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Fünfte Niederlage in Folge für die Pinguins

Mats Vogt 03.02.2019 0 Kommentare

Auch Bremerhavens Verteidiger Kevin Lavallée kann die Niederlage seiner Mannschaft gegen Iserlohn vor heimischem Publikum nicht verhindern.
Auch Bremerhavens Verteidiger Kevin Lavallée kann die Niederlage seiner Mannschaft gegen Iserlohn vor heimischem Publikum nicht verhindern. (Hartmut Adelmann)

Jetzt sind die Fischtown Pinguins völlig von der Rolle. Am Sonntagnachmittag kassierten die Bremerhavener im Saisonendspurt der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) die nächste bittere Niederlage – mittlerweile schon die fünfte in Serie. Die Aufholjagd gegen die Iserlohn Roosters kam zu spät, nach einem 0:3 zum Ablauf des zweiten Drittels, reichte es nur noch zu einem ernüchternden 2:3 (0:0,0:3,2:0)-Endstand. In der jetzigen Phase langt die spielerische Qualität nicht einmal, um sich gegen den bis dato Tabellenletzten Iserlohn zu behaupten. Trainer Thomas Popiesch konnte nach der Schlusssirene nur noch mit dem Kopf schütteln. Vielleicht hilft den Pinguins nun die anstehende zweiwöchige Pause, um den Weg aus der Krise zu finden.

Die Pinguins standen mit Spielbeginn mächtig unter Zugzwang. Das Selbstvertrauen lag zwar zu diesem Zeitpunkt noch nicht am Boden, die Pleitenserie hatte aber trotzdem Spuren hinterlassen. Der hohe Erwartungsdruck, die direkte Play-offs-Qualifikation zu erreichen, macht der Mannschaft zu schaffen. Sie verliert zunehmend ihre Leichtigkeit, Siege werden zur Pflicht und damit die Blockaden immer stärker.

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Die heftige 0:5-Auswärtsniederlage vom vergangenen Donnerstag gegen die Straubing Tigers war noch nicht verarbeitet. Trotzdem legten sie in der fast ausverkauften Eisarena in Bremerhaven gleich von Beginn an den Vorwärtsgang ein. Das Fehlen des Kapitän Mike Moore (Grippe) und Stammspieler Nicolas Jensen (Verletzung) sollte in dieser Partie keine Rolle spielen.

Auch ohne ihre etablierten Verteidiger standen sie zunächst in der Defensive äußerst stabil. Die Bremerhavener agierten überaus schwungvoll und bedrängten das gegnerische Tor. Nur im Abschluss fehlte ihnen das nötige Glück, sie konnten keinen Nutzen aus einer Vielzahl an Chancen erzielen. Die beste Möglichkeit auf ein Tor bot sich den Pinguins schon nach fünf Minuten. Aber selbst im Power-Play schafften sie es nicht, den Puck an Iserlohn-Keeper Sebastian Dahm vorbei zu bringen.

Pinguins Keeper mit guter Leistung in erster Hälfte 

Geduld war gefragt im zweiten Drittel, die Bremerhavener durften nicht unruhig werden, sie mussten ihrer Linie trotz Torflaute treu bleiben. Und das taten sie auch. Sie machten weiter Druck und drängten auf ein Tor. Es gab jede Menge Chancen, doch Iserlohn-Torhüter Dahm wuchs über sich hinaus. Plötzlich muckte der Tabellenvierzehnte auf und setzte seinerseits offensiv immer mal wieder gefährliche Duftmarken. Iserlohn erspielte sich sogar ein leichtes Übergewicht, Pinguins Keeper Tomas Pöpperle löste mit starken Reflexen allerdings gleich mehrere brenzlige Situationen mit Bravour.

Nach der Hälfte der Spielzeit war der Tscheche dann aber machtlos. Vor seinem Kasten ergab sich plötzlich ein heilloses Durcheinander, keiner wusste für einen Moment lang, wo der Puck überhaupt war. Nur Iserlohns Travis Turnbull behielt den Überblick und stocherte die Scheibe über die Line. Die Bremerhavener waren geschockt, sie verstanden die Welt nicht mehr. Das war Eishockey verkehrt. Statt einer eigentlich verdienten Führung, mussten sie nun einem 0:1-Rückstand hinterherlaufen.

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Die Pinguins gerieten durch diesen Gegentreffer völlig aus der Spur, sie ließen sich einschüchtern, verloren den Faden und reihten Fehler an Fehler. Den Höhepunkt ihrer eigenen Unfähigkeit ließen sie in der 40.  Minute innerhalb von 42 Sekunden folgen. Obwohl sich in Überzahl befindend, schauten sie bei den beiden Treffern der Gäste nur zu. Erst konnte Marko Friedrich in Unterzahl einen Alleingang erfolgreich abschließen, ehe Jon Matsumoto im direkten Anschluss das 3:0 erzielte und damit die Eisarena komplett verstummen ließ.

Im letzten Abschnitt setzten die Bremerhavener Eishockeyspieler noch einmal alles auf eine Karte. Sie wollten sich noch nicht geschlagen geben und starteten eine mächtige Aufholjagd. Und tatsächlich: den Pinguins gelang der Blitzstart. Nur 14 Sekunden nach Wiederbeginn fiel der Anschlusstreffer. Torjäger Jan Urbas zimmerte die Scheibe aus dem Hinterhalt zum 1:3 genau unter die Querlatte. In der 47. Minute machte dann Chad Nehring die Partie kurzzeitig spannend. In doppelter Überzahl konnte der Pinguins-Angreifer mühelos das 2:3 erzielen. Zu mehr sollte es aber nicht reichen. 


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Leserkommentare
HB-Maennchen am 23.10.2019 09:23
Da möchte man als schlichter Leser des Weser-Kuriers der jetzt wieder doch etwas deutlicher wahrnehmbaren schreibenden Stimme der Chefredakteurin ...
cklammer am 23.10.2019 09:05
Na, wir wissen ja, wie das geht: etwas gleichartiges wird ja am Weserstadion schon beim jedem Heimspiel von Werder umgesetzt.

Da wird ...