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Brinkums Mike Gabel: Sieben Punkte wären ein guter Start

Der Brinkumer SV reist nach dem Last-Minute-Sieg über Neustadt zum ESC Geestemünde. Dort warten zwei abschlussstarke Angreifer und ein konterstarker Gegner. Im Zentrum muss Trainer Mike Gabel basteln.
17.09.2020, 16:34
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Von Thorin Mentrup
Brinkums Mike Gabel: Sieben Punkte wären ein guter Start

Will mit seinem Brinkumer SV auch beim ESC Geestemünde gewinnen: Trainer Mike Gabel.

Thorin Mentrup

Brinkum. Eine ausgeglichene und spannende Bremen-Liga hat Mike Gabel erwartet. Dass nach dem zweiten Spieltag mit dem Bremer SV nur noch eine Mannschaft verlustpunktfrei ist, überrascht ihn dann aber doch etwas. Damit habe er selbst nicht gerechnet, gibt er zu. Dass die Liga so eng ist, dürfen seine Spieler vor dem Duell beim ESC Geestemünde am ungeliebten Sonntagvormittag um 11 Uhr durchaus als Mahnung verstehen: Auch in Bremerhaven wird ihnen nichts geschenkt werden. Zumal in einem Mannschaftsteil der Schuh drückt.

„Wir müssen auch gegen Geestemünde 100 Prozent abrufen“, fordert Gabel höchste Konzentration. Der Last-Minute-Triumph gegen Neustadt ist schließlich nur dann richtig etwas wert, wenn seine Elf nun nachlegt. „Dann hätten wir sieben Punkte. Das wäre ein guter Start“, rechnet der BSV-Trainer.

Mit seiner Mannschaft hat er im Training unter anderem intensiv am Abschluss gearbeitet. „Wir müssen unsere Chancen konsequenter nutzen. Das war auch schon in der Vorbereitung ein Problem“, sieht er vor allem vor dem Tor Verbesserungsbedarf. Schon gegen Neustadt hätte es seine Elf leichter haben können, wenn sie ihre Möglichkeiten genutzt hätte. Jedes Mal, das ahnt auch Gabel, wird sich der BSV einen ähnlichen Chancenwucher nicht erlauben dürfen und trotzdem mit einem blauen Auge davonkommen. „Eine Spitzenmannschaft macht Tore“, betont der Trainer, der den Sieg des VfB Oldenburg beim FC Oberneuland in der Regionalliga am Mittwochabend als Beispiel anführt. Die Huntestädter seien gnadenlos effektiv gewesen.

Abschlussstärke hat auch Brinkums Gegner bislang bewiesen. „Neun Tore in zwei Spielen sind schon eine Hausnummer“, sagt Gabel mit Blick auf die Ergebnisse des ESC, der zunächst SFL Bremerhaven ein 2:2-Remis abrang und dann beim SV Werder Bremen III einen 7:1-Kantersieg feierte. „Sie fackeln nicht lange“, warnt er vor den Gastgebern, bei denen sich bislang nur zwei Spieler in die Torschützenliste eingetragen haben. Philip Schönewolf, einst beim TB Uphusen und beim VfL Oythe aktiv, hat fünf Mal getroffen, Luca Mittelstädt, im Sommer vor einem Jahr vom VfL Oldenburg gekommen und ehemaliger Mitspieler von Julius Rahmig, vier Mal. Gabel erwartet die Gastgeber defensiv ausgerichtet und auf Konter lauernd. Das Duell könnte wie gegen Neustadt zum Geduldsspiel werden - es sei denn, die Gäste erspielen sich durch eine effektive Chancenverwertung früh Sicherheit.

Zu den Akteuren, die einen tief stehenden Kontrahenten aushebeln können, zählen im Brinkumer Aufgebot Kevin Artmann, Can Ercan und Hyoung-bin Park. Doch alle drei Spieler für das Zentrum fallen aus. Droht Brinkum in Bremerhaven also ein Kreativ-Vakuum? „Wir müssen andere Lösungen finden“, weiß Gabel. Immerhin kann er wieder auf Jannik Bender bauen. Auch bei Yassin Bekjar sehe es gut aus. Bei Maximilian Degenhardt (Bänderdehnung) werde es dagegen eng. Hasan Dalkiran ist nach seiner Roten Karte vom Auftaktspiel noch eine Partie gesperrt.

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