aber wieder alles im Griff", versichert der 26-Jährige. Die Zeit der vielen Wechseleien soll nun auch endgültig vorbei sein: "Ich habe hier praktisch für immer zugesagt." Ein kleines Hintertürchen lässt sich der Torjäger dann aber doch offen: "Im Fußball kann sich viel ändern."

Oberstes Ziel sei nun erst einmal die Sicherung des Klassenerhaltes, so Bilgin. "In der nächsten Saison wollen wir dann mit weiteren Neuzugängen wieder oben angreifen", lässt der Angreifer wissen. Beim ATSV Sebaldsbrück lief Bilgin nur in den ersten vier Spielen der Hinserie auf. "Dann habe ich dort gekündigt, weil viele Versprechen nicht eingehalten wurden", teilt der Friseur-Meister mit.

Trotz der langen Pause bis zum 4:1 beim SV Teutonia Uelzen habe Yasin Bilgin nicht an seinem Können gezweifelt: "Ich hatte bereits in sämtlichen Vorbereitungsspielen auf die Rückrunde für den VSK getroffen. Deshalb wusste ich, dass ich gut drauf bin." Yasin Bilgin brachte auch noch seine Kumpel Michael Thöne und Baris Kocademir mit zum VSK Osterholz-Scharmbeck: "Denen schneide ich bereits die Haare. Die anderen werde ich auch noch dazu überreden."

Mit einem Sieg beim TuS Güldenstern Stade könnte der VSK gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Zum einen würde der Klub zumindest vorübergehend einen Abstiegsplatz verlassen. Zum anderen würden die Grün-Weißen die Stader mit in den Abstiegskampf verwickeln. "Mit der Qualität der jetzigen Mannschaft brauchst du kein Spiel mehr zu verlieren. Alle wissen, worum es geht. Wir fahren daher auch nach Stade, um dort zu gewinnen", betont Günter Hermann. Die Voraussetzungen sind auch ganz gut. Es fallen nur der erkrankte Marvin Eberhards sowie der in Mexiko weilende Sören Fehrmann aus.

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