Landesliga: Wildeshausen feiert im Nachholspiel gegen Brake einen 5:0-Heimsieg / Am Sonntag geht es zum Spitzenreiter Bersenbrück Bockhorn brilliert als Ballverteiler

Wildeshausen. Nach vier, teilweise äußerst ärgerlichen Niederlagen in Folge gingen Marcel Bragula und Marco Elia volles Risiko. Die Trainer des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen stellten ihr System um und wirbelten die Aufstellung mächtig durcheinander.
14.11.2015, 00:00
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Bockhorn brilliert als Ballverteiler
Von Christoph Bähr

Nach vier, teilweise äußerst ärgerlichen Niederlagen in Folge gingen Marcel Bragula und Marco Elia volles Risiko. Die Trainer des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen stellten ihr System um und wirbelten die Aufstellung mächtig durcheinander. Mit Erfolg: Das Nachholspiel gegen den SV Brake gewann der Aufsteiger am Donnerstagabend mit 5:0 (1:0) und beendete somit seine Negativserie. „Rückblickend bin ich wirklich froh, dass alle Änderungen funktioniert haben“, betonte Bragula.

Die Wildeshauser setzten gegen die Braker, die durch die hohe Pleite ans Tabellenende rutschten, auf ein 4:3:3-System. Alexander Kupka rückte in die Innenverteidigung, dafür kehrte Storven Bockhorn von der Abwehr ins zentrale Mittelfeld zurück und verteilte die Bälle geschickt. „Storven war der beste Mann auf dem Platz“, unterstrich Bragula. Außerdem lief Stürmer Ole Lehmkuhl als Achter auf. Trotz der ungewohnten Formation fanden sich die Wildeshauser sofort zurecht und bestimmten die Anfangsphase. Zusätzliche Sicherheit gab den Gastgebern auf einem Nebenplatz im Krandel die frühe Führung, die Lukas Schneider nach einer Bockhorn-Ecke köpfte (3.). „Wir wussten, dass Brake bei Standards anfällig ist. Das haben wir ausgenutzt“, sagte Bragula. Dass die vier Pleiten zuvor bei seinen Spielern noch im Kopf waren, zeigte sich allerdings ab der 20. Minute. „Da klappten einige Dinge nicht, und plötzlich war Verunsicherung da“, schilderte Bragula. Zum Glück für die Gastgeber ließen die Braker um Neu-Trainer Gerold Steindor zwei gute Gelegenheiten aus.

Im zweiten Durchgang boten die Wildeshauser dann eine ganz starke Leistung. Jeweils nach schönen Kombinationen erhöhte Maximilian Seidel auf 2:0 (60.) und 3:0 (75.). Schließlich stachen auch noch zwei von Bragulas Jokern: Erst köpfte Lennart Feldhus einen Bockhorn-Freistoß zum 4:0 ein (87.), dann setzte Tobias Kern aus der Wildeshauser Reserve mit seinem ersten Landesliga-Treffer den 5:0-Schlusspunkt (90.). „Ein hoch verdienter Sieg, der um ein Tor zu hoch ausgefallen ist“, bilanzierte Bragula, fügte aber sogleich hinzu: „Feiern brauchen wir jetzt nicht, wir liegen immer noch auf einem Abstiegsplatz.“

Der Aufsteiger ist aktuell Tabellen-13. und hat ein knüppelhartes Programm vor sich. Am Sonntag geht es zum Spitzenreiter TuS Bersenbrück (14 Uhr), für den der Ex-Profi Emil Jula bereits sieben Treffer erzielt hat. „Wir unterhalten uns vorher trotzdem nicht nur über die Höhe der Niederlage“, betonte Bragula. „Ich rechne mir da schon was aus.“ Bitter für Wildeshausen ist allerdings, dass in Janek Jacobs ein wichtiger Offensivspieler ausfällt. Er musste gegen Brake frühzeitig wegen einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden. „Es könnte etwas gerissen sein“, befürchtete Bragula. Immerhin kehrt Jan Lehmkuhl nach seiner Sperre zurück ins Team.

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