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Basketball-Bundesliga
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Willkommen bei den Eisbären

Frank Büter 16.09.2018 0 Kommentare

Spektakulär: Mit diesem Sprung gewann Jordan Brangers den Dunking-Contest.
Spektakulär: Mit diesem Sprung gewann Jordan Brangers den Dunking-Contest. (xxx)

Es war ein warmer Empfang, den die Eisbären-Fans ihrer Mannschaft bereitet haben. Mehrere Hundert Anhänger des Basketball-Bundesligisten waren am Sonntag der Einladung zum Tag der Fans ins Trainingscenter am Amerikaring in Bremerhaven gefolgt. Eng an eng stehend, umrahmten sie das Spielfeld und stimmten zur Begrüßung erstmal ein lautes „Happy Birthday“ an. Adrian Breitlauch, neben Fabian Bleck einer von nur zwei im Kader verbliebenen Akteuren, ist am vergangenen Freitag 25 Jahre alt geworden – und bekam nun noch (s)ein Geburtstagsständchen.

Ein stimmungsvoller Start in eine stimmungsvolle Veranstaltung, die schon kurz darauf ihren emotionalen Höhepunkt erlebte: Von Hallensprecher „Wolle“ Loock gewohnt souverän moderiert, präsentierte sich das neue Eisbärenteam den wartenden Fans. Angeführt von Maskottchen Dunky und dem Trainerstab, liefen die Spieler einzeln in die Halle ein. Zehn Spieler insgesamt. Neben Breitlauch und Bleck sowie dem in den Profikader aufgerückten Nachwuchscenter Malte Buhl genossen auch die Zugänge Chris Warren, Jordan Brangers, Niklas Wimberg, Kris Jenkins, Elston Turner und Keith Benson sowie Rückkehrer Anthony Canty den Beifall der Anhänger und ließen sich bei ihren Willkommensrunden gerne abklatschen.

Jackson im Blickpunkt

Ein elfter Akteur des Kaders fehlte derweil: Paulius Sorokas. Der 2,03-Meter-Mann aus Litauen war tags zuvor im Training bei einem Zusammenprall unglücklich umgeknickt und musste seinen lädierten Knöchel schonen. Und es fehlte noch jemand, den die Anhänger an diesem Tag der Fans gerne schon mal aus der Nähe gesehen hätten: Darnell Jackson. Erst am vergangenen Donnerstag hatten die Eisbären den 2,06 Meter großen US-Amerikaner als letzte Neuverpflichtung vermeldet.

Eine hochkarätige Neuverpflichtung, schließlich bringt der 32-Jährige die Erfahrung aus 138 NBA-Einsätzen für die Cleveland Cavaliers, die Milwaukee Bucks und die Sacramento Kings mit nach Bremerhaven. Doch während seine neuen Teamgefährten nun im Trainingscenter den Fans bereits ihr Können bei einem spektakulären Dunking-Contest oder einem rasanten Dreier-Wettbewerb zeigten, saß Jackson noch im Flugzeug. „Darnell schafft es nicht rechtzeitig, er wird erst am Nachmittag in Bremen landen“, sagte Eisbären-Geschäftsführer Wolfgang Grube. An diesem Montag wird Jackson, der zuletzt beim griechischen Champions-League-Teilnehmer Paok Thessaloniki unter Vertrag stand, dann bei den Eisbären ins Training einsteigen.

Viel Zeit, den Flügel- und Centerspieler ins Team zu integrieren, hat Chefcoach Arne Woltmann nicht. Bereits in elf Tagen beginnt die Saison mit einem Heimspiel gegen die Merlins aus Crailsheim. Seit dem 16. August befindet sich Woltmann mit den Eisbären in der Vorbereitung, die Zwischenbilanz nach exakt einem Monat intensiver Arbeit fällt dabei durchaus positiv aus. „Das Grundkonzept haben die Spieler verstanden und verinnerlicht“, sagt der 43-Jährige. „Aber das Finetuning muss noch besser werden. Wir müssen jetzt unsere Anker setzen.“ Und von daher, betont Woltmann, sei es gar nicht schlecht, Darnell Jackson jetzt kurzfristig noch einbauen zu müssen, „denn so können wir die Basics noch mal durchgehen und an den Details arbeiten.“

„Ein astreiner Charakter mit Führungsqualitäten"

Darnell Jackson – davon ist Arne Woltmann überzeugt – wird den Eisbären Bremerhaven noch einmal ein Plus an Qualität verleihen. Woltmann weiß um das Potenzial des Neuzugangs, der kürzlich Vater geworden ist und deshalb gewartet hat, ehe er sich einem neuen Verein anschließt. Vor einigen Jahren hat Woltmann in der NBA Summer League bei Oklahoma City selbst schon mit Jackson zusammengearbeitet. „Ein astreiner Charakter mit Führungsqualitäten“, sagt der Coach und ergänzt: „Ich finde es klasse, dass er jetzt nach Bremerhaven kommt.“ Ähnlich große Stücke hält Woltmann überdies von Chris Warren, dem amerikanischen Point Guard, der zuletzt als Spielmacher in der Türkei und in Frankreich aktiv war. „Chris wird mit seiner Athletik der Motor und Taktgeber unseres Spiels sein“, sagt Woltmann.

Offensiv, das haben die bisherigen Testspiele bereits gezeigt, haben die Eisbären ohnehin ihre Stärken, im Deckungsverbund aber haperte es mitunter noch gewaltig. „Vielleicht lag es an den müden Beinen und der fehlenden Frische, dass wir den einen oder anderen Schritt zu langsam gewesen sind“, sagt Woltmann. „Schließlich waren wir bisher sehr fleißig und haben jeden Tag gearbeitet. Die Jungs sehnen schon den Tag herbei, an dem wir uns mal nicht sehen.“ Noch aber sieht man sich täglich: Im Trainingsbetrieb oder auch, wie an diesem Sonntag, bei einer publikumswirksamen Veranstaltung wie dem Tag der Fans, der einmal mehr den familiären Charakter im Klub unterstrichen hat.

Drei Eisbären-Spiele in der Bremer ÖVB-Arena

Die Eisbären Bremerhaven starten am Freitag, 28. September um 20.30 Uhr mit einem Heimspiel gegen Aufsteiger Crailsheim in die neue Saison der Basketball-Bundesliga. Wie schon in den Vorjahren, werden die Eisbären im Verlauf der Spielzeit auch wieder drei ihrer 17 Heimpartien in der Bremer ÖVB-Arena austragen. Die sogenannten Hanse-Games sind bereits terminiert. Und auf die Basketball-Freunde in der Hansestadt wartet dabei zum Auftakt am Sonntag, 28. Oktober um 15 Uhr ein echter Leckerbissen. Dann nämlich gastiert der amtierende Deutsche Meister und Pokalsieger FC Bayern München in Bremen. Tickets für diese Partie gegen den Ligaprimus aus München sind bereits im Vorverkauf erhältlich. Fortgesetzt wird die Dreier-Serie am Sonnabend, 9. Februar um 18 Uhr mit dem Nachbarschaftsderby gegen die Baskets aus Oldenburg. Das letzte Hanse-Game steigt am 28. April um 18 Uhr gegen die BG Göttingen. „Wir spielen gerne in Bremen“, sagt Eisbären-Geschäftsführer Wolfgang Grube. „Die Bedingungen in der ÖVB-Arena sind einfach toll – und die Bremer Zuschauer auch.“


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