Amateurfußball

So geht es in Bremen weiter

Während der Amateurfußball in Bremen noch ruht, denkt der Verband bereits konkret über Änderungen im Spielbetrieb nach.
14.11.2020, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye
So geht es in Bremen weiter

Die Fußballer im Land Bremen, hier Ali Dag von der SG Aumund-Vegesack, müssen sich gedulden: Wann der Ball wieder ins Spiel kommt, ist ungewiss.

Christian Kosak

Bremen. Der Amateurfußball in Bremen ruht. Mindestens bis zum 30. November, denn so lange läuft die aktuelle Corona-Verordnung. Ob und wie es danach weitergeht, ist unklar. Beim Bremer Fußball-Verband ist man sich allerdings sicher, dass die Pause­ ­bereits wesentliche Änderungen in der Gestaltung des Spielbetriebs erforderlich macht. Der BFV stellt in einer Mitteilung für den Herrenbereich fest: „Die Austragung der kompletten Doppelrunde 2020/2021 (Hin- und Rückrunde) ist aufgrund der Unterbrechung und des entzerrten Spielbetriebs in den Wintermonaten nicht mehr möglich.“ Es bleibe dagegen beim Ziel, die Wertung der Saison „auf sportlicher Basis“ vorzunehmen. Das bedeutet nicht anderes als deutliche Veränderungen im geplanten Ablauf. Angesichts einer Pause, die derzeit gerade mal einen Monat andauern soll, ist das auf den ersten Blick vielleicht überraschend. Doch selbst wenn es am 1. Dezember wieder ­losgehen könnte, ist damit ja noch immer nicht die Aufnahme des Spielbetriebs verbunden.

So weist der BFV darauf hin, dass den beteiligten Mannschaften nach der Auszeit vom Mannschaftstraining „eine Vorbereitungszeit von zwei Wochen zugesagt“ wurde. Damit wäre die Wiederaufnahme des Spielbetriebes frühestens ab dem 19. Dezember möglich – was angesichts der sich anschließenden Weihnachtspause keinen Sinn ergäbe. Ein möglicher Start im Januar wäre dagegen immer noch abhängig von der vielzitierten Verfügungslage, und auch im neuen Jahr würde der Spielbetrieb vermutlich noch durch Infektionen und Quarantäne beeinträchtigt werden. Und deshalb stellt der BFV bereits jetzt einige Alternativmodelle vor.

Das „Szenario 1“ sieht den Abschluss der Hinrunde bis zum 31. März 2021 vor und will die Ligen danach in Aufstiegs- und Abstiegsrunde aufteilen (Punkte aus Hinrunde werden mitgenommen, die Tore auf Null gestellt). Sollten diese dann nicht beendet werden können, tritt „Szenario 3“ auf den Plan: Als Abschlusstabelle zählt die Hinrunde, und die danach ausgetragenen Spiele würden annuliert. Im „Szenario 2“ lässt sich dagegen die Hinrunde nicht bis zum April beendeten. In diesem Fall sollen die Hinspiele bis zum Juni abgeschlossen sein, die einfache Runde also den Maßstab der Abschlusstabelle bilden. Den schlechtesten Fall regelt „Szenario 4“: Bis zum Juni kann nicht einmal die Hinrunde beendet werden. Dann gilt die Tabelle zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs, allerdings unter Anwendung der Quotienten-Regelung.

Läuft es ganz blöd, könnte also nicht einmal die Hinrunde abgeschlossen werden. Dann würde etwa die Bremen-Liga auf der Grundlage der aktuellen Tabelle entschieden – und dann wäre der Brinkumer SV als Spitzenreiter nach dem 8. Spieltag Meister des Jahres 2021.Aber so weit ist es ja noch lange nicht. Erst einmal muss der Spielbetrieb den tatsächlichen Erfordernissen angepasst werden. Auch bei den Frauen und im Jugendfußball. So sieht der neue Plan vor, dass die Frauen-Verbandsliga nur noch als einfache Runde ausgetragen und sich ab dem Mai ebenfalls Auf- und Abstiegsrunde anschließen. In der Jugend kommt es im Wesentlichen darauf an, wann die derzeit unterbrochene Winterrunde abgeschlossen werden kann.

Der BFV stellt den beteiligten Vereinen die verschiedenen Modelle derzeit in diversen Videokonferenzen vor. Eine Entscheidung über die Modelle soll im Verbandsbeirat am 18. November fallen. Das Gremium wird dann auch darüber befinden, ob der Spielbetrieb nach dem 30. November ausgesetzt oder eine zeitnahe Fortsetzung angestrebt werden soll.

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