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Franziska und Boll erreichen Viertelfinale der German Open

Frank Büter 11.10.2019 0 Kommentare

Patrick Franziska
Patrick Franziska (JASPERSEN/dpa)

Der Wunsch des Sportdirektors ist in Erfüllung gegangen: Wenn die German Open an diesem Samstag ab 10 Uhr ins Finalwochenende starten, sind auch noch Aktive des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) dabei – sehr zur Freude von Richard Prause, aber auch zur Freude des Publikums in der Bremer ÖVB-Arena. In der Einzelkonkurrenz der Damen hat Xiaona Shan bei diesem mit 270 000 Dollar dotierten Platinum-Turnier des Weltverbandes ITTF ebenso das Viertelfinale erreicht wie Patrick Franziska und Timo Boll bei den Herren. Zudem bestreitet das deutsche Duo Benedikt Duda/Dang Qiu am Abend das Endspiel im Herren-Doppel (Beginn 20.30 Uhr).

Mit viel Selbstvertrauen ging Patrick Franziska am Freitagabend in sein Achtelfinale gegen den an Position drei gesetzten Gaoyuan Lin. Vor einer Woche gab es dieses Duell bereits bei den Swedish Open – mit dem besseren Ende für den Chinesen (1:4). "Da war ich chancenlos", sagte Franziska, der sich diesmal aber in einer überragenden Form präsentierte. "Ich habe an meinem Maximum gespielt", sagte Franziska nach seinem 4:1-Triumph. Mit druckvollem Spiel brachte er sein Gegenüber vor allem auf dessen Rückhandseite immer wieder in Verlegenheit und zwang Lin zu Fehlern. Das Publikum und auch Bundestrainer Jörg Roßkopf waren sichtlich begeistert. „Mit seinen jetzt 27 Jahren spielt Patrick sein bestes Tischtennis," sagte auch Sportdirektor Prause. Nach dem Aus am Mittag im Viertelfinale der Doppelkonkurrenz an der Seite von Timo Boll steht Franziska nun also im Einzel-Wettbewerb unter den besten Acht der German Open, wo er an diesem Sonnabend auf den Koreaner Youngsik Jeoung treffen wird.

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Apropos Boll: Deutschlands Altmeister, vor 20 Jahren bereits als 18-Jähriger bei den German Open in Bremen dabei, sorgte für den Krimi des Abends und ist ebenfalls noch im Wettbewerb vertreten. Dabei stand die Nummer eins des DTTB beim 4:3-Erfolg gegen den Japaner Jun Mizutani bereits vor dem Aus. Im Entscheidungssatz lag Boll mit 3:9 zurück, wehrte einen Matchball ab, um dann seinen ersten Matchball zum 12:10 zu nutzen – ein Comeback, das von den Zuschauern stürmisch gefeiert wurde! „Ein bisschen Glück gehört manchmal dazu“, sagte Boll, der nun gegen den Chinesen Zhendong Fan spielt.

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Bei den Damen qualifizierte sich die 36-jährige Xiaona Shan durch einen 4:0-Erfolg gegen die japanische Abwehrspielerin Hitomi Sato für die Runde der besten Acht. „Das 4:0 sieht zwar klar aus, aber die Partie war doch sehr anstrengend", sagte die frühere Weltranglistenzwölfte Shan, die sich als ungesetzte Spielerin in Bremen zunächst durch die Qualifikation kämpfen musste. Im Viertelfinale trifft Shan an diesem Sonnabend um 16.30 Uhr nun auf die an Neun gesetzte Tianwei Feng (Singapur), die sich überraschend glatt gegen die Weltranglistenerste Meng Cheng aus China mit 4:0 durchgesetzt hatte.

Für einen weiteren Höhepunkt sorgte am Freitag das Herren-Doppel Benedikt Duda/Dang Qiu, das sich im Halbfinale gegen die taiwanenische Paarung Chen/Chuang mit 3:2 behauptete. „Wir stehen im Finale„, sagte Benedikt Duda. “Jetzt wollen wir auch den Titel holen!“ Im letzten Spiel dieses Sonnabends trifft das ungesetzte DTTB-Duo auf die Chinesen Xin Xu und Jingkun Liang, immerhin die Nummern eins und acht in der Tischtennis-Welt.

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Leserkommentare
heinmueckausbremerhaven am 21.10.2019 20:47
Es gibt nur eine Chance wieviel Artikel beschrieben. Und jetzt schwindet mit dem Artikel von Stefan Rahmstorf das Argument, dass die BRD nur für ...
Bremen99 am 21.10.2019 20:41
Das Parken in Wild-West-Manier rund um den Freimarkt hat Tradition. Vor über 40 Jahren konnte man auch schon regelmäßig beobachten wie dreiste ...