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Deutsche Meisterschaften in Bremerhaven
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Bremer Medaillenhoffnung im Rollkunstlauf

Melissa Rosalind White 13.07.2018 0 Kommentare

Paul wirbelt Palmira durch die Luft. Dabei jagt er noch auf seinen Rollen durch die Halle. Sie bleiben stehen. „Nochmal?“, fragt Palmira ohne Luft zu holen. Sie gehen die Bewegung noch einmal durch, eine Drehung über Kopf in der Luft. Immer und immer wieder probt das Rolltanzpaar Palmira Seeger Suarez (17) und Paul Turbanow (17) ihren Rolltanz zu Prince. Mit einem Medley von Prince starten sie dieses Jahr bei der Europameisterschaft in der Altersklasse Rolltanz Jugend.

Bei der Deutschen Meisterschaft im Rollkunstlauf, die am Mittwoch in Bremerhaven beginnt, treten die beiden auch an. Das Pflichtlaufen fand bereits im April statt, jetzt geht es um Kürlaufen, Rolltanz, Paarlaufen und Formation sowie Inline Artistic. Bis Freitag sind in der Stadthalle Bremerhaven 166 Rollkunstläufer aus ganz Deutschland zu sehen, die sich hart die Nominierung erarbeitet haben. Der Bremer Verein ERB (Eis- und Rollsportverein Bürgerweide e.V.) beweist hier regelmäßig, dass die Läufer des Vereines ein hohes Niveau haben, da sie sich oft weit oben platzieren.

Bis zu fünf Mal die Woche proben die Rollkunstläufer des ERB mit ihrem Trainer. Neben dem Training in der Halle gibt es auch Training in unterstützenden Maßnahmen wie Ballett, Tanz- und Konditionstraining. Rollkunstlauf ist „eine koordinativ hoch anspruchsvolle Sportart“, sagt Trainer Andreas Nickel, der seit 2001 in Bremen Jugendliche. Er genießt wie einem bei der Sportart „der Wind um die Nase weht“, da mit den Rollschuhen sehr hohe Geschwindigkeiten erreicht werden können und man sich gleichzeitig noch koordinieren muss. Die 15-jährige Schülerin Caterina nimmt dieses Jahr erstmals an dem Turnier teil, das dieses Jahr in Bremerhaven stattfindet. Auch wenn sie mit drei Jahren angefangen hat und bereits als Trainerin beim ERB einen Kurs für Kinder gibt, hofft sie nicht auf einen Job in dem Berufsfeld als Trainerin beim ERB. Es ist sehr schwierig, aus Rollkunstlauf als Leistungssportler einen Lebensunterhalt zu verdienen. Vielleicht liegt dies an der Dominanz des Eiskunstlaufs Nordeuropa. Der Rollkunstlauf bekommt in Deutschland nicht so viel Anerkennung, bestätigt Trainer Andreas Nickel.

"Rollkunstlauf ist schwieriger"

„Wenn man in Südamerika ist, gibt es nicht so viele Eishallen, da ist das Rollkunstlaufen doch wesentlich populärer“, sagt er. Technisch gesehen sind die beiden Sportarten fast deckungsgleich, nur die Rollen und Kufen, das Eis und der Hallenboden bilden den großen Unterschied. „Eislaufen sieht meistens schöner aus, aber Rollkunstlauf ist schwieriger“, sagt Caterina. Im Rollkunstlauf Weltmeister zu sein, findet sie beeindruckender. Palmira und Paul sind der Meinung, dass sehr viel für den Rollkunstlauf spricht. „Man kann es das ganze Jahr machen, hier in Bremen schließt die Eishalle ja in den Sommermonaten“, sagt Palmira, und fügt lachend hinzu: „Mir gefällt Rollkunstlauf persönlich auch besser.“

Um sich für die Europameisterschaft zu qualifizieren, müssen die Rollkunstläufer bei den Deutschen Meisterschaften nicht nur hoch platzieren, sondern auch spezifisch nominiert werden. Das gelingt nicht vielen. Vergangenes Jahr belegte das Bremer Tanzpaar Palmira und Paul mit ihrem Flamenco den vierten Platz bei der Europameisterschaft. Dieses Jahr hoffen sie, das zu übertreffen. Also trainieren sie weiter, wirbeln elegant durch die Halle, noch einmal gehen sie Bewegungsabläufe durch.


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Leserkommentare
adagiobarber am 18.10.2019 20:37
keine frage ...

der selbstinitiative wünsche ich dauerhaften erfolg.

wenige meter entfernt -gegenüber einem ...
switchHB am 18.10.2019 20:27
Wünsche dem Team von Hellweg Centrum viel Erfolg und gut das es Euch trotz starker Konkurrenz vom Bauhaus weiterhin gibt. Für den Kunden kann der ...