Tischtennis-Star bei Olympia ausgeschieden

Bolls Achtelfinal-Fluch hält an

Der Traum von der ersten Einzelmedaille bei Olympischen Spielen ist geplatzt: Tischtennis-Star Timo Boll schied wie schon bei den vergangenen beiden Großveranstaltungen im Achtelfinale aus.
27.07.2021, 10:36
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Von dpa
Bolls Achtelfinal-Fluch hält an

Zum dritten Mal nach 2012 und 2016 ist Timo Boll bei Olympia im Einzel-Achtelfinale ausgeschieden.

Kin Cheung

Deutschlands Tischtennis-Star Timo Boll hat nach 2012 und 2016 bei Olympischen Spielen erneut den Einzug in das Viertelfinale verpasst. Der 40-Jährige aus Düsseldorf musste sich am Dienstag im Tokyo Metropolitan Gymnasium dem Südkoreaner Youngsik Jeoung in 1:4 Sätzen (8:11, 11:7, 7:11, 9:11, 4:11) geschlagen geben. Für Boll sind es die sechsten Olympischen Spiele, die erhoffte erste Medaille im Einzel verfehlte er damit erneut. Zum Auftakt hatte Boll noch den für Werder Bremen in der 1. Bundesliga spielenden Kasachen Kirill Gerassimenko bezwungen. Mit der Mannschaft zählt der Rekord-Europameister aber auch in Tokio zu den Kandidaten auf Edelmetall.

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Dimitrij Ovtcharov hat derweil das Achtelfinale noch vor sich, er trifft am Dienstagnachmittag (MESZ) auf den Japaner Koki Niwa. Zuvor hatte sich der frühere Weltranglisten-Erste Ovtcharov souverän mit 4:0 (13:11, 11:3, 13:11, 11:4) gegen den Russen Kirill Skatschkow durchgesetzt. Auch die deutsche Tischtennis-Nationalspielerin Han Ying kam weiter. Die 38-Jährige aus Düsseldorf bekommt es nach ihrem 4:0 (11:9, 11:9, 11:7, 11:8) gegen die Australierin Lay Jian Fang nun mit der Weltranglisten-Neunten Feng Tianwei aus Singapur zu tun.

Bereits im Vorfeld der Achtelfinals hatte Bundestrainer Jörg Roßkopf die Ansetzungen und den Modus beim Tischtennis-Wettbewerb kritisiert. „Man muss das natürlich auch verstehen, dass der Zeitplan hier eine Katastrophe ist“, sagte der frühere Weltklassespieler mit Blick auf kurze Vorbereitungszeiten auf teils noch nicht ermittelte Kontrahenten. „Das bringt eine Unsicherheit für die Spieler, der Druck ist sowieso schon groß“, sagte Roßkopf und betonte: „Man sollte nicht so viel experimentieren mit dem Zeitplan“ und stattdessen klassisch jeweils Damen- und Herrenrunden spielen. „Da ist es so wie immer im Sport. Man sollte auch Leute fragen, die mal selbst gespielt haben oder noch spielen oder die davon auch ein bisschen mehr Ahnung haben“, sagte der 52-Jährige. Zwar habe man den Zeitplan gekannt, nicht aber, in welches Tableau man gelost werde, sagte Roßkopf, der aber auch beteuerte, dass dies keine Ausrede für mögliche Misserfolge sei.

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