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Bremer SV plant die Zukunft
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Jetzt geht’s erst richtig los für den Bremer SV

Mathias Sonnenberg 24.04.2019 0 Kommentare

Wenn es doch immer so wäre im Amateur-Fußball: 2300 Zuschauer sahen das 2:1 des Bremer SV gegen Oberneuland und sorgten für eine grandiose Atmosphäre.
Wenn es doch immer so wäre im Amateur-Fußball: 2300 Zuschauer sahen das 2:1 des Bremer SV gegen Oberneuland und sorgten für eine grandiose Atmosphäre. (Christina Kuhaupt)

Niemand beim Bremer SV wird behaupten, dass jetzt rund um den Panzenberg wieder der Alltag Einzug gehalten hat. Okay, das wohl entscheidende Spiel um den Titel gegen den FC Oberneuland (2:1) an einem traumhaften Karfreitag vor einer traumhaften Kulisse (2300 Zuschauer) ist vorbei, aber eigentlich geht es jetzt ja erst los in einer Saison, an dessen Ende die Kicker des BSV ein Stück Bremer Fußball-Geschichte geschrieben haben könnten: Meister der Bremen-Liga, dazu Pokalsieger und der damit verbundene Einzug in die erste DFB-Pokalrunde und natürlich der Aufstieg in die Regionalliga. Die härtesten Wochen kommen also noch. Und das liegt nicht nur daran, dass Trainer Ralf Voigt seinen Vertrag noch nicht verlängert hat. Der Bremer SV kämpft derzeit gleich an mehreren Fronten – eine Bestandsaufnahme. 

Der Trainer

Ralf Voigt ist seit vergangenem Sommer Coach des BSV. Bis jetzt ist die Zusammenarbeit ein Glücksfall, der Ex-Profi (unter anderem Fortuna Düsseldorf, Arminia Bielefeld) hat den Umbruch im Klub bestens gemeistert. Aber: Noch hat der 53-Jährige seinen Vertrag, der bis zum 30. Juni 2019 läuft, nicht verlängert. Voigt sagt: „Ich möchte gerne weitermachen, wenn die Strukturen, die ich mir vorstelle, auch umgesetzt werden.“ Er möchte ein noch professionelleres Umfeld, genauere Aufgabenverteilung. Vorstellungen, die man ihm gerne erfüllen möchte. „Bei der Vertragsverlängerung geht es nur noch um Detailfragen“, sagt Gerd Lenk aus der Sportlichen Leitung des BSV. „Wir wollen ihn unbedingt halten, weil wir hier im Klub alle noch von Ralf lernen können. Er hat in vielen Bereichen eine andere, eine größere Denke.“ Auch wenn Voigt neue Trainer-Angebote nicht dementiert („Jeder kennt doch das Fußball-Geschäft“), habe der BSV absolute Priorität. „Ich hoffe, dass wir so schnell wie möglich verlängern.“ Tendenz: Voigt bleibt BSV-Trainer. 

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Die Relegation

In diesem Jahr wird es eine Dreier-Runde in der Regionalliga-Relegation geben. Der Grund: Der Oberliga-Meister aus Niedersachsen steigt direkt auf, der Vizemeister kämpft in zwei direkten Duellen gegen den 15. der Regionalliga um einen Platz in der vierten Liga. Bleiben also die Meister aus Bremen (wohl der Bremer SV), Hamburg (dort haben nur FC Teutonia und Altona 93 für die Relegation gemeldet) und Schleswig-Holstein, wo mit dem Heider SV sogar nur ein Verein für die Aufstiegsrunde gemeldet ist. Aus der Dreiergruppe steigen zwei Klubs auf. Die Termine stehen schon fest: am 22. Mai spielt der Bremer gegen den Hamburger Vertreter (19.30 Uhr), am 26. Mai Hamburgs Vertreter gegen den Heider SV, am 29. Mai der Heider SV gegen den Bremer Meister (19.30 Uhr).

Der Bremer SV und der FCO hatten schon vor längerer Zeit beim Norddeutschen Fußball-Verband (NFV) beantragt, die mögliche Relegation mit einem Heimspiel beginnen zu können. Begründung: Da am 25. Mai das Bremer Pokalfinale ausgetragen wird, wollte man eine längere Reise zum ersten Spiel am Mittwoch davor vermeiden. Der NFV zeigte Verständnis. Dass sich trotzdem Relegationsspiele und Pokalfinale jetzt innerhalb einer Woche ballen, sei alles andere als glücklich, sagt Voigt. „Das hätte man anders machen können. Aber wenn es so kommt, werden wir es akzeptieren.“  

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Die möglichen Gegner

Ralf Voigt will von vorzeitigen Glückwünschen zur Meisterschaft zwar noch nichts wissen, die möglichen Relegationsgegner aber scoutet er trotzdem schon. „Da müssen wir zweigleisig fahren, alles andere wäre unprofessionell.“ Am 17. Mai spielen Altona (derzeit Tabellenführer) und Teutonia im direkten Duell gegeneinander. Ist bis dahin noch keine Entscheidung in der Hamburger Meisterschaft gefallen, wird Voigt an diesem Abend auf der Tribüne sitzen. Bislang hat er beide Teams nur im Live-Stream bei sporttotal.tv gesehen. „Aber es geht nichts über Live-Eindrücke“, sagt er. Aber nicht nur Voigt scoutet Gegner, er bekommt im Verein Unterstützung. „Wir holen uns alles, was wir bekommen können“, sagt Gerd Lenk. Er habe bereits Spielbeobachtungskarten beim Heider SV beantragt, „wir wollen auf dem aktuellsten Stand sein“, sagt er. Der Heider SV ist derzeit Zweiter in der Oberliga Schleswig-Holstein, Tabellenführer NTSV Strand aber hat aus finanziellen Gründen kein Interesse an der Regionalliga.  

Wie stark die Kicker vom Heider SV einzuschätzen sind, wissen sie beim BSV noch nicht genau. Aber grundsätzlich sei die Chance für zwei Teams, in einer Dreiergruppe aufzusteigen, natürlich größer als in einer Vierergruppe, versichert Voigt. „Und wenn wir es dann tatsächlich nicht schaffen sollten, wäre das natürlich eine riesige Enttäuschung“, sagt er. Man spürt: Dieser Trainer will nach oben! 

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Das Panzenberg-Stadion

Während beim Heider SV noch überhaupt nicht geklärt ist, ob der Klub ein regionalligataugliches Stadion hat, kann der BSV hier ganz entspannt sein. „Wir haben grünes Licht für den möglichen Aufstieg“, sagt Gerd Lenk. Nur ein sogenannter Gäste-Käfig fehle noch, also eine Umzäunung auf der Tribüne, in der die Anhänger der Gäste-Klubs untergebracht werden. Das ist Standard in der Regionalliga, „aber das kriegen wir schnell hin“, verspricht Lenk. Auch ein neuer Rasen werde im Sommer auf dem Platz verlegt. Weil das Stadion in städtischer Hand liegt, gab es sogar ein Ausschreibungsverfahren für die Rasen-Vergabe. Das ist jetzt abgeschlossen, spätestens im Juni kommt das neue Grün. „Und das muss dann ein schnell wachsender Rasen sein“, sagt Lenk. Im August beginne schließlich die neue Saison. Am besten in der Regionalliga – sagt natürlich noch keiner offiziell, denken aber immer mehr beim BSV.


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?