Einrad-DM: Unicycle-Team Harpstedt ist mit Verlauf des Turniers zufrieden / „Kiss“ belegt den dritten Rang „Boondocks“ landen auf Platz zwei

Zum ersten Mal richtete das Unicycle-Team Harpstedt die Offene Deutsche Meisterschaft im Einradfahren aus. Der Gastgeber präsentierte sich dabei sportlich solide, und für die Organisation gab es viel Lob von den auswärtigen Teilnehmern. Eine Wiederholung im kommenden Jahr ist trotzdem erst einmal nicht geplant.
07.10.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Stephen Kraut

Zum ersten Mal richtete das Unicycle-Team Harpstedt die Offene Deutsche Meisterschaft im Einradfahren aus. Der Gastgeber präsentierte sich dabei sportlich solide, und für die Organisation gab es viel Lob von den auswärtigen Teilnehmern. Eine Wiederholung im kommenden Jahr ist trotzdem erst einmal nicht geplant.

Sportlich lief es für die Einradfahrer des Unicycle-Teams Harpstedt – immerhin WM-Teilnehmer – zwar nicht überragend, mit dem Verlauf der ersten Offenen Deutschen Meisterschaft, die von Freitag bis Sonntag in Harpstedt und Wildeshausen stattfand, ist der Verein trotzdem sehr zufrieden. „Es war ein Kraftakt, aber alle haben super mitgezogen, es hat prima funktioniert“, bilanziert der zweite Vorsitzende des Vereins, Reiner Böttcher. In den Wettbewerben wussten aus Harpstedter Sicht vor allem die Fahrerinnen der „Boondocks“ in der Kleingruppe U15 zu überzeugen: Sie belegten den zweiten Rang. In der Kleingruppe 15+ erreichte derweil die „Kiss“-Gruppe des Unicycle-Teams Platz drei, die Vereinskolleginnen der Formation „Young Guns“ landeten auf Position acht, und die Großgruppe „Roller Coaster“ wurde in der Konkurrenz 15+ Vierter.

In den Einzeldisziplinen verbuchten Hannah Allmandinger und Lynn Bode in der Paarkür-U17 das beste Ergebnis für die Gastgeber: Platz drei. Melina Allmandinger und Johanna Matz landeten bei der Paarkür U16 auf dem fünften Rang. In der U13 belegte Alexa Kühn ebenfalls den fünften Platz, Carina Hülsemeyer wurde in der Einzelkür der Junior Experts Achte. „Wir sind ganz zufrieden“, sagt Böttcher anschließend. Der Fokus habe in diesem Jahr auf der Weltmeisterschaft im kanadischen Montréal im August gelegen. „Einige Teilnehmer hatten keine Lust, für die Deutsche Meisterschaft noch schnell eine neue Kür einzustudieren und sind deshalb nicht gestartet, andere hatten nur wenig Zeit, sich auf den Wettbewerb vorzubereiten“, erläutert Böttcher.

Sehr erfolgreich waren die Harpstedter dagegen in Sachen Organisation. „Wenn die externen Sportler vor der Abfahrt zu uns kommen und uns für den reibungslosen Ablauf loben, ist das eine feine Sache“, betont der zweite Vorsitzende. Möglich gewesen sei das nur durch die Unterstützung großer Teile des Vereins: „Bislang haben wir nur Regionalwettbewerbe organisiert, die ein, maximal zwei Tage lang waren. Drei sind noch mal ein ganz anderer Kraftakt, aber die Hilfe der Freiwilligen war klasse“, lobt er das Team. Eine Wiederholung der Deutschen Meisterschaft in Harpstedt und Wildeshausen bereits im kommenden Jahr plant der Verein dennoch nicht. „Wir werden sicher zu der Tradition zurückkehren und uns als Ausrichter für die Norddeutsche Meisterschaft anbieten. Aber wir freuen uns nach diesem Großereignis auch darauf, im nächsten Jahr wieder zu einer Deutschen Meisterschaft reisen zu können, anstatt sie selbst zu organisieren“, sagt Böttcher.

Die DM markierte für das Unicycle-Team übrigens das Ende der Saison, „so gegen Ostern geht es weiter“, informiert der zweite Vorsitzende. Sportlich haben sich die Harpstedter deshalb auch noch keine neuen Ziele gesetzt. „Viele Fahrerinnen sind nun in einem Alter, in dem sie schauen müssen, ob sie den Sport auf diesem Niveau und Schule oder Ausbildung unter einen Hut bringen können und wollen“, erläuterte Böttcher. Die genaue Gruppenkonstellation entscheide sich deshalb erst in den kommenden Monaten.

Einen großen Wettbewerb gäbe es aber schon für das Unicycle-Team: „Die Europameisterschaft steht 2015 in Mailand an“, betont Böttcher. „Aber wir haben zuletzt bei der WM gesehen, was für ein Aufriss so eine Reise ist. Und auch nach Italien wäre es für die Eltern nicht billig, Sponsoren müssten wahrscheinlich her.“ Und eben die Gewissheit, wer antreten könne. „Wir warten deshalb erstmal ab.“

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