Bremerhaven verliert Derby in Vechta Eisbären als Deppen

Eisbären-Coach Mai hatte so eine Vorahnung: Bremerhaven verliert Lokal-Derby bei Rasta Vechta mit 78:85. Erste Niederlage nach fünf Siegen. Gastgeber feiern neuen Head-Coach Vladimir Lucic.
14.11.2021, 13:00
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Eisbären als Deppen
Von Mathias Sonnenberg

Trainer Michael Mai schien im Vorfeld so eine Art Vorahnung gehabt zu haben. "Es ist nie leicht, bei einer Mannschaft anzutreten, die gerade den Trainer gewechselt hat", sagte der Coach vor dem Spiel bei Rasta Vechta. "Gewinnt man, war es business as usual, verliert man, ist man der Depp.“ Gemessen daran waren die Eisbären am Ende die Deppen, denn nach fünf Siegen in Folge in der ProA erwischte es Bremerhaven bei Bundesliga-Absteiger Rasta Vechta – 78:85 (37:54) hieß es am Ende des Lokal-Derbys, in dem die Gäste lange in Rückstand lagen, dann noch mit 71:70 in Führung gingen, am Ende aber doch die Punkte in Vechta ließen. 

2928 Zuschauer waren in die Rasta-Halle gekommen, so viele Fans wie seit Februar 2020 nicht mehr. Und damals spielten die Gastgeber noch eine Etage höher. Zumindest die Rasta-Fans sollten ihr Kommen nicht bereuen, denn mit dem neuen Head-Coach Vladimir Lucic spielten die Gastgeber wie entfesselt. Die Folge war eine 54:37-Halbzeitführung und ein gefrusteter Eisbären-Coach Mai, der die Pause nutzte, um sein Team besser zu sortieren. Mit Erfolg, denn die Gäste starteten das dritte Viertel mit einem 13:0-Lauf und waren endlich ein Gegner auf Augenhöhe.

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Acht Minuten vor dem Ende gingen die Eisbären beim 71:70 sogar in Führung. Doch diesen Trend nutzten nicht die Gäste, sondern die Gastgeber. Ein Dreier von Josh Young brachte Rasta wieder in Führung, bevor Robin Lodders acht Punkte in Folge für die Gastgeber erzielte – ein Einbruch bei den Bremerhavenern, von dem sich die Mannschaft nicht mehr erholte.

Trainer Mai haderte nach dem Abpfiff – mit dem schwachen Start, den vielen ungenutzten Chancen und der verpassten Möglichkeit, mit einem Sieg noch weiter in die Spitzengruppe der ProA zu rutschen. „Dass wir uns nach so einer unglücklichen ersten Halbzeit noch mal so ins Spiel zurückgekämpft haben, spricht erstmal für die Moral der Mannschaft und macht mich als Trainer sehr stolz", erklärte Mai. Sein Team habe sich zu keinem Zeitpunkt aufgegeben. "Auf der anderen Seite müssen wir dann in den entscheidenden Situationen besser auf den Ball aufpassen und unsere Aktionen mit mehr Fokus und Klarheit durchspielen“, kritisierte Mai.

Eisbären Bremerhaven: Reischel (26), Oehle (21), Love (14), Alvano (10), Moore (4), Yebo (2), Laster (1), Drijencic, Klesper, Richards

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