Frauen-Bezirkspokal Lüneburg Bitteres Ende im Elfmeterschießen

Zweimal hat der ATSV Scharmbeckstotel beim favorisierten Spitzenreiter der Landesliga, SG Anderlingen/Byhusen, ausgeglichen. Dann kommt das Elfmeterschießen. Und da verschießen zwei ATSV-Spielerinnen.
10.05.2018, 22:51
Lesedauer: 2 Min
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Von Karsten Hollmann

Scharmbeckstotel. Die Fußballerinnen des ATSV Scharmbeckstotel hatten schon eine Hand am Pokal. Doch im Elfmeterschießen setzte sich der favorisierte Spitzenreiter der Landesliga, SG Anderlingen/Byhusen, auf eigenem Geläuf dann doch noch mit 6:5 (2:2/1:1) im Finale um den DFB-Bezirkspokal durch. „Wir wussten aus dem Heimspiel gegen Anderlingen vom vergangenen Wochenende, dass der Gegner verwundbar ist. Meine Spielerinnen haben die Vorgaben auch hervorragend umgesetzt“, urteilte ATSV-Coach Pascal Blaak.

Es sei ein Spiel auf Augenhöhe gewesen, in dem es nicht so viele Möglichkeiten aus dem Spiel heraus gegeben habe. „Es hat sich viel im Mittelfeld abgespielt“, informierte Blaak. Die Gelb-Schwarzen verfügten dabei mit Sophia Reiß, Jana Koehle und Lisa Ramdor über eine bärenstarke Zentrale. „Die drei haben ihre Sache richtig gut gemacht“, versicherte Pascal Blaak.

Er lobte dabei besonders die Präsenz seiner Standby-Akteurin Sophia Reiß. Sie agierte vor den beiden Sechserinnen Lisa Ramdor und Jana Koehle. Die Gäste ließen sich auch durch den 0:1-Rückstand durch einen Treffer von Andrea Borchers nicht aus der Ruhe bringen (21.). Kurz vor der Pause bekam der Gast relativ zentral in einer Torentfernung von 20 Metern einen Freistoß zugesprochen. Diesen verwandelte Sophia Reiß zum 1:1-Pausenstand. „Wenn die Mauer da richtig gestanden hätte, wäre der Ball aber nicht durchgegangen“, räumte „Kalli“ Blaak ein. Reiß hatte versucht, das Spielgerät über die Mauer zu heben. Letztlich flog die Kugel aber durch die undichte Mauer hindurch.

Auch das 2:1 für die Gastgeberinnen 120 Sekunden nach dem Seitenwechsel von Antonia Gieschen beeindruckte den Außenseiter nur wenig. „Wir haben in der Folgezeit richtig Druck aufgebaut und ein gutes Spiel gezeigt“, betonte ATSV-Teammanager Oliver Reiß. Sieben Minuten vor dem Ende wurden die Gäste auch für ihre Bemühungen belohnt. Der Gast fing einen Einwurf der Platzdamen ab und entwickelte daraus einen eigenen Angriff. Sophia Reiß flankte den Ball auf den zweiten Pfosten, wo die ansonsten nicht gerade als Torjägerin bekannte Sarah-Marie Nolte das Leder halb hoch zum 2:2-Ausgleich in die rechte Ecke beförderte.

Mit diesem Ergebnis wollten sich aber beide Teams nicht begnügen. Eine Anderlingerin visierte in den letzten Minuten den Pfosten an. Auf der anderen Seite war Sophia Reiß drauf und dran, das Spiel noch zu Gunsten der Gelb-Schwarzen zu entscheiden. Doch die bereits verwarnte Chiara Hess bremste die Mittelfeldspielerin mit unfairen Mitteln aus. „Das hätte auch einen Platzverweis nach sich ziehen können“, fand Oliver Reiß. Der Freistoß brachte dem ATSV Scharmbeckstotel nichts mehr ein.

Im Elfmeterschießen zielten Johanna Reiß und Lisa Ramdor beim Gast vorbei. Da sich das Heimteam nur eine Fahrkarte erlaubte, hatte der Klassenbeste am Ende hauchdünn die Nase vorne. Ausgerechnet SG-Torfrau Birte Luitjens versenkte ganz cool den entscheidenden Elfmeter gegen ATSV-Keeperin Melanie Wimmer.

Die Scharmbeckstotelerinnen durften dennoch stolz auf ihre Vorstellung sein. „Wir haben Anderlingen richtig gut Paroli geboten“, bilanzierte Pascal Blaak. Ein Sonderlob zollte er Svenja Stelter, die auf der linken Abwehrseite eine Sonderaufgabe mit Bravour gemeistert habe. Sie nahm SG-Goalgetterin Chiara Hess derart aus dem Spiel, dass diese irgendwann entnervt in die Mitte auswich.

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