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Neue Ideen für den Neubau
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Gedankenspiele um Werder-Leistungszentrum auf Stelzen

Mathias Sonnenberg 11.04.2019 1 Kommentar

So sieht der Stelzenbau in der Vahr aus – ein Modell für Werder?
So sieht der Stelzenbau in der Vahr aus – ein Modell für Werder? (Frank Koch)

Wie wichtig ein funktionierendes Nachwuchsleistungszentrum ist, hat Werder Bremen in dieser Woche verdeutlicht. Die Verträge der Brüder Maximilian und Johannes Eggestein wurden verlängert, beide Spieler haben laut der Branchenseite „transfermarkt.de“ zusammen gerechnet mittlerweile einen Marktwert von über 32 Millionen Euro. Ausgebildet wurden sie bei Werder und dienen in der Argumentation des Vereins für einen Neubau des Leistungszentrums in der Pauliner Marsch jetzt als Blaupause. Vor sechs Monaten hatte der Bundesligist bekanntlich erste Pläne erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt – seitdem gilt das Projekt in der Stadt als Politikum. Viele Anwohner sind gegen einen Neubau, in der Politik und im Bremer Sport befinden sich hingegen viele Befürworter.

Aber so richtig voran geht es nicht mit den Plänen. Denn auf die wartet das Bauressort von Senator Joachim Lohse, um einen Neubau offiziell abzunicken und damit entscheidend voranzutreiben. Denn das, was Werder bislang im Rathaus vorgelegt hat, geht nicht über eine Visualisierung der Baupläne hinaus. "Wir wissen, dass Werder intensiv an den Plänen arbeitet", sagt Jens Tittmann als Sprecher der Baubehörde. "Aber wir brauchen keine Visualisierung, sondern Fakten. Wenn die vorliegen, werden wir schnell einen nächsten Termin mit Werder finden." Bekanntlich hatte man sich im Dezember vergangenen Jahres auf einen Arbeitskreis geeinigt, der aus Staatsräten und Werder-Verantwortlichen besteht. "Für Tittmann ist aber auch klar, "dass wir immer auch die Interessen der Anwohner berücksichtigen müssen".

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Das Bauressort hat besonders eine heikle Frage zu klären: Was passiert, wenn die Pauliner Marsch vom Hochwasser der Weser geflutet wird und womöglich Millionen-Schäden am Nachwuchsleistungszentrum verursacht? Eine Möglichkeit, die in der Baubehörde intern diskutiert wird, ist deshalb ein Neubau auf Stelzen. In Holland sind solche Bauten längst Realität, in Bremen eher eine Seltenheit. In der Vahr aber steht solch ein Stelzen-Bau, der ein Fitnessstudio beherbergt, bereits seit längerer Zeit. Der große Vorteil: bei Trockenheit kann das Erdgeschoss als Lagerfläche oder Parkraum genutzt werden. Sollte es zu einer Überflutung kommen, würden die Räume keinen Schaden nehmen. Außerdem würde bei solch einer Konstruktion kaum Retentionsfläche in der Pauliner Marsch verloren gehen. Ein wichtiges Argument in der Auseinandersetzung mit Anwohnern und Naturschützern.

Derzeit keine Zwischenstände 

Wie die konkreten Pläne des Bundesligisten aussehen, ist bislang noch nicht bekannt. Auf Anfrage des WESER-KURIER erklärte Sprecher Michael Rudolph am Donnerstag: "Die Arbeitsgruppen, auf die wir uns mit dem Senat geeinigt haben, arbeiten sehr konstruktiv zu den verschiedenen Themen zusammen. Wir wollen in dieser Phase der Zusammenarbeit keine Zwischenstände abgeben. Sobald belastbare Ergebnisse erzielt würden, erklärte Rudolph, seien alle daran interessiert, sie transparent mit allen Beteiligten auszutauschen.

Die Planungen für den Neubau am Weserstadion beschäftigen derweil auch den Bremer Fußball-Verband. „Das ist ja das klassische Henne-Ei-Problem“, erklärt Präsident Björn Fecker. „Werder sagt, wir können erst planen, wenn wir einigermaßen sicher wissen, dass es möglich ist. Und die Behörde sagt, sie kann erst beurteilen, wenn sie weiß, was da geplant ist.“ Der geplante Standort Pauliner Marsch stelle eben besondere Herausforderungen dar, sagt Fecker. „Es ist völlig klar, dass Werder als Verein, der darauf angewiesen ist, eigenen Nachwuchs für die Profi-Abteilung auszubilden, ein vernünftiges Nachwuchsleistungszentrum benötigt. Der Verein befindet sich in einem harten Konkurrenz-Wettbewerb. Das ist existenziell.“


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Leserkommentare
IhrenNamen am 19.10.2019 14:35
Die SPD kann hier aber höchstens zu 50% Schuld sein da das DSM zu 50% vom CDU-Regierten Bund finanziert wird.

Ich denke die Schuldigen ...
suziwolf am 19.10.2019 14:35
@dmiral ...

Und ,ausländischen Eltern‘ die nicht nur darauf bedacht sind, Ihren Kindern eine
• gute Bildung zukommen zu ...