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Interview nach Niederlage gegen Oberneuland
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BSV-Trainer Voigt: „Vielleicht ist es ein bisschen meine Schuld“

Stefan Freye 25.05.2019 0 Kommentare

 

Als Profi spielte Ralf Voigt (links) für Fortuna Düsseldorf, Arminia Bielefeld und den 1. FC Saarbrücken.
Als Profi spielte Ralf Voigt (links) für Fortuna Düsseldorf, Arminia Bielefeld und den 1. FC Saarbrücken. (Frank Thomas Koch)

Herr Voigt, am Mittwoch hatte der Bremer SV im Regionalliga-Aufstiegsspiel unglücklich gegen Altona 93 verloren. War nun auch das 0:1 gegen den FC Oberneuland unglücklich?

Ralf Voigt: Nee, so unglücklich wie am Mittwoch war das garantiert nicht. Wir haben uns nicht das herausgespielt, was wir wollten. Es fehlten ein paar Körner. Das hat man gesehen, obwohl wir alles versucht haben in der Vorbereitung, mit Pflege und Auslaufen. Man kann den FC Oberneuland nur beglückwünschen.

Das war tatsächlich nicht der Bremer SV der letzten Zeit. Warum hat es Ihr Team nicht bis an die Leistungsgrenze geschafft?

Ich glaube, der Druck war eigentlich gar nicht so hoch. Es waren ja nicht so viele Zuschauer da. Und was die Frische betrifft: Wir haben so viel regeneriert seit Mittwoch und hätten es eigentlich auf den Platz bringen können.

Gegen einen FC Oberneuland, der unbedingt eine dritte Niederlage gegen Ihre Mannschaft in dieser Saison verhindern wollte, hätten aber nur 100 Prozent geholfen, oder?

In der ersten Halbzeit musste der Park natürlich die Gelb-Rote Karte bekommen. Das war sehr unglücklich vom Schiedsrichter. Aber: Wir wussten, dass sie draufhauen, haben aber selbst nicht dagegengehalten, kamen einen Schritt zu spät und waren bei zweiten Bällen nicht da. Das bringt dich dann auf den Weg zur Niederlage.

Dann ist Ihre Mannschaft also eher an körperlichen Defiziten gescheitert?

Nein. Der Körper ist da, definitiv. Es hat auch mit den Aufstiegsspielen und der Partie in Heide am Mittwoch zu tun. Es hat auch damit zu tun, dass mein Ziel ist aufzusteigen – was ich so auch ganz klar gesagt habe. Vielleicht ist es ein bisschen meine Schuld, dass dann das ein oder andere Korn im Pokalfinale fehlt.

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Inwiefern?

Wenn man eine klare Ansage macht: Ich will aufsteigen, mit allem, was da ist, dann kommt das vielleicht bei den Spielern so an, dass das Pokalspiel an zweiter Stelle steht.

Dann war es also auch der Kopf, der sich noch sehr mit der Niederlage gegen Altona und dem nächsten Spiel beim Heider SV beschäftigte?

Genau, definitiv. Insofern ist es wahrscheinlich eine Kombination aus Kopf und Körper.

Und was bedeutet die Finalniederlage nun für die Aufstiegsrunde?

Am Ende des Tages ist es eine Finalniederlage. Nicht mehr und nicht weniger. Unser Ziel ist der Aufstieg. Dass die Psyche nun angeschlagen ist nach den beiden Niederlagen, ist völlig normal. Unsere Arbeit besteht darin, die Jungs da wieder rauszuholen. Da müssen wir die richtigen Mittel und Wege finden.

An diesem Sonntag tritt in der Regionalliga-Aufstiegsrunde Altona gegen den Heider SV an. Haben Sie ein Wunschergebnis?

Das ist mir egal. Ich weiß, dass ich am Mittwoch in Heide gewinnen muss.

Sie gelten als Trainer, der auch am Umfeld des Bremer SV interessiert ist. Was bedeuten die Niederlage und das verpasste TV-Geld von mindestens 100 000 Euro nun für den Verein?

Geld brauchen wir immer, das ist klar, denn jeder Verein braucht Geld. Aber welche Rolle es spielt, dass wir den DFB-Pokal verpasst haben, kann ich nicht beantworten.

Fotostrecke: FC Oberneuland jubelt, Bremer SV trauert

Eigentlich dürfte es keine Rolle spielen. Schließlich kann man einen Etat für die Regionalliga ja nicht vom Pokalsieg abhängig machen, oder

Es sollte eigentlich nur ein Zubrot sein.

Und: Ist es nur ein Zubrot?

Ich hoffe es und glaube auch fest daran.

Die Fragen stellte Stefan Freye.

Zur Person

Ralf Voigt (54) trainiert den Bremer SV seit Sommer 2018. Davor war er Sportlicher Leiter beim VfB Oldenburg. Als Profi spielte er für Fortuna Düsseldorf, Arminia Bielefeld und den 1. FC Saarbrücken.


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...