Fußball-Bezirksliga

Bischoff-Elf klettert nach oben

Sowohl der TSV Bassen als auch der FC Hambergen zählen zu den Topteams der Liga. Das haben die beiden Mannschaften nun auch im direkten Aufeinandertreffen am Sonntag unter Beweis gestellt.
08.10.2017, 20:25
Lesedauer: 2 Min
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Bischoff-Elf klettert nach oben
Von Florian Cordes
Bischoff-Elf klettert nach oben

Dennis Wiedekamp (links) und Andre Daszenies (rechts) durften Daniel Wiechert zu seinem entscheidenden Treffer gratulieren.

Björn Hake

Bassen. Im Spiel zwischen dem TSV Bassen und dem FC Hambergen ist zwar nur ein einziges Tor gefallen, aber dennoch bekamen die Zuschauer an der Dohmstraße eine spannendes Fußballspiel auf einem guten Niveau zu sehen. Den einen Treffer erzielten die Gastgeber. Durch den 1:0 (1:0)-Erfolg sind die Bassener in der Bezirksliga-Tabelle ein wenig nach oben geklettert. Die Elf von Uwe Bischoff ist nun Sechster.

Der Coach der Gastgeber atmete nach der Begegnung schon ein wenig durch. Er wusste, dass die Partie auch hätte anders ausgehen können. „Von der Spielanlage her war Hambergen das bessere Team“, urteilte Bischoff. Allerdings war es seine Mannschaft, die in der ersten Halbzeit reihenweise Chancen hatte, um die Entscheidung wesentlich früher herbeizuführen. Vor allem Luca Bischoff hätte sich zum Mann des Tages schießen können: Zweimal lief er alleine auf Hambergens Torhüter Dirk Böttjer zu. Zweimal scheiterte er. Besonders bei der zweiten Chance fehlte dem jungen Angreifer die Übersicht. Anstatt auf Daniel Wiechert querzulegen, schoss er selbst. Böttjer parierte. Kurz darauf ertönte der Pausenpfiff. „Wir haben leider nicht die nötige Ruhe gefunden“, sagte Uwe Bischoff. „Eigentlich müssen wir vor der Pause noch das 2:0 und sogar das 3:0 schießen. Das haben wir verpasst. Und deshalb ist es dann lange Zeit spannend geblieben.“

Einmal trafen die Bassener vor der Pause aber. Das Tor fiel in der 13. Spielminute. Nach einer Ecke herrschte in der Defensive der Gäste ein ziemliches Durcheinander. Plötzlich kam Wiechert an den Ball. Der Stürmer ließ sich nicht zweimal bitten und schoss den Ball trocken in die Maschen. „Dem Gegentreffer geht ein klarer Fehler voraus. Bei dem Standard stimmte die Zuteilung überhaupt nicht. Da haben wir gepennt“, monierte FCH-Coach Eric Schürhaus.

Die Mehrzahl an Chancen hatten in der ersten Halbzeit zwar die Platzherren, doch Hambergen hatte ebenfalls Möglichkeiten. Die beste in der 23. Minute: Aus dem Nichts kam Tobias Prigge zum Abschluss. Seinen Schuss parierte TSV-Keeper Sinan Reiter. Die Gefahr war jedoch noch nicht gebannt. Denn Thilo Roeper kam zum doppelten Nachschuss. Den ersten hielt Reiter erneut klasse. Schuss Nummer zwei verfehlte schließlich den Kasten.

Nach dem Seitenwechsel erspielten sich die beiden Teams zwar nicht mehr so viele Chancen, die Begegnung blieb aber weiter auf gutem Niveau. Daher passte es eigentlich nicht ins Bild, dass sich die Bassener Abwehr in einer Szene im Tiefschlaf befand. Die Defensivabteilung der Gastgeber hatte in der 68. Minute Hambergens Frederik Nagel komplett aus den Augen verloren. Er kam völlig freistehend an den Ball und ließ Sinan Reiter aussteigen. Der Ausgleich fiel aber nicht, weil Nagel die Kugel um wenige Zentimeter über die Latte schoss. Auf der anderen Seite traf Mark Moffat per Freistoß (88.) nur den Pfosten. Danach passierte in der gutklassigen Partie nichts mehr.

Für Uwe Bischoff war ein Grund für den Sieg auch die Größe seines Kaders. „Wir haben momentan eine sehr gute Trainingsbeteiligung. Das zahlt sich jetzt aus. Das Spielerische werden wir auch wiederfinden. Aber wichtig ist der Sieg und dass wir Hambergen fürs Erste in der Tabelle überholt haben“, sagte der Trainer des Siegers.

Schürhaus meinte hingegen, dass er und seine Spieler sich an die eigene Nase fassen müssten. „Bassen hatte zweifelsohne gute Chancen, aber wir haben dennoch ein sehr gutes Spiel gemacht.“ Zudem war der Coach nicht mit jeder Entscheidung von Schiedsrichter Marc Lukaschus einverstanden: Mitte der zweiten Halbzeit kam einer seiner Spieler im Bassener Strafraum zu Fall. Ein Pfiff ertönte aber nicht. Zu Recht, wie TSV-Spieler Moffat meinte: „Ich habe zuerst den Ball getroffen.“

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