Bremer Fußball-Schnack

Tarczynska kann im Pokal gegen Fortuna Köln helfen

Agata Tarczynska steigt wenige Tage nach ihrem Einsatz für die polnische Nationalmannschaft wieder ins Werder-Mannschaftstraining ein. Damit könnte sie im Pokalspiel bei Fortuna Köln im Kader stehen.
28.10.2020, 05:00
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Von Stefan Freye
Tarczynska kann im Pokal gegen Fortuna Köln helfen

Nach ihrem Einsatz für die polnische Nationalmannschaft steigt Agata Tarczynska wieder ins Training ein.

Baumgart / Hansepixx

Einen solchen Umbruch kennt man allenfalls aus der Sommerpause: In der vergangenen Woche haben gleich 13 Spieler den ATSV Sebaldsbrück verlassen. „Wir machen das Spiel nicht mit und lassen uns auch nicht erpressen“, sagt Cengiz Cakir, Abteilungsleiter des 14. der Bezirksliga. Der Hintergrund der Unstimmigkeiten liegt offenbar im Verhältnis zwischen Trainer Jürgen Damsch und den nun ehemaligen Kickern des ATSV. Diese hatten nämlich die Ablösung des Übungsleiters gefordert. Darauf wollte sich Cakir allerdings nicht einlassen, sondern legte den Spielern einen Abschied nahe. „Jürgen Damsch sitzt bei uns fest im Sattel“, betont der Abteilungsleiter. Er könne leben mit dem Verlust, auch weil es eine ganze Reihe von Alternativen gibt. Cakir: „Wir haben mittlerweile drei A-Jugendteams, eine gute 2. Herren und auch Qualität in der Ü32.“ Insofern sollte sich der Kader also ausfüllen lassen. Zumal derzeit ja kaum absehbar ist, wie sich die laufende Saison entwickeln wird. „Fußball ist seit dem März doch vollkommen zweitrangig“, findet Cengiz Cakir.

Internationale Ehren mit ganz unterschiedlichen Folgen: Nachdem Agata Tarczynska am vergangenen Freitag mit der polnischen Nationalmannschaft gegen Aserbaidschan in der EM-Qualifikation angetreten war (3:0), trat die Stürmerin die Rückreise nach Bremen an. Damit verpasste sie zwar das Quali-Spiel gegen Moldawien in dieser Woche. Aber nach fünftägiger Quarantäne kann Tarczynska am Donnerstag wieder ins Training einsteigen und steht damit auch im Pokalspiel bei Fortuna Köln am Sonnabend (19 Uhr) zur Verfügung. Dagegen wird Katharina Schiechtl fehlen: Die Verteidigerin trat mit Österreich am späten Dienstagabend gegen Frankreich an. Und da auch Schiechtl in einem Risikogebiet aktiv war, reicht es angesichts der Quarantäne nicht für das Duell am Wochenende.

Das war mal ein guter Einstand für die Pakkans: Mit Sohn Mirkan und Vater Kadir auf der Bank feierte die U 19 des FC Oberneuland einen 3:0 (3:0)-Auftaktsieg gegen den VfB Lübeck in ihrem ersten Spiel in der Regionalliga Nord. „Super, dass es nach so langer Zeit endlich wieder losging“, meinte Mirkan Pakkan, Cheftrainer des Aufsteigers. Dabei musste sein Team die Partie in Unterzahl beenden, nachdem Dennis Nagel in der Schlussphase die Rote Karte gesehen hatte. „Eine völlig überzogene Entscheidung“, so Pakkan.

Der Bremer Fußball-Verband sucht Verstärkung, zum nächstmöglichen Termin: nämlich einen Futsal-Beauftragten (m/w/d). Die Aufgaben sind vielfältig, sie sehen unter anderen die Organisation und Durchführung von Futsal-Veranstaltungen sowie Fortbildungsmaßnahmen vor. Vorausgesetzt werden unter anderen „Flexibilität, hohe Motivation und eine kreative Herangehensweise“. Die Aufgabe wird ehrenamtlich ausgeübt, allerdings gegen Erstattung von Fahrtkosten und Spesen. Weitere Informationen gibt es bei Christian Braun (braun-stubben@t-online.de oder unter 0151/5882 5589).

Bevor die ersten Mannschaften komplett in Quarantäne mussten, hatten bereits zahlreiche Teilnehmer der Bremen-Liga den ein oder anderen Corona-bedingten Ausfall zu beklagen gehabt. Aber wie geht es eigentlich den Schiedsrichtern? „Bislang ist Corona an uns vorbeigegangen“, sagt Torsten Rischbode, Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses im Bremer Fußball-Verband. Die 55 Unparteiischen aus der Bremen- und der Landesliga sowie den überregionalen Spielklassen waren bis dato noch nicht von Quarantäne oder gar Krankheit betroffen. Zudem weiß Rischbode aus seinem Amt als Schiedsrichter-Ansetzer des Norddeutschen Fußball-­Verbandes, dass auch die 36 Referees der Regionalliga ohne Komplikationen pfeifen konnten. Eine Erklärung für den Bogen der Pandemie um seine Schiedsrichter hat er auch: „Wir hatten wohl viel Glück, denn das gehört in diesen Zeiten einfach dazu.“

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