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Kleines Budget, großer Sport: Die Kandidaten für die Mannschaft des Jahres

Frank Büter 12.02.2019 0 Kommentare

Der Grün-Gold-Club Bremen ist bei Wettkämpfen der Lateinformationen weltweit erfolgreich.
Der Grün-Gold-Club Bremen ist bei Wettkämpfen der Lateinformationen weltweit erfolgreich. (nordphoto / Witke)

Kleine Etats, große Leistungen: Diese Merkmale treffen auf die Nominierten in der Kategorie „Mannschaft des Jahres 2018“ zu, die in ihren Sportarten für Furore gesorgt haben.

Die Amateure mischen die Elite auf: Beim Saisonfinale der Champions League erreichten die Bundesligasegler vom Wassersportverein Hemelingen (WHV) im Oktober auf dem St. Moritzersee in der Schweiz den dritten Platz und feierten damit ihren größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Im internationalen Feld namhafter Jachtklubs war es eine beinahe sensationelle Leistung des Teams um Kapitän Jan Seekamp, der sich das Amt des Steuermanns seit Jahresbeginn 2018 mit dem Hamburger Carsten Kemmling teilt.

Neben dem Hemelinger Urgestein Seekamp und Neuzugang Kemmling gehören noch die beiden Bremer Jens Tschentscher und Tjorben Wittor sowie der aus Wallenhorst bei Osnabrück kommende Björn Schütte zum Stammaufgebot der J/70, mit der die Regatten in der Champions League und in der Bundesliga ausgefahren werden. Apropos Bundesliga: Mit einem guten vierten Platz und der damit verbundenden direkten Qualifikation für die Champions-League-Saison 2019 rundeten die Segler des WHV das gelungene Sportjahr ab.

China ist eine Reise wert: Die Lateinformation des Grün-Gold-Clubs Bremen hat den Weltmeistertitel wieder an die Weser geholt. Im ­chinesischen Shenzhen setzte sich das Team von Trainer Roberto Albanese im Dezember
mit 37,000 Wertungspunkten durch und ver-
wies den ärgsten Kontrahenten, den Titel­verteidiger Duet Perm aus Russland (36,667), auf Rang zwei.

Die Tänzer aus Bremen, 2017 in Wien noch Zweiter, überzeugten in Vor-, Zwischen- und Finalrunde mit ihrer tänzerisch höchst anspruchsvollen Choreografie „This is me“, bei der vor allem die Bildentwicklung überaus kompliziert und zugleich sehr sehenswert ist. Körperspannung, Ausdruck, Linienführung, Synchronität – die acht Bremer Paare waren auf den Punkt topfit und lagen bei den Wertungsrichtern nach jeder Runde vorn.

„Wir haben uns in allen Durchgängen hervorragend präsentiert, das war sensationell!“, jubilierte Erfolgstrainer Albanese nach dem neunten Weltmeistertitel in der Vereinsgeschichte, den ersten gab es in der Saison 2006/07 mit „Rocky“. Für den GGC war der Triumph in China der goldene Schlusspunkt hinter eine überaus erfolgreiche Saison, in der die Formation zuvor bereits Deutscher Meister und Europameister geworden ist.

Der Underdog ist in aller Munde: Auch im dritten Jahr nach dem Aufstieg in die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) verzücken die Fischtown Pinguins eine ganze Region. Obwohl mit dem kleinsten Etat von nur etwa vier Millionen Euro in die Saison gegangen, mischt das Nordlicht aus Bremerhaven die Liga auf und sorgt regelmäßig für eine ausverkaufte Eisarena. Nach zwei Play-off-Teilnahmen schickt sich das Team von Trainer Thomas Popiesch erneut an, in die im März beginnende K.-o-Runde einzuziehen. Aktuell belegen die Pinguins Rang sieben und haben gute Chancen, bei nur noch sieben ausstehenden Partien in der Hauptrunde zumindest wieder die Pre-Playoffs zu erreichen.

Neben dem Anfang 2016 aus Dresden gekommenen Trainer und der treuen Anhängerschar ist vor allem die umsichtige Personalpolitik ein wesentlicher Baustein im Bremerhavener Erfolgspuzzle. Zwar verliert der Klub immer wieder herausragende Spieler an die zahlungskräftigere Konkurrenz, gleichzeitig aber wird zumeist für adäquaten Ersatz im Kader gesorgt. „Wir fischen in Teichen, in denen andere nicht angeln“, sagt Teammanager Alfred Prey, der bereits seit mehr als einem Vierteljahrhundert für den Verein tätig ist und entscheidenden Anteil am Erfolg hat.


Sporttabellen & Ergebnisse
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Leserkommentare
bremenkenner am 21.10.2019 18:08
Leider sehen das hier sehr viele genau anders herum und sind im festen Glauben dass Afrika zig mal in Europa reinpasst. Und viele Afrikaner glauben ...
peteris am 21.10.2019 17:36
Der Erdteil Afrika ist so groß, da passt Europa zig mal rein.

Es fallen dort nicht überall den Menschen Bomben auf den Kopf. ...