Horner Volleyballerinnen vergeben möglichen Sieg kläglich

Blankes Entsetzen

Volelyball
09.01.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Rainer Jüttner
Blankes Entsetzen

Fassungslos: Gert Stürmer.

Frank Thomas Koch

Bremen. Zwei Sätze lang wähnten sich die Drittliga-Volleyballerinnen des TV Eiche Horn auf dem richtigen Weg. Eine Neuauflage des klaren 3:0 aus dem Hinspiel gegen den TSV Ostbevern schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein – doch plötzlich schien bei den Bremerinnen nichts mehr zu gehen. Konzentrationsfehler, Resignation und am Ende einfach nur noch blankes Entsetzen über die eigene Unfähigkeit, das Spiel doch noch einmal herumzureißen, ließen diese Auswärtspartie für die Hornerinnen in einem wirklichen Debakel enden.

Mit 2:3 (25:21, 25:17, 22:25, 24:26, 9:15) musste sich die Mannschaft von Trainer Gert Stürmer am Ende geschlagen geben. „Das war sehr bitter. Aus den drei fast schon sicheren Punkten ist lediglich ein magerer Zähler geworden. Jetzt müssen wir im nächsten Heimspiel unbedingt gewinnen, und das gegen eine Mannschaft wie Spelle-Venhaus, gegen die wir im Hinspiel bereits unglaublich schlecht ausgesehen haben“, sagte Stürmer nach der Niederlage enttäuscht.

Dabei hatten die Hornerinnen die kaum drittligareife Vorbereitung zwei Sätze lang gegen Ostbevern vergessen lassen. Angesichts einiger Urlauberinnen fand ein gemeinsames Training in der Weihnachtspause kaum statt, und dementsprechend ließ das Bremer Trainerduo Stürmer/Lentz zunächst die Nichturlauber dann auch konsequent durchspielen. Zuspielerin Linda Neddermann, die Außenangreiferinnen Ina Schulze und Katharina Schulte, die beiden Mittelblockerinnen Kathinkas Rinke und Melanie Sarcinelli sowie erstmals Jasmin Heetlage auf der Diagonalposition bedankten sich dafür zunächst mit einer tadellosen Leistung.

Doch nach einer 2:0-Satzführung und einem komfortablen 22:17-Vorsprung im dritten Durchgang spielten die Gastgeberinnen, die von ihren 200 Zuschauern angetrieben wurden, fortan volles Risiko, während die Hornerinnen die Angst vor dem Satzverlust völlig zu lähmen schien. Ostbevern verkürzte auf 1:2, und es folgte das gleiche Spiel im vierten Abschnitt. Eiche Horn führte 24:18, als wiederum nichts mehr ging. Ostbevern verlegte sich im Angriff endgültig auf direkt hinter den Block gelegte Bälle, die für die angeschlagenen Hornerinnen am Sonntag einfach nicht mehr zu holen waren und glichen schließlich zum 2:2 aus.

Im Entscheidungssatz war dann beim 3:8-Seitenwechsel bereits alles entschieden. Die Bremer Volleyballerinnen kamen zwar noch ein wenig heran, konnten aber den immer mehr schwindenden Kräften und Selbstvertrauen nichts mehr entgegensetzen.

TV Eiche Horn: Fasana, Frackmann, Heetlage, Kahrs, Korzeniowsky, Neddermann, Rinke, Sarcinelli, Schulze, Schulte, Sobieraj

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