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WK-Sportgipfel im Steigenberger-Hotel
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Filbry bringt Werder-Sportcampus ins Spiel

Frank Büter 02.10.2019 1 Kommentar

Zu einem Sportgipfel gehört auch ein Talk mit den Sportspitzen (v.l.): Bremens Fußball-Boss Björn Fecker, Werder-Chef Klaus Filbry, Mathias Sonnenberg, Sportchef vom WESER-KURIER, Sportsenatorin Anja Stahmann und Bremens LSB-Präsident Andreas Vroom.
Zu einem Sportgipfel gehört auch ein Talk mit den Sportspitzen (v.l.): Bremens Fußball-Boss Björn Fecker, Werder-Chef Klaus Filbry, Mathias Sonnenberg, Sportchef vom WESER-KURIER, Sportsenatorin Anja Stahmann und Bremens LSB-Präsident Andreas Vroom. (Fotos: Frank Thomas Koch)

Eine Wette? Nein. Das war ihm dann doch zu heikel. Nico Stankewitz, Sportdirektor beim Club zur Vahr und Trainer der Hockey-Damen in der Regionalliga, ließ sich nicht locken. Am Nikolausabend ist Derbyzeit. Nach zwei Jahren werden sich der Club zur Vahr und Erstligaabsteiger Bremer HC dann erstmals wieder in einem Punktspiel unter dem Hallendach gegenüberstehen. Dieses Derby, es war natürlich auch ein Thema beim WK-Sportgipfel. Der WESER KURIER als Gastgeber hatte am Montagabend zahlreiche Vertreter aus Sport, Politik und Wirtschaft in die Räumlichkeiten des Steigenberger Hotels am Weser-Terminal geladen. Und rund 250 Gäste waren der Einladung zu dieser Premierenveranstaltung gefolgt. Eine Veranstaltung, die viel Raum ließ für Begegnungen. Für Gespräche. Und natürlich auch für launige Fachsimpelei. Etwa über den Ausgang dieses Stadtderbys der beiden besten Hockeyklubs in Bremen. Wer dann wohl als Sieger die Halle verlassen wird? Nico Stankewitz blieb trotz der gelösten Stimmung Realist: „Wir sind in dem Spiel klarer Außenseiter“, sagte er – und war nicht willens, die ihm bei diesem Sportgipfel von der BHC-Delegation angetragene Wette einzugehen.

Ein Sportgipfel, bei dem natürlich auch viele Sportspitzen vertreten waren. Der SV Werder beispielsweise hatte personell alles aufgeboten, was Rang und Namen hat. Die Geschäftsführer Klaus Filbry und Frank Baumann waren ebenso vertreten wie Präsident Hubertus Hess-Grunewald und Aufsichtsratschef Marco Bode. Filbry nutzte denn auch die Gelegenheit, im Gipfel-Talk zu Beginn der Veranstaltung noch einmal für den geplanten Bau des Nachwuchsleistungszentrums in der Pauliner Marsch zu werben. Nachdem Christian Stoll, bekannt als Stadionsprecher beim SV Werder, gemeinsam mit dem neuen Hoteldirektor Alexander Skibbe und WESER-KURIER-Chefredakteurin Silke Hellwig den Abend offiziell eröffnet hatten, stellten sich neben Filbry auch Sportsenatorin Anja Stahmann, LSB-Chef Andreas Vroom und der Bremer Fußballverbands-Vorsitzende Björn Fecker den Fragen von WESER-KURIER-Sportchef Mathias Sonnenberg.

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„Was uns vorschwebt, ist ein Sport-Campus“, sagte Klaus Filbry. Ein Campus für einen Verein, der auch andere Sportarten unterstütze und im Leistungs- und Breitensportbereich mehr als 18.000 Mitglieder habe. Für all diese Mitglieder müsse man gute Bedingungen bieten. „Wir müssen wettbewerbsfähig sein und Bremen und auch Werder Bremen zukunftsfähig aufstellen“, sagte Filbry.

In Kürze stehen im Senat Haushaltsberatungen an, dabei geht es auch um den künftigen Etat für den Bremer Sport. Ob sich aus diesen Beratungen neue Möglichkeiten ergeben oder sich neue Hindernisse in den Weg stellen? Anja Stahmann gibt sich kämpferisch: „Wenn einem Steine in den Weg gelegt werden, hat man zwei Möglichkeiten: Man verzweifelt – oder man baut was Schönes daraus.“ Als Beispiele nannte die Senatorin eben ein Leistungszentrum, ein Haus der Athleten oder neue Sporthallen.

Die Erwartungshaltung an die Grünen-Politikerin ist jedenfalls recht groß. Dem Sport müsse es gelingen, im Haushalt frei werdende Gelder zu akquirieren für dringend notwendige Investitionen und Sanierungen, sagte Fecker. Und auch LSB-Chef Vroom plädierte angesichts vieler maroder Sportstätten noch einmal für eine größere finanzielle Unterstützung und stellte fest: „Der Leistungssport in Bremen ist unterfinanziert, hier ist noch einiges zu tun.“ Ein Haus der Athleten sei dabei ein wichtiger Baustein.

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Für die Gäste im Steigenberger waren damit genug Stichworte gegeben worden. In der Folge wurde in geselliger Runde eifrig diskutiert. Der Abend bot viel Zeit für intensiven Gedankenaustausch und auch Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und alte Kontakte wieder aufzufrischen. „Es ist toll, so viele Leute von früher wiederzutreffen“, sagte Handballtrainer Radek Lewicki (Werder Bremen), der einst mit Walles Damen große Erfolge gefeiert hatte. „Es ist schön, so viele neue Gesichter kennenzulernen“, sagte Nils Ruttmann, der neue Basketball-Geschäftsführer der Eisbären Bremerhaven. „Das ist ein guter Abend zum Netzwerken“, meinte Martin Schultze, Sportlicher Leiter und Geschäftsführer beim Bremer Hockey-Club. Der WK-Sportgipfel hat damit sein Ziel erreicht. Er hat dafür gesorgt, dass sich Sport, Politik und Wirtschaft begegnen und ins Gespräch kommen. Fortsetzung folgt bestimmt – auch ohne Wetteinsatz.


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Leserkommentare
ManUD7 am 22.10.2019 07:37
Wieso wird die Bevölkerung aufgehetzt? Jahrelang sieht man doch nur noch Mais. Und dieser dient weitestgehend zum Betrieb der Biogasanlagen. Dafür ...
Mangaguide.de am 22.10.2019 07:30
Ein Punkt in Flensburg fuer den Halter war ja geplant, wurde aber leider wieder verworfen.

Alternativ koennte man ja auch Feuerwehr, ...