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Heimspiel gegen Oldenburg
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13. Niederlage in Folge für Eisbären Bremerhaven

Frank Büter 10.02.2019 0 Kommentare

Alles versucht: ­Headcoach Dan ­Panaggio im ­Gespräch mit Darnell Jackson.
Alles versucht: ­Headcoach Dan ­Panaggio im ­Gespräch mit Darnell Jackson. (Kuhaupt)

Jetzt schlägt es 13 bei den Eisbären Bremerhaven. Der Basketball-Bundesligist verlor am Sonntagabend sein Heimspiel in der Bremer ÖVB-Arena gegen die Baskets aus Oldenburg mit 83:88 (41:50) und kassierte damit nun schon die 13. Niederlage in Folge. Und weil Kontrahent Jena gewonnen hat, wird die Luft im Abstiegskampf immer dünner.

„Eisbären in den Zoo“, sangen derweil die Oldenburger Fans beim Verlassen der mit 6967 Zuschauern gut gefüllten Halle. Die Baskets aus der Huntestadt sind mit diesem Erfolg ihrem Ziel, sich das Heimrecht in den Play-offs zu sichern, einen weiteren Schritt näher gekommen. „Wir haben ein gutes, ein spannendes Lokalderby gesehen“, sagte Gästetrainer Mladen Drijencic. Ein Derby, das sein Team lange kontrolliert und in der Schlussphase mit viel Herz für sich entschieden habe.

Ein hilfloser Beginn

Wie schon vor Wochenfrist in Ulm mussten die Eisbären auf Elston Turner verzichten, der an einer hartnäckigen Oberschenkelver­letzung laboriert. Ausgerechnet auf Turner, der bei der desaströsen 76:99-Hinspielnie­derlage zu Jahresbeginn in Oldenburg mit 19 Körben noch bester Bremerhavener Akteur und Schütze war.

Ob es für einen Einsatz im am Mittwoch in Bremerhaven ansteh­enden Heimspiel gegen Gießen reicht, mochte Headcoach Dan Panaggio noch nicht vor­hersagen. Für Turner rückte erneut Manuel Bojang in den Zehnerkader, kam aber nicht zum Einsatz. Der Start in das Nordderby war ein echter Stimmungskiller für die erwartungsfrohe Kulisse. Nach nicht einmal drei Minuten lag der Gastgeber bereits mit 2:11 zurück.

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Eine Auszeit und zwei frühe Wechsel später (Jackson für Benson und Moton für Wimberg) hieß es gar 2:18 aus Sicht der Eisbären (4. Minute). Es war ein kläglicher, ein hilfloser Beginn, der alle gut gemeinten Pläne über den Haufen geworfen hatte. Headcoach Dan Panaggio kniete am Spielfeldrand. Eine Hand am Kinn, den Arm auf den Oberschenkel aufgestützt. Wie erstarrt beobachtete er das Geschehen. In der Arena wurde es merklich ruhiger. Bremerhaven machte Fehler. Traf schlecht. Doppelte schlecht. Hatte Probleme in der Rotation. Gab den Ball wiederholt leichtfertig her. Oldenburg diktierte das Geschehen. Traf beinahe nach Belieben aus der Distanz. Und hatte die Hoheit unter den Körben.

„Wir müssen den Rhythmus der Eisbären aus dem Spiel nehmen und Bremerhaven zu schnellen Entscheidungen zwingen“, hatte Oldenburgs Coach Mladen Drijencic als Devise ausgegeben. „Dazu müssen wir die Ballbewegung erschweren. Wir wollen die Gastgeber hart arbeiten lassen.“ Und das Konzept ging auf. „Wir haben uns selbst gleich am Anfang ein ganz tiefes Loch gegraben“, haderte Eisbären-Spieler Adrian Breitlauch mit dem völlig verpatzten Start. „Das hat uns richtig wehgetan“, sagte auch Dan Panaggio. Immerhin, so der Amerikaner weiter, habe sein Team in der Folge eine gute Moral gezeigt. „Aber es ist schwer, wenn man ständig einem Rückstand hinterherlaufen muss.“

Vergeblich gestreckt: Darious Moten hatte mit den Eisbären Bremerhaven gegen Oldenburg das Nachsehen.
Vergeblich gestreckt: Darious Moten hatte mit den Eisbären Bremerhaven gegen Oldenburg das Nachsehen. (Christina Kuhaupt)

Oldenburg legte vor, Bremerhaven lief hinterher

Auf Oldenburger Seite war es vor allem Kapitän und Dauerbrenner Rickey Paulding, der Akzente setzte. Natürlich Paulding. Denn der Amerikaner war nicht nur Topscorer beim Heimsieg im Januar, sondern erzielte in seinen 23 Spielen zuvor gegen Bremerhaven 15 Punkte im Schnitt. Derweil war von Rasid Mahalbasic, dem zuletzt gegen Braunschweig mit 19 Punkten, 13 Rebounds und zehn Assists das erst sechste Triple Double der BBL-Geschichte geglückt war, nur wenig zu sehen.

Es dauerte bis ins zweite Viertel hinein, ehe Bremerhaven den Rhythmus fand. Als Chris Warren, Kapitän Fabian Bleck und der in dieser Phase groß aufspielende frühere NBA-­Akteur Darnell Jackson nacheinander von jenseits der Dreipunktelinie erfolgreich waren und Warren dann auch noch einen Fastbreak versenkte, hieß es nur noch 36:42 – und schon war wieder Alarm im Publikum.

Der 41:50-Pausenrückstand versprach noch Spannung für Hälfte zwei. Doch auch nach Wiederbeginn waren die Kräfteverhältnisse eindeutig. Die Eisbären hatten arge Mühe, gegen die starke Defense des Tabellenzweiten, immerhin die zweitbeste der Liga, Räume zu finden. Oldenburg legte stets vor, Bremerhaven lief hinterher. Mal zehn Punkte, mal 15. Vor dem Schlussviertel hieß es 60:70.

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Dieser letzte Abschnitt hatte es dann aber doch noch einmal in sich. „Wir haben einen gutes Job gemacht und noch mal alles reingehauen“, sagt Breitlauch. „Von daher war es für die Zuschauer auch noch attraktiv und spannend.“ Anthony Canty traf mit einem Dreier zum 63:70. Und in der Folge verkürzten Wimberg und Moton gar auf 69:73 (34.). Dann wurde es sogar richtig laut in der Halle: Warren, mit 21 Punkten Topscorer an diesem Abend, hatte soeben einen Dreier zum 74:75-Anschluss versenkt.

Etwas mehr als fünf Minuten waren noch zu spielen – die Crunchtime hatte begonnen. In den jüngsten Begegnungen gegen Göttingen, Vechta und Ulm hatte Bremerhaven hier jeweils das Nachsehen gehabt. Und auch an diesem Abend sollte es nicht zu einer Wende reichen. Oldenburg spulte sein Pensum routiniert herunter und hatte dabei auch etwas Glück mit den Entscheidungen der Unparteiischen. Das 76:81 durch Warren konterte Will Cummings 60 Sekunden vor Ultimo mit einem Dreier zum 84:76, das war die Entscheidung.

Eisbären Bremerhaven: Warren (21), Canthy (6), Breitlauch (2), Wimberg (8), Bleck (7), Moten (8), Summers (12), Benson (2), Jackson (19)

Baskets Oldenburg: Cummings (17), Hopp (2), Tadda (6), Massenat (6), Balak, Stojanovski (7), Paulding (16), Mahalbasic (14), Schwethelm (13), Boothe (7)


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Leserkommentare
WK-28203 am 22.10.2019 11:44
Nur leider sind die bestimmten Bahnen/Busse der BSAG schon überfüllt, dort gibt es einfach kaum noch Platz drin...

Um es mal direkt ...
peteris am 22.10.2019 11:19
Ach die "armen Landwirte". Monokultur,Massentierhaltung und Grundwasserverseuchung, sind das Markenzeichen der so "armen Landwirte", was auch noch ...