Weltmeisterschaft in der ÖVB-Arena Bremer Lateinformation will erneut den Titel

Am 10. Dezember 2016 will der Bremer Grün-Gold-Club zum fünften mal in Folge Weltmeister der Lateinformationen werden. Es dürfte spannend werden, die größten Konkurrenten kommen erneut aus Russland.
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Bremer Lateinformation will erneut den Titel
Von Ruth Gerbracht

Am 10. Dezember 2016 will der Bremer Grün-Gold-Club zum fünften mal in Folge Weltmeister der Lateinformationen werden. Es dürfte spannend werden, die größten Konkurrenten kommen erneut aus Russland.

Sollte erneut eine Differenz von 0,6 Punkten zwischen den beiden Lateinformationen liegen wie vor einem Jahr in Wien, dann wäre Grün-Gold-Trainer Roberto Albanese sehr zufrieden. Denn genau um 0,6 Punkte tanzte die Bremer Mannschaft 2015 bei der Weltmeisterschaft in Wien besser als die russische Konkurrenz Due Team und gewann WM-Gold.

Ein Jahr später, am 10. Dezember 2016 in der Bremer ÖVB-Arena, will die Grün-Gold-Formation dieses Kunststück nur zu gerne wiederholen. Es wäre der fünfte Titel in Folge – ein Novum im Formationssport.

Die Voraussetzungen gleichen denen des Vorjahrs. Die größten Konkurrenten reisen aus Russland an. Vize-Weltmeister Due Team sowie die Drittplatzierten Vera Tyumen werden alles dafür tun, um die Titelverteidigung der Bremer zu verhindern. Es dürfte ebenso spannend werden wie 2015.

Exzellente Tänzer aus Russland

Das sieht auch Trainer Roberto Albanese so. „Die Russen haben exzellente Tänzer. Die Frage wird sein, ob man das auch auf der Fläche sieht.“ Für den Bremer Coach tanzt die Formation Vera Tyuman sogar noch besser, allerdings konnte die mehr auf Showelemente angelegte Choreografie des Vize-Weltmeisters Due Team die Wertungsrichter bislang mehr begeistern.

Doch egal, wer sich am Ende als härtester Gegner der Bremer entpuppt: Für den Bremer Coach gilt es, selbst mit einer außergewöhnlichen Leistung auf der Fläche zu überzeugen. Bereits bei den deutschen Meisterschaften wusste die Bremer Lateinformation mit ihrer neuen Choreografie und ihrer außergewöhnlichen tänzerischen Klasse zu begeistern, aber es ist noch Luft nach oben, wie der Trainer betont.

4.800 Zuschauer

Um auch im WM-Finale am 10. Dezember die beste Leistung aufs Parkett zu bringen, arbeiten die Tänzer und Tänzerinnen zurzeit äußerst hart und intensiv und müssen an ihre physischen Grenzen gehen. „Anders wird man nicht Weltmeister“, erklärt Roberto Albanese, der seine Mannschaft auch auf die Kulisse von 4.800 Zuschauern vorbereiten muss.

Schließlich hat er einige Neue im Team, die erstmals vor so vielen Zuschauern einmarschieren. „Da darf keiner zusammenbrechen. Der Respekt vor einer solchen Kulisse ist hoch und erzeugt Druck. Diesen Druck gilt es auszuhalten, ihn umzusetzen in positive Energie.“

Neben dieser mentalen gilt es natürlich vor allem, die tänzerische Herausforderung zu bewältigen, um am Ende womöglich ganz oben auf dem Treppchen stehen zu dürfen. Dementsprechend wird im Training jede Tanzfolge der neuen Choreografie „Voices, Noises, Melodies“ noch einmal seziert, auf den Punkt definiert, um noch homogener zu werden, als es das Team bereits bei den Deutschen Meisterschaften war. Bis zum Schluss tüfteln Trainer und Tänzer an kleinen Sequenzen, um sie noch besser zu gestalten und auszudrücken.

Erst einen Tag vor den Weltmeisterschaften dürfte Schluss sein mit der Trainingsquälerei. Dann will sich die Mannschaft die Belohnung abholen. Und das mit Unterstützung der Zuschauer in einer vollen ÖVB-Arena. Die Bremer Tanzsport-Fans haben über Jahre ihre Fairness gegenüber allen Mannschaften bewiesen, und das sei auch gut so, erklärt Roberto Albanese, der aber dennoch auf ein bisschen mehr Unterstützung für die Heimmannschaft setzt. Schließlich seien es die Zuschauer, die die Mannschaft beflügeln könnten. „Ich finde super, wenn alle Formationen beklatscht werden, aber wenn wir tanzen, hoffe ich, stehen alle auf und hinter uns.“

Fast ausschließlich Bremer Zuschauer

Das könnte in der Tat so kommen, denn die Zuschauer in der fast ausverkauften Arena kommen fast ausschließlich aus Bremen und umzu. Lediglich 70 Karten sind an die Fangemeinde der Formationsgemeinschaft Bochum/Velbert gegangen, die bei der WM als zweites deutsches Team antreten wird.

Die weiteren 17 Lateinformationen müssen weitgehend auf unterstützende Fans verzichten, was angesichts der weiten Anreise vieler Teams kaum verwundert. Neben den deutschen und den russischen Teams machen sich unter anderem zwei Formationen aus der Mongolei auf den Weg nach Bremen. Erstmals nach vielen Jahren startet auch wieder ein Team aus der Ukraine. Für Spannung dürften auch die zwei Formationen aus Österreich sorgen, die mit dem Ziel antreten, unbedingt das Finale zu erreichen.

Der ausrichtende Grün-Gold-Club nutzt die Weltmeisterschaft auch, um auf seine erfolgreiche Nachwuchsarbeit im Paartanz aufmerksam zu machen. So werden unter anderem als deutsche Jugendmeister Daniel Dingis und Natascha Velikina im Showprogramm demonstrieren, warum in Bremen neben dem Formationstanz vor allem auch die Lateinpaare national und international für Furore sorgen.

„Darauf sind wir natürlich sehr stolz“, erklärt Jens Steinmann, Vorsitzender des Grün-Gold-Clubs Bremen. Musikalisch begleitet werden die Paare erstmals von der türkischen Sängerin Atiye, die als gebürtige Bremerin in der Türkei bereits ein Star ist.

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