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German Open, 1. Hauptrunde
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Ovtcharov scheitert schon in Runde eins, Boll und Franziska weiter

Jörg Niemeyer 10.10.2019 0 Kommentare

Dimitrij Ovtcharov ist in Bremen bereits in der ersten Runde ausgeschieden.
Dimitrij Ovtcharov ist in Bremen bereits in der ersten Runde ausgeschieden. (Frank Thomas Koch)

Das Beste zumindest aus deutscher Sicht kam ganz zum Schluss: Als Timo Boll am Donnerstag um 21.45 Uhr zu seinem German-Open-Spiel gegen den Chinesen Zhou Qihao antrat, hatten seine Kollegen bereits Feierabend. So konnte sich das Publikum in der ÖVB-Arena komplett auf Tisch 1 konzentrieren, an dem der Weltranglisten-Siebte den -76. mit 4:2 bezwang. Doch der 38-Jährige hatte mit dem mutig aufspielenden 22-jährigen Asiaten nach rascher 3:0-Satzführung mehr Mühe als erwartet. „Ein Diesel muss halt erst mal warmlaufen“, sagte ein sichtlich müder Boll, der in Runde zwei jetzt mit dem Japaner Jun Mizutani „auf einen alten Bekannten“ trifft.

Am frühen Abend war erstmals ein enttäuschtes Raunen der Zuschauer durch die ÖVB-Arena gegangen, das Turnier hatte ihre erste große Überraschung: Der Weltranglisten-Zwölfte Dimitrij Ovtcharov zog gegen den Chinesen Yu Ziyang mit 3:4 den Kürzeren. „Das Teilnehmerfeld ist hier extrem ausgeglichen“, sagte der 31-Jährige, der gegen den aktuellen 124. in der Welt schon einmal mit 3:4 verloren hatte. Es war Ovtcharovs erste Erstrunden-Niederlage in diesem Jahr. „So etwas gehört dazu“, sagte er.

Kirill Gerassimenko
Kirill Gerassimenko (Frank Koch)

Wenig später stand Ovtcharovs ärgster Rivale um den neben Timo Boll zweiten deutschen Startplatz bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio am Tisch – und Patrick Franziska machte es in der Runde der letzten 32 besser. Der inzwischen auf Position 15 in der Welt aufgerückte Spitzenspieler des 1. FC Saarbrücken bezwang den in der Bundesliga für Werder Bremen auflaufenden Kirill Gerassimenko in vier Sätzen mit 11:7, 11:5, 11:6 und 12:10. Er trifft nun an diesem Freitag im Achtelfinale auf den Chinesen Lin Gaoyuan, gegen den er in der Vorwoche in Schweden im Achtelfinale mit 1:4 ausgeschieden war. Gerassimenko erkannte den verdienten Sieg des Deutschen an, war aber trotzdem zufrieden. Immerhin hatte sich der Kasache mit vier Siegen überzeugend durch die Qualifikation gekämpft.

Als erste Deutsche war Han Ying ausgeschieden. Die 26-jährige Nummer 30 der Weltrangliste hatte gegen die für Monaco spielende Qualifikantin Yang Xiaoxin schon mit 2:1 Sätzen geführt. Im siebten Durchgang wehrte sie drei Matchbälle ab, musste sich aber mit 11:13 geschlagen geben. „Meine Gegnerin war im Kopf stärker als ich“, sagte Han.

Nicht nur im Kopf, auch am Tisch stärker war die Deutsche Shan Xiaona. Die 36-Jährige, die im Juli 2018 Mutter geworden war, hatte sich als Nummer 96 der Welt durch die Qualifikation gekämpft und schaltete nun die Weltranglisten-Elfte Doo Hoi Kem mit 4:1 aus. „Im dritten Satz war ich zu passiv“, sagte Shan, die sich wieder steigerte und nach der Babypause auf dem Weg zu alter Stärke ist. 2017 war Shan die Nummer zwölf der Welt.

Auch für die derzeit beste Deutsche ist das Turnier schon beendet. Petrissa Solja unterlag der Südkoreanerin Jeon Jihee nach schwachem Start und 0:2-Satzrückstand mit 2:4.


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?