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Eisbären Bremerhaven hoffen auf Unterstützung des Bremer Publikums

Jörg Niemeyer 25.04.2019 0 Kommentare

Die Eisbären bei ihrem bislang letzten Gastspiel in Bremen am 10. Februar gegen Oldenburg: Chris Warren schnappt sich den Ball, Fabian Bleck sichert noch ab.
Die Eisbären bei ihrem bislang letzten Gastspiel in Bremen am 10. Februar gegen Oldenburg: Chris Warren schnappt sich den Ball, Fabian Bleck sichert noch ab. (Christina Kuhaupt)

Am 3. März, beim 80:91 gegen den FC Bayern, hat Michael Mai erstmals als verantwortlicher Trainer der Eisbären Bremerhaven an der Seitenlinie gestanden. Obwohl der Basketball-Bundesligist an jenem Tag seine 16. Niederlage in Folge kassierte, hatte er gegen den deutschen Meister eine ordentliche Leistung geboten. Nach Arne Woltmann und Dan Panaggio ist Mai in der laufenden Saison nun schon der dritte Coach des Teams.

Und nach bislang acht Partien unter seiner Regie sieht es so aus, als könnte der neue Mann den Klassenerhalt mit den Eisbären tatsächlich noch realisieren. Drei Siege in fünf Spielen: So lautet Mais bisherige Bilanz – überragend im Vergleich zur Bilanz seiner Vorgänger, die in 24 Liga-Partien zusammen nur drei Erfolge hatten feiern dürfen. „Das Team spielte in den letzten fünf, sechs Partien richtig gut“, sagt der 44-jährige und attestiert ihm Auftritte im Stil einer Play-off-Mannschaft.

Die besten acht Bundesligisten erreichen am Ende der Hauptrunde, also nach dem 34. Spieltag, die Play-off-Partien. Die Eisbären werden definitiv nicht dazugehören. Aber sie wären schon jetzt ein Stück weiter in Richtung Tabellenmittelfeld geklettert, wenn sie sich zuletzt nicht wiederholt mit verheerenden Aussetzern selbst um die Früchte ihrer Arbeit gebracht hätten. Gleich mehrfach leisteten sich die Bremerhavener ein Spielviertel, mit dem sie mögliche Punkte verschenkten. Auch am vergangenen Sonnabend beim 81:83 in Braunschweig, wo das dritte Viertel mit 29:16 an die Gastgeber gegangen war.

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„Das müssen wir besser machen“, sagt Mai – am besten schon am Sonntag, wenn seine Mannschaft um 15 Uhr in der Bremer ÖVB-Arena auf die BG Göttingen trifft. Die bisherigen drei Heimspiele unter Cheftrainer Mai haben die Eisbären ausnahmslos gewonnen, und natürlich soll diese Serie im Gast-Heimspiel in Bremen nun nicht reißen.

Sie darf auch nicht reißen, denn auch nach Rechnung von Michael Mai brauchen die Eisbären in den letzten fünf Begegnungen noch mindestens zwei Siege. „Mit drei Siegen sind wir auf jeden Fall gerettet“, sagt Mai. Der nächste Schritt in Richtung Klassenerhalt soll gegen Göttingen folgen. „Vor allem müssen wir gut verteidigen“, sagt Mai. Er hat großen Respekt vor dem Tempospiel der vergleichsweise kleinen, dafür aber sehr schnellen Niedersachsen.

Die einfache Formel des Trainers: Je weniger Ballverluste sein Team erleidet, desto schwieriger wird die erfolgreiche Korbjagd für die ebenfalls noch abstiegsbedrohten Göttinger. Denn, so Mais Hoffnung, wenn sich die Bremerhavener in der Abwehr erst einmal formieren können, dürften sie ihre körperlichen Vorteile ausnutzen.

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Ein weiterer Vorteil könnte die Unterstützung des Publikums werden. Eine Sorge, die Mai als Assistenztrainer unter Panaggio noch hatte, hat sich inzwischen verflüchtigt. Seit dem Spiel in Bremen am 10. Februar gegen Oldenburg (83:88) weiß auch Mai, dass die ÖVB-Arena nicht zu groß ist für sein Team.

„Ich war skeptisch“, sagt er. Aber nachdem er erlebt hatte, wie sehr die fast 7000 Zuschauer die Eisbären unterstützten, ist pure Begeisterung beim Coach geblieben. „Es war super. Ich hoffe, dass wir auch am Sonntag so viel Rückenwind bekommen.“

Der jüngste Aufschwung der Bremerhavener hat neben Mai mit einer zweiten Personalie zu tun. Seit vier Spielen trägt Armani Moore das Trikot der Eisbären, und mit dem 25-Jährigen ist viel Qualität in die Mannschaft gekommen.

„Er hat viel Erfahrung, verteidigt stark, ist gut in der Offensive und hat einen richtig guten Charakter“, sagt Michael Mai. Moore sei ein Schlüsselspieler fürs Team, der sich in kurzer Zeit den Respekt seiner neuen Mitspieler verdient habe. Vielleicht unterstreicht der US-Amerikaner seinen Wert ja auch am Sonntag in Bremen.


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...