2021 für den Fischerhuder abgehakt

Lennard Kämna beendet Rennsaison

Bora-Teamchef Ralph Denk bleibt trotzdem optimistisch: "Wir werden nächstes Jahr wieder einen normalen Lennard sehen." Zweite Auszeit in seiner Radsport-Karriere.
21.09.2021, 17:13
Lesedauer: 1 Min
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Von Patrick Reichardt und Mathias Sonnenberg

Radrennstall Bora-Hansgrohe und Teamchef Ralph Denk haben die Saison 2021 für Lennard Kämna abgehakt. „Lennard ist zwar wieder gut ins Training eingegliedert, er wird in diesem Jahr aber keine Rennen mehr fahren. Ich bin aber optimistisch, dass wir nächstes Jahr einen normalen Lennard sehen“, sagte Denk der Deutschen Presse-Agentur im Rahmen der Straßenrad-WM im belgischen Flandern, für die Kämna nicht nominiert ist.

Der 25-Jährige, der in Fischerhude aufgewachsen ist und seine ersten Rennen in Bremen bestritt, hatte Anfang Mai seinen bisher letzten Wettkampf und stieg dann wegen körperlicher Probleme aus. Später, als der letztjährige Tour-de-France-Etappensieger die Frankreich-Rundfahrt 2021 verpasste, berichtete er auch von einer mentalen Blockade.

„Das ist eher ein körperlicher Verschleiß, natürlich schlägt das dann auf den Geist. Es ist aber nicht so, dass er psychische Probleme hat. Er hat einfach die schöpferische Pause gebraucht“, erläuterte Denk. Inzwischen sähen die Trainingsdaten aber wieder gut aus. Denk zeigte sich zuversichtlich, dass Kämna an seine starken früheren Leistungen, darunter auch bei der Katalonien-Rundfahrt 2021, anknüpfen könne.

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Kämna hatte schon vor drei Jahren eine längere Pause eingelegt, um Kraft zu tanken und war 2019 dann erstmals bei der Tour de France gestartet, damals noch für das Team von Sunweb. International sorgte er dann 2020 für Furore, als er für Bora-Hansgrohe eine starke Tour de France fuhr. Zu Jahresbeginn war noch über eine Teilnahme an den Olympischen Spielen spekuliert worden.

Doch dann hatte Kämna die zweite größere Pause als Leistungssportler gebraucht. Dass sein Rennstall die Saison für Kämna für beendet erklärt, ist dabei keine Überraschung. Für den 25-Jährigen waren in seinem Terminplan ursprünglich bis Jahresende noch einige kurze Rennen in Italien geplant. Doch die hatte Kämna ohnehin bereits gestrichen.

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