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Handball-Verband Niedersachsen
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Das Zögern der Basis

Jörg Niemeyer 07.06.2019 0 Kommentare

HVN-Vizepräsident Jens Schoof (links) und HC-Bremen-Vorsitzender Ralf Fricke.
HVN-Vizepräsident Jens Schoof (links) und HC-Bremen-Vorsitzender Ralf Fricke. (Olaf Kowalzik)

Die Reform der Spielklassen kann kommen, aber sie kommt wohl später. „Unsere Arbeit war jedenfalls nicht für die Katz'“, sagt Jens Schoof. Er hätte es zwar lieber gesehen, dass auf dem Verbandstag des Handball-Verbands Niedersachsen (HVN) der Reformantrag durchgegangen wäre. Aber weil Teile der Basis die Reform zumindest noch nicht mittragen wollten, war der vorbereitete Antrag einer Arbeitsgruppe um Jens Schoof am Tag vor dem Verbandstag zurückgezogen worden.

Jens Schoof, dessen sportliche Heimat der TS Woltmershausen ist, ist im HVN einer von fünf Vizepräsidenten und in seinem Aufgabenbereich für die Spieltechnik zuständig. Nach den Plänen der Arbeitsgruppe sollte zur Saison 2020/21 eine neue höchste Liga im Bereich des HVN eingeführt werden. Derzeit gibt es bei den Frauen und Männern jeweils zwei Oberligen (Nordsee und Niedersachsen), deren Meister in Relegationsrunden um den Aufstieg in die 3. Liga kämpfen. Weil das Leistungsgefälle innerhalb der beiden Oberligen sehr groß ist – aus Bremer Sicht eine interessante Parallele zum Fußball –, sollte aus den besten Teams beider Spielklassen jeweils eine neue eingleisige 4. Liga gebildet werden.

Zum nummerischen Ausgleich der Oberligen sollten aus den Spielklassen darunter, den Männer-Verbandsligen und den Frauen-Landesligen (es gibt keine Frauen-Verbandsligen), Mannschaften hochgezogen werden. Unter der Verbandsliga wäre die Anzahl der Männer-Landesligen von fünf auf vier, die Anzahl der Frauen-Landesligen ebenfalls von fünf auf vier reduziert worden, sodass die Anzahl der Teams von 4. Liga bis Landesliga insgesamt gleich geblieben wäre. Auf den Spielbetrieb unterhalb der Landesligen hätte die Reform gar keine Auswirkungen gehabt.

Im Prinzip fand der Vorschlag der Arbeitsgruppe Zustimmung unter den Vertretern der 13 Handball-Regionen Niedersachsens, unter denen der Bremer Handball-Verband seit einigen Jahren eine Region darstellt. Aber zahlreiche Vereine wollten, dass das Thema Spielklassenreform noch einmal unterschiedlich für die Bereiche Männer, Frauen und Jugend behandelt werden soll. „Ein Jahr zuvor war das Meinungsbild noch anders“, sagt Jens Schoof. Nun macht er sich mit seiner Arbeitsgruppe wieder an die Arbeit.

Schoof wertet es aber als gutes Zeichen, dass der Verbandstag eine wesentliche Änderung der Spielordnung beschloss. Bislang konnte nur der Verbandstag, der alle drei Jahre zusammenkommt, eine Spielklassenreform durchwinken. Künftig kann das halbjährlich tagende Erweiterte HVN-Präsidium, dem auch Vertreter aus den Regionen und aus Ausschüssen angehören, sich für eine Spielklassenreform aussprechen. Damit ist nicht ausgeschlossen, dass die Reform vielleicht trotzdem noch zur Saison 2020/21 umgesetzt wird.

Zur Sache

HC Bremen bleibt Oberligist

Der HC Bremen wird der Handball-Oberliga Nordsee auch in der Spielzeit 2019/20 angehören. Nachdem der Abstieg kurz vor Saisonende schon besiegelt schien, profitierte der Verein zunächst vom Rückzug des VfL Edewecht und zuletzt vom Drittliga-Aufstieg der beiden Oberliga-Meister OHV Aurich (Nordsee) und TuS Vinnhorst (Niedersachsen). Mit zwei Siegen über die SG Börde Handball hatte der HC in der Relegation der beiden Oberliga-Drittletzten seinen Anteil zum späten Klassenerhalt beigetragen. HC-Klubchef Ralf Fricke sagte, dass der Spielbetrieb auch finanziell gesichert sei.


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Leserkommentare
heinmueckausbremerhaven am 21.10.2019 20:47
Es gibt nur eine Chance wieviel Artikel beschrieben. Und jetzt schwindet mit dem Artikel von Stefan Rahmstorf das Argument, dass die BRD nur für ...
Bremen99 am 21.10.2019 20:41
Das Parken in Wild-West-Manier rund um den Freimarkt hat Tradition. Vor über 40 Jahren konnte man auch schon regelmäßig beobachten wie dreiste ...