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FCO-Coach Arambasic: „Wir sind tieftraurig“

Jörg Niemeyer 19.04.2019 0 Kommentare

Kristian Arambasic (41) steht seit Juli 2017 an der Seitenlinie des FC Oberneuland.
Kristian Arambasic (41) steht seit Juli 2017 an der Seitenlinie des FC Oberneuland. (Frank Thomas Koch)
Herr Arambasic, ist die Meisterschaft in der Bremen-Liga nun entschieden?

Kristian Arambasic: Der Bremer SV kann sich jetzt nur noch selber schlagen, sie haben es selber in der Hand. Wir können jetzt nur auf Montag schauen, was der BSV im Nachholspiel bei der SFL Bremerhaven macht, und danach müssen wir in unseren Spielen die Hausaufgaben machen. Aber erst mal sind wir natürlich tieftraurig, dieses Topspiel in der letzten Minute verloren zu haben.

Warum hat Ihre Mannschaft in der zweiten Halbzeit so stark nachgelassen?

Fußball ist am Ende des Tages auch Kopfsache. Wir haben uns in der Pause eigentlich gut gefühlt, sind auch ganz gut aus der Kabine gekommen. Aber der Bremer SV hat nach dem Seitenwechsel ganz anders gespielt und viel mehr auf lange Bälle gesetzt. Wir haben viele Kopfballduelle verloren, auch deshalb ist das Spiel schließlich gekippt. Der Knackpunkt war sicherlich das 1:1.

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Sie haben erst in der 75. Minute ihren ersten Wechsel gezogen, in der 87. Minute dann den zweiten und letzten Wechsel vorgenommen. War das zu spät?

Nein, denn insgesamt waren wir mit dem Spiel nicht unzufrieden. Wir standen hinten sicher und haben kaum etwas zugelassen. Ich erinnere mich jedenfalls nicht an viele große Chancen für den Bremer SV im zweiten Durchgang. Nach vorne ging bei uns leider zu wenig, aber da wollte ich erst mal nicht reagieren, weil wir eigentlich ganz gut im Spiel drin waren. Onur Uzun ist ein bisschen die Luft ausgegangen, aber er ist bei uns immer für ein Tor gut, deshalb habe ich ihn nicht rausgenommen. Ich habe dann Amadou Sarr für Karim Raho gebracht, um in der Luft wieder mehr Duelle zu gewinnen, denn da ist der BSV sehr stark.

Hat sich der Siegtreffer Ihrer Meinung nach angedeutet?

Nein, eigentlich nicht. Es lief eigentlich alles auf ein Unentschieden hinaus. Wir konnten auf dem Rasen nicht unseren gewohnten Fußball spielen, die vielen langen Bälle gehören eigentlich nicht zu unserem Spiel. Defensiv standen wir dafür trotzdem sehr sicher. In der Szene vor dem 2:1 sind uns dann leider einige Fehler passiert. Wir bleiben letztlich stehen und Nikky Goguadze läuft alleine auf unser Tor zu. Dass er den Ball reinmacht, ist für den Bremer SV natürlich eine Riesensache, schließlich wurde er erst kurz vorher eingewechselt. Aber wir sind momentan einfach nur sehr traurig.

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2300 Zuschauer, bestes Wetter und ein spannendes Spiel: War das Topspiel Werbung für den Bremer Amateurfußball?

Aus neutraler Sicht war das Spiel sicherlich sehr schön für den Bremer Amateurfußball. Aber aus sportlicher Sicht wird mir vor allem die 1:2-Niederlage in Erinnerung bleiben. Das Drumherum ist mir da als Sportler dann erst mal egal, da überwiegt die Enttäuschung über die Niederlage deutlich mehr.

Kommt dem Lotto-Pokal-Finale gegen den Bremer SV am 25. Mai nun noch mal eine höhere Bedeutung zu?

Nein, aber es ist die Chance, etwas zu gewinnen und sich für eine insgesamt tolle Saison zu belohnen. Jetzt wollen wir aber erst einmal die Ligasaison zu Ende spielen, dann kommt das Pokalfinale.

Die Fragen stellte Mario Nagel.

Zur Person

Kristian Arambasic (41) steht seit Juli 2017 an der Seitenlinie des FC Oberneuland. Dem ehemaligen Trainer des Brinkumer SV und VfB Oldenburg gelang mit dem FCO auch im vierten Ligaspiel gegen den Bremer SV kein Sieg.


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Leserkommentare
theface am 18.10.2019 20:54
Das kann so nicht stimmen, sonst wären SPD und Grüne ja nicht mehr in der Landesregierung.
Opferanode am 18.10.2019 20:48
Ich hatte die gleiche Frage. Aber eine vernünftige Antwort würde mir besser gefallen, als so schulmeisterlich daherzukommen, mit der Aufforderung, ...